Transparenz: Dieser Beitrag enthält Affiliate-Links (*). Kaufen Sie darüber, erhalten wir eine Provision – der Preis ändert sich für Sie nicht. Dies ist ein Launch-Check auf Datenbasis: Wir ordnen die Herstellerangaben und die verfügbaren Fachmedien-Einschätzungen ein, ein unabhängiger Langzeittest liegt für dieses sehr frische Modell noch nicht vor.

Rund 15 Jahre lang war Homematic IP in erster Linie für Heizung, Rollläden und Steckdosen zuständig – Kameras kamen, wenn überhaupt, von Partnern wie EZVIZ und wurden nur in die App eingebunden. Mit einer sechsteiligen Kamera-Serie ändert der Berliner Hersteller eQ-3 das nun grundlegend. Zwei Innenkameras, zwei Außenkameras, eine Außenlichtkamera und zwei Video-Türklingeln kommen als erste eigenentwickelte Sicherheitshardware auf den Markt. Die Akku-Außenkamera HmIP-COR ist darin die kabellose Variante für Standorte ohne feste Stromversorgung – Gartenzaun, Carport, Schuppen. Sie ist seit dem 1. Juni 2026 in Deutschland zu haben.

Die Kamera-Serie in einer Grafik

HOMEMATIC IP AKKU-AUSSENKAMERA Launch-Check · Verfügbar seit 1. Juni 2026 3 MP 2304×1296 110°/60°/130° 6 Mon. Akku-Standby 5.200 mAh IP65 wetterfest für draußen 256 GB microSD kein Abo nötig Die neue Kamera-Serie im Preisvergleich Innenkamera – basic 79,95 € Innenkamera – plus 119,95 € Akku-Außenkamera HmIP-COR 169,95 € UVP Außenlichtkamera 229,95 € Zusätzlich nötig ohne bestehendes System: Access Point 2 ab 59,95 € oder Home Control Unit. KI-Erkennung Personen, lokal auf dem Gerät PIR-Reichweite 110°, bis 10 m Quellen: homematic-ip.com, ELV (Herstellerangaben), smarthomeassistent.de, mobiflip.de · Grafik: SmartHome Kompass, Juli 2026

Infografik zum Teilen – Quellenangaben unten in der Grafik.

Technische Daten im Überblick

Sensor / Auflösung3 MP, 2304 × 1296 px effektive Pixel, 1–25 fps
Objektiv / Sichtfeld3,2 mm @ F2.0; 110° horizontal / 60° vertikal / 130° diagonal
NachtsichtInfrarot-Nachtsicht, zusätzliches LED-Licht für farbige Nachtaufnahmen bei Bewegung
BewegungserkennungPIR-Sensor, Erfassungswinkel 110°, Reichweite bis 10 m; KI-gestützte Personenerkennung zur Reduktion von Fehlalarmen
Akku5.200 mAh, bis zu 6 Monate Standby-Betrieb
SpeicherungmicroSD-Karte bis 256 GB (FAT32), lokal – kein Cloud-Zwang
AudioZwei-Wege-Audio im Halbduplex-Modus
WetterschutzIP65
VoraussetzungHomematic IP Access Point oder Home Control Unit zwingend erforderlich
AppHomematic IP App für Live-Video, Live-Audio und Einbindung in Automatisierungen
Preis169,95 € (ELV, Stand 23.07.2026) zzgl. Access Point ab 59,95 €, falls nicht vorhanden

Warum ausgerechnet jetzt eigene Kameras?

Die Antwort liegt im Ökosystem-Gedanken. Homematic IP hat sich über die Jahre als Backbone für Heizung, Rollläden, Steckdosen und Alarmanlage in Millionen deutschen Haushalten etabliert – Kameras waren dabei bisher ein blinder Fleck, der über die App-Anbindung von EZVIZ-Geräten notdürftig gefüllt wurde. Mit der neuen Serie schließt eQ-3 diese Lücke selbst: Innenkamera – basic (79,95 €) und Innenkamera – plus (119,95 €, mit Schwenk-Neige-Funktion und mechanischer Sichtschutzblende) für drinnen, die kabelgebundene Außenkamera HmIP-CO und die hier besprochene Akku-Außenkamera HmIP-COR (je 169,95 €) für draußen, dazu eine Außenlichtkamera mit dimmbarem LED-Licht bis 1.800 Lumen (229,95 €) sowie zwei Video-Türklingeln (je 199,95 €, dazu unser separater Launch-Check). Der Reiz für Bestandskunden: Eine Kamera, die nativ im Homematic-IP-System steckt, kann Bewegungen direkt mit Heizung, Licht oder Alarmanlage verknüpfen – „Kamera erkennt Person am Gartentor, Außenlicht schaltet ein" läuft dann ohne App-Umweg über Drittanbieter.

Akku statt Kabel – was das im Alltag bedeutet

Die HmIP-COR ist für Standorte gedacht, an denen keine Steckdose in Reichweite ist: am Gartenzaun, über der Garageneinfahrt, am Schuppen. Der 5.200-mAh-Akku soll laut Hersteller bis zu sechs Monate im Standby durchhalten – ein Wert, der stark von der Zahl der ausgelösten Aufnahmen abhängt, wie es bei akkubetriebenen Kameras grundsätzlich üblich ist. Aufgenommen wird auf einer microSD-Karte mit bis zu 256 GB, ganz ohne Cloud-Zwang. Das IP65-Gehäuse macht die Kamera wetterfest für den Dauereinsatz im Freien. Bei Dunkelheit schaltet ein Infrarot-Modus zu, bei erkannter Bewegung springt zusätzlich ein LED-Licht an, das auch nachts farbige statt reiner Schwarz-Weiß-Aufnahmen liefert – ein Feature, das man sonst eher von deutlich teureren Modellen kennt.

KI-Personenerkennung und der PIR-Sensor

Der klassische Bewegungsmelder (PIR) deckt einen Winkel von 110° bis zu 10 Metern Reichweite ab. Damit nicht jede vorbeiwehende Astbewegung einen Alarm auslöst, rechnet zusätzlich eine KI-gestützte Personenerkennung auf dem Gerät mit – sie soll gezielt Menschen von Tieren, Fahrzeugen oder Wetterphänomenen unterscheiden und damit die Zahl der Fehlalarme senken. Zum Marktstart nennt der Hersteller ausschließlich die Personenerkennung; eine gesonderte Fahrzeug- oder Tiererkennung, wie sie Reolink oder eufy inzwischen bieten, ist für die HmIP-COR nicht dokumentiert.

Das Ökosystem-Argument – und sein Preis

Der entscheidende Unterschied zu etablierten Standalone-Kameras von Ring, eufy oder Reolink steckt nicht in den technischen Daten, sondern in der Voraussetzung: Die HmIP-COR funktioniert ausschließlich zusammen mit einem Homematic IP Access Point oder der Home Control Unit als Zentrale – ohne diesen Zugangspunkt lässt sich die Kamera nicht in Betrieb nehmen. Wer bereits Homematic-IP-Nutzer ist (etwa über Heizkörperthermostate oder Fensterkontakte), hat diese Hürde längst genommen und bekommt eine Kamera, die sich nahtlos in bestehende Automatisierungen einfügt. Wer bei null anfängt, muss den Access Point 2 (ab 59,95 €) einkalkulieren – macht in Summe schnell über 230 € für den Einstieg, bevor überhaupt die erste Aufnahme gespeichert ist. Bei Ring, eufy oder Reolink genügt dagegen meist die kostenlose App plus WLAN, ein Hub ist optional oder liegt bei manchen Sets ohnehin schon bei.

Sie besitzen bereits einen Homematic IP Access Point oder eine Home Control Unit? Dann ist die HmIP-COR der günstigste Einstieg in die neue Kamera-Serie. Ohne bestehendes System lohnt ein Preisvergleich mit kompletten Einsteiger-Sets von eufy oder Reolink, die Hub und Kamera oft im Bundle anbieten.

HmIP-COR vs. Ring, eufy und Reolink

Auf dem Papier ist die HmIP-COR solide Mittelklasse, aber kein Auflösungswunder: 3 MP liegen unter den 4–5 MP, die viele Konkurrenzmodelle inzwischen bieten. Ihr Trumpf ist die tiefe Integration ins eigene Ökosystem plus der komplette Verzicht auf Cloud-Abo-Zwang. Reolink und eufy punkten dagegen mit deutlich größerer Marktreife, breiterer Smart-Home-Anbindung (Alexa, Google, teils HomeKit) und oft günstigeren Einstiegspreisen ohne Hub-Voraussetzung. Ring bietet das größte Zubehör-Ökosystem, verlangt für gespeicherte Aufnahmen aber ein laufendes Abo – genau das, was Homematic IP hier vermeidet.

ModellPreisBesonderheit
Homematic IP Akku-Außenkamera HmIP-COR169,95 € (+ Access Point)Tiefe Ökosystem-Integration, kein Abo, aber Hub-Pflicht
eufy SoloCam E42ca. 130–150 €Lokale Speicherung ohne Abo, breite App-Anbindung
Reolink Solar Floodlight Camca. 90–130 €Sehr günstig, kein Hub nötig, kein Abo
Ring Spotlight Cam Plus (Akku)ca. 130 €Größtes Ökosystem, Aufnahmen nur mit Abo

Preis und Verfügbarkeit

Die Akku-Außenkamera HmIP-COR kostet 169,95 € beim Hersteller-Handelspartner ELV (Stand 23.07.2026) und ist seit dem 1. Juni 2026 in Deutschland erhältlich. Ein unabhängiger Idealo- oder Geizhals-Bestpreis lag zum Recherchezeitpunkt noch nicht mit mehreren aktiven Angeboten vor – bei einem so frischen, markeneigenen Produkt ist das normal, der Preis dürfte sich in den kommenden Wochen über weitere Händler wie Amazon und tink einpendeln. Wer noch keinen Access Point besitzt, sollte die zusätzlichen rund 60 € für den Access Point 2 fest einplanen.

Für wen sich die HmIP-COR NICHT lohnt

Wer noch kein Homematic-IP-System besitzt und einfach nur schnell eine Kamera am Gartenzaun aufhängen möchte, zahlt mit Access Point drauf spürbar mehr als für eine vergleichbare Standalone-Kamera von Reolink oder eufy – ohne einen erkennbaren Bildqualitäts-Vorteil, denn 3 MP ist im Marktvergleich eher unterdurchschnittlich. Wer Wert auf Alexa- oder Google-Sprachsteuerung des Kamerabilds legt, sollte vorher prüfen, ob die entsprechende Integration zum Marktstart schon steht – Homematic IP kommuniziert primär die eigene App. Wer Fahrzeug- oder Tiererkennung braucht, um Fehlalarme durch die Nachbarskatze zu vermeiden, geht bei der HmIP-COR laut aktueller Datenlage leer aus, das Modell erkennt nur Personen. Und wer generell skeptisch gegenüber der ersten Produktgeneration einer Marke ist, die bislang keine eigenen Kameras gebaut hat, wartet besser die ersten unabhängigen Langzeittests ab, bevor er investiert.

Fazit: Konsequent, aber nur für die eigene Zielgruppe konsequent gut

Unsere Einordnung: Die Akku-Außenkamera HmIP-COR ist kein Ausreißer nach oben bei Auflösung oder Funktionsumfang, sondern ein solides, wetterfestes Modell mit einem klaren Alleinstellungsmerkmal: der nativen Einbindung in ein Smart-Home-System, das in Deutschland bereits sehr verbreitet ist. Für bestehende Homematic-IP-Haushalte ist sie damit eine naheliegende, sinnvolle Ergänzung – Bewegungen an der Kamera lassen sich direkt mit Licht, Heizung oder Alarmanlage verknüpfen, ganz ohne Cloud-Abo. Für alle anderen lohnt sich zuerst der Blick auf den Gesamtpreis inklusive Access Point, und ein Vergleich mit reinen Standalone-Kameras, die ohne diese Zusatzinvestition auskommen. Ein ausführlicher Praxistest großer Fachmedien steht noch aus – wir aktualisieren diesen Launch-Check, sobald belastbare Langzeiterfahrungen vorliegen.

Häufige Fragen

Was kostet die Homematic IP Akku-Außenkamera HmIP-COR?

169,95 € beim Hersteller-Handelspartner ELV (Stand 23.07.2026). Ohne bestehenden Access Point kommen rund 60 € für den Access Point 2 dazu.

Ist das wirklich die erste eigene Kamera von Homematic IP?

Ja. Bisher wurden nur Partner-Kameras von EZVIZ per App eingebunden. Die neue Serie mit Innen-, Außen- und Lichtkameras sowie zwei Video-Türklingeln ist die erste eigenentwickelte Hardware dieser Art von eQ-3.

Läuft die Kamera ohne Abo?

Ja. Aufnahmen landen lokal auf einer microSD-Karte mit bis zu 256 GB. Eine monatliche Gebühr für Grundfunktionen ist nicht bekannt.

Zum Marktstart verfügbar

Sobald unabhängige Langzeittests vorliegen, aktualisieren wir diesen Launch-Check.

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