Transparenz: Dieser Beitrag enthält Affiliate-Links (*). Kaufen Sie darüber, erhalten wir eine Provision – der Preis ändert sich für Sie nicht. Dies ist ein Marktcheck auf Datenbasis: Wir ordnen Herstellerangaben und verfügbare deutschsprachige Testberichte ein, ein eigener Hands-on-Test dieses Sets liegt uns nicht vor.
Die meisten Bewegungsmelder im Smart Home arbeiten nach demselben Prinzip: Ein PIR-Sensor reagiert auf Wärmeveränderung durch Bewegung – und schaltet nach ein paar Minuten Stillstand das Licht wieder aus, selbst wenn jemand konzentriert am Schreibtisch sitzt. Aqaras Presence Sensor FP2 löst dieses Grundproblem mit einer anderen Technik: mmWave-Radar erkennt Menschen anhand feinster Körperbewegungen wie Atmung – auch, wenn sie sich seit Minuten nicht mehr rühren. Das aktuelle 3er-Set bei tink DE kostet 184 € statt 249 € UVP. Wir haben Datenblatt und deutschsprachige Tests ausgewertet.
Der Sensor in einer Grafik
Infografik zum Teilen – Quellenangaben unten in der Grafik.
Technische Daten im Überblick
| Lieferumfang | 3× Presence Sensor FP2 (Sensor, kein Netzteil im Lieferumfang) |
| Technologie | mmWave-Radar, keine Kamera, kein optischer Sensor |
| Erfassungsbereich | Bis zu 40 m² Fläche, 120° Sichtfeld, bis zu 8 m Reichweite |
| Personenerkennung | Bis zu 5 Personen gleichzeitig, Zonenpositionierung mit bis zu 30 Zonen / 320 Zellen |
| Zusatzfunktionen | Sturzerkennung (Deckenmontage), Schlaftracking (Montage über dem Bett), integrierter Lichtsensor |
| Montage | Wand, Decke oder Ecke, 1,4–1,8 m Höhe für Präsenzerkennung empfohlen |
| Stromversorgung | USB-C, Dauerbetrieb erforderlich (Netzteil nicht im Lieferumfang) |
| Schutzklasse | IPX5, feuchtraumtauglich |
| Kompatibilität | Apple HomeKit, Amazon Alexa, Google Home, IFTTT; Matter-Anbindung über HomeKit-QR-Code laut Nutzerberichten noch nicht durchgängig stabil |
| Datenverarbeitung | Lokale Automationen möglich, keine Kameraaufnahmen |
| Preis | 184 € (eigener Preis-Wächter, tink DE, Stand 25.07.2026) für das 3er-Set · Einzelpreis 82,99 € UVP |
Was Radar-Präsenz anders macht als klassische Bewegungsmelder
Der entscheidende Unterschied zu einem gewöhnlichen PIR-Bewegungsmelder liegt im Wort „Präsenz" statt „Bewegung": Klassische Infrarot-Sensoren registrieren nur Wärmeveränderungen bei tatsächlicher Bewegung und schalten Automationen nach einer festen Zeitspanne ohne neue Bewegung wieder ab – ärgerlich, wenn man ruhig am Schreibtisch sitzt oder fernsieht und plötzlich im Dunkeln landet. Der FP2 arbeitet mit Millimeterwellen-Radar und kann laut Hersteller Menschen anhand feinster Vitalbewegungen wie der Atmung erkennen – auch im Sitzen, Liegen oder Schlafen. Bis zu fünf Personen lassen sich gleichzeitig orten, optimale Ergebnisse liefert der Sensor laut Testberichten bei bis zu drei Personen im Raum. Über die App lässt sich der überwachte Bereich in bis zu 30 Zonen mit insgesamt 320 Zellen einteilen – praktisch, um etwa nur den Sofa- statt den Durchgangsbereich für eine Automation zu nutzen.
Zusatzfunktionen wie Sturzerkennung (bei Deckenmontage) und Schlaftracking inklusive Atmung und Herzfrequenz (bei Montage über dem Bett) positionieren den FP2 auch als Gerät für Pflege- und Sicherheitsszenarien, etwa bei alleinlebenden älteren Angehörigen. Weil komplett auf Radar statt Kamera gesetzt wird, bleibt dabei die Privatsphäre gewahrt – ein Argument, das Aqara selbst prominent bewirbt und das sich in unabhängigen Tests bestätigt.
Die ehrliche Einordnung: beeindruckend, aber nicht fehlerfrei
Der deutschsprachige Test von nextpit.de bezeichnet die Erkennungsleistung des FP2 als „beeindruckend gut", auch wenn sie „nicht fehlerfrei" arbeitet. Genannt werden gelegentliche Fehlerkennungen bei schnellen Bewegungen („Geisterbilder"), eine grundsätzlich erforderliche Dauerstromversorgung ohne beiliegendes Netzteil sowie ein Stromverbrauch, der laut Messungen anderer Tests je nach Raumaktivität zwischen 0,9 und 2,9 Watt schwankt – bei drei dauerhaft betriebenen Sensoren im 3er-Set summiert sich das über ein Jahr auf einen spürbaren, wenn auch überschaubaren Betrag.
Ein weiterer Punkt betrifft die Matter-Anbindung: Aqara kündigt Matter-Support für den FP2 seit längerem an, Nutzerberichte in Fachforen beschreiben die tatsächliche Einbindung über den HomeKit-QR-Code als „flackrig" und teils nicht dauerhaft stabil – wer strikt auf eine offiziell abgeschlossene Matter-Zertifizierung wartet, sollte das vor dem Kauf einkalkulieren. Nativ und zuverlässig funktioniert die Integration dagegen über Apple HomeKit, Amazon Alexa und Google Home.
Für wen sich der FP2 NICHT lohnt
Wer einen einfachen, günstigen Bewegungsmelder für simple Automationen wie „Licht an bei Bewegung" sucht, zahlt mit rund 61 € pro Sensor deutlich mehr als für einen klassischen PIR-Sensor für 10–15 € – ohne dass die Präsenzerkennung dort zwingend gebraucht wird. Wer auf eine ausgereifte, offiziell fertige Matter-Zertifizierung Wert legt, sollte laut aktuellen Nutzerberichten noch abwarten, da die Anbindung über den HomeKit-Umweg nicht durchgängig stabil läuft. Wer keine Steckdose oder USB-Stromquelle am gewünschten Montageort hat, muss zusätzlich Kabel verlegen oder ein Verlängerungskabel einplanen – ein reiner Akkubetrieb ist wegen der kontinuierlichen Radar-Messung technisch nicht vorgesehen. Und wer eine Kamera-basierte Überwachung mit Videobeweis sucht, ist beim FP2 grundsätzlich falsch: Der Sensor liefert bewusst keine Bilder, nur Präsenz-Daten.
Für wen sich der FP2 lohnt
Die Zielgruppe sind Smart-Home-Nutzer, die echte präsenzbasierte Automationen statt reiner Bewegungssteuerung wollen: Licht und Heizung bleiben an, solange jemand im Homeoffice sitzt, auch ohne jede Minute die Maus zu bewegen; die Alarmanlage schaltet sich nicht scharf, solange noch jemand im Wohnzimmer sitzt. Für Familien mit älteren oder alleinlebenden Angehörigen ist die Kombination aus Sturzerkennung und kameraloser Privatsphäre ein plausibler Sicherheitsgewinn, der über reine Komfortfunktionen hinausgeht. Wer bereits ein Apple-, Alexa- oder Google-Ökosystem betreibt und Wert auf datenschutzfreundliche Sensorik statt Kameras legt, bekommt mit dem 3er-Set drei Räume gleichzeitig zu einem gegenüber dem Einzelkauf deutlich reduzierten Stückpreis abgedeckt.
Preis-Kapitel: Set schlägt Einzelkauf deutlich
Der Einzelsensor kostet laut aqara.com 82,99 € UVP. Das 3er-Set ist aktuell bei tink DE für 184 € (eigener Preis-Wächter, Stand 25.07.2026) statt einer UVP-Summe von 249 € zu haben – ein Rabatt von rund 26 % und rechnerisch ca. 61 € pro Sensor. Bei Idealo oder Geizhals ließ sich zum Redaktionsschluss keine mehrfach gelistete Preisvergleichs-Historie für das exakte 3er-Set finden; Einzelsensoren tauchen dort vereinzelt auf, meist zu Preisen nahe der UVP.
Pro und Contra: Aqara Presence Sensor FP2
Pro
- Erkennt Personen auch ohne Bewegung – echte Präsenz statt reiner Bewegungsmeldung
- Bis zu 5 Personen gleichzeitig, bis zu 30 einteilbare Zonen
- Kameralos, damit datenschutzfreundlich
- Sturzerkennung und Schlaftracking als Zusatzfunktionen
- 3er-Set senkt den Stückpreis von 82,99 € auf ca. 61 €
Contra
- Benötigt dauerhafte USB-C-Stromversorgung, Netzteil nicht im Lieferumfang
- Gelegentliche Fehlerkennungen bei schnellen Bewegungen laut Testberichten
- Matter-Anbindung über HomeKit-QR-Code laut Nutzerberichten noch nicht durchgängig stabil
- Deutlich teurer als klassische PIR-Bewegungsmelder
- Volle Funktionsvielfalt oft nur mit Aqara-App/-Hub statt reiner Drittanbieter-Integration
Fazit
Unsere Einschätzung: Der Aqara Presence Sensor FP2 löst ein echtes Problem klassischer Bewegungsmelder – das lästige Abschalten während stiller Tätigkeiten – mit solider Radar-Technik und sinnvollen Zusatzfunktionen wie Sturzerkennung, ganz ohne Kamera. Das 3er-Set drückt den sonst hohen Stückpreis auf ein vertretbares Niveau. Wer einfach nur Licht per Bewegung schalten will, ist mit einem günstigen PIR-Sensor besser bedient; wer echte Präsenzautomationen oder ein datenschutzfreundliches Sicherheitsnetz für Angehörige sucht, bekommt hier ein ausgereiftes, wenn auch nicht perfektes Werkzeug.
Häufige Fragen
Was kostet das Aqara Presence Sensor FP2 3er-Set?
184 € (eigener Preis-Wächter bei tink DE, Stand 25.07.2026) statt 249 € UVP – rund 61 € pro Sensor statt 82,99 € im Einzelkauf.
Wie unterscheidet sich der FP2 von einem klassischen Bewegungsmelder?
Klassische PIR-Bewegungsmelder brauchen Bewegung, um auszulösen. Der FP2 nutzt mmWave-Radar und erkennt Menschen auch im Stillstand – etwa beim Sitzen, Liegen oder Schlafen.
Braucht der FP2 dauerhaft Strom?
Ja, über USB-C. Ein Netzteil liegt laut Hersteller nicht bei. Reiner Akkubetrieb ist wegen der kontinuierlichen Radar-Messung nicht vorgesehen.
Set sichern?
Der Aktionspreis für das 3er-Set gilt erfahrungsgemäß nicht dauerhaft.
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