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Die meisten Balkonkraftwerk-Speicher hängen zwischen Solarmodul und Wechselrichter – wer nachrüsten will, muss also an seine Verkabelung. Der Zendure SolarFlow 1600 AC+ geht einen anderen Weg: Er wird einfach parallel an eine Schuko-Steckdose gehängt und speichert den Strom, der gerade nicht im Haus gebraucht wird. Das macht ihn zum unkompliziertesten Nachrüst-Speicher seiner Klasse – und mit einem Preisvergleich-Bestpreis ab rund 519 € auch zum günstigsten Einstieg. Hier ist unser Launch-Check auf Basis der offiziellen Daten und der ersten unabhängigen Einschätzungen.
Der SolarFlow 1600 AC+ in einer Grafik
Infografik zum Teilen – Quellenangaben unten in der Grafik.
Technische Daten im Überblick
| Kapazität | 1,92 kWh, modular erweiterbar bis 11,52 kWh (max. 6 Module) |
| Zelltyp | LiFePO4 |
| Erweiterung | Haupteinheit + bis zu 5 Zusatzakkus AB2000X, stapelbar oder freistehend |
| Architektur | AC-gekoppelt, parallel an Schuko-Steckdose (Nachrüst-Speicher) |
| AC-Ausgang | werkseitig 800 W, per App nach TAB-Freigabe bis 1.600 W; netzgestützt kurzfristig bis 2.200 W |
| Off-Grid / Notstrom | 1.400 VA (Einzel) bzw. 1.600 VA (mit Zusatzakku) |
| Solareingang | kein direkter PV-/MPPT-Eingang (siehe Einordnung) |
| Laden aus dem Netz | möglich, optimierbar über dynamische Stromtarife |
| Messung / Steuerung | Zendure-App; Smart-Meter Zendure 3CT-S oder Shelly; RJ45; ca. 1-W-Präzision, ~3-s-Reaktion |
| Konnektivität | Wi-Fi 4, Bluetooth 5.0 |
| Schutzart / Kühlung | IP65, passiv gekühlt |
| Temperaturbereich | Laden 0…+55 °C, Entladen −20…+60 °C |
| Garantie | 10 Jahre auf Haupteinheit und Akkus |
| Vorgestellt | 10. Februar 2026 (Modellnr. ZDSF1600AC+, EAN 6976552198677) |
| Preis | ab ca. 519 € (Preisvergleich, Stand 27.06.2026) |
Wie der AC-Speicher funktioniert
Der entscheidende Unterschied zu vielen Konkurrenten steckt im Wort „AC-gekoppelt“. Klassische Balkonspeicher sitzen im Gleichstromkreis zwischen Solarmodul und Wechselrichter – ein Nachrüsten bedeutet dort, die bestehende Verkabelung aufzutrennen. Der SolarFlow 1600 AC+ wird dagegen schlicht parallel an eine vorhandene Schuko-Steckdose angeschlossen. Über das mitgelieferte oder kompatible Smart-Meter (Zendure 3CT-S oder ein Shelly-Gerät) misst er den Hausverbrauch mit etwa 1 Watt Präzision und reagiert in rund drei Sekunden: Ist gerade Überschuss da, wird geladen; steigt der Verbrauch, speist der Speicher gezielt nach.
Werkseitig gibt er die in Deutschland gesetzeskonformen 800 Watt ab. Per App lässt sich der Ausgang – nach Freigabe gemäß den Technischen Anschlussbedingungen (TAB) und mit Zusatzakku – auf bis zu 1.600 Watt erhöhen, netzgestützt sind kurzfristig sogar 2.200 Watt möglich. Für Stromausfälle gibt es zusätzlich eine Off-Grid-Buchse mit 1.400 VA (Einzelgerät) bzw. 1.600 VA mit Zusatzakku. Auch das Laden aus dem Netz beherrscht er – praktisch, um in Kombination mit einem dynamischen Stromtarif günstige Nachtstunden zu nutzen.
Die ehrliche Einordnung: ein Detail, das man kennen muss
So komfortabel die Steckdosen-Lösung ist – sie hat eine wichtige Kehrseite: Der SolarFlow 1600 AC+ besitzt keinen eigenen Solar- bzw. MPPT-Eingang. Man kann also keine PV-Module direkt anschließen. Wer Solarstrom in den Speicher bekommen will, braucht weiterhin einen separaten Mikrowechselrichter, der die Module in die Off-Grid-Buchse einspeist. Das unterscheidet ihn deutlich von Speichern mit integriertem Solareingang, die Modul und Speicher in einem Gerät vereinen. Für ein bestehendes Balkonkraftwerk, das bereits einen Wechselrichter hat, ist das unproblematisch – als alleinige Komplettlösung für einen Neueinstieg ist es eine echte Einschränkung.
Für wen lohnt sich die AC-Nachrüstung also? Vor allem für alle, die schon ein Balkonkraftwerk betreiben und ihren Eigenverbrauch erhöhen wollen, ohne erneut an die Modulverkabelung zu gehen oder einen Elektriker zu bestellen. Die 800-Watt-Einstellung ab Werk hält die gesetzliche Bagatellgrenze ein; mehr Leistung ist möglich, setzt aber die TAB-Freigabe des Netzbetreibers voraus – das sollte man nicht eigenmächtig umgehen. Ob sich ein Speicher für Ihre Anlagengröße überhaupt rechnet, zeigt unser Balkonkraftwerk-Rechner; die Hintergründe liefert der Ratgeber zur Speicher-Wirtschaftlichkeit.
Was er kostet – und wie er sich einordnet
Beim Preis lohnt der genaue Blick. Den Launchpreis nennt Notebookcheck mit 599 €; im Zendure-Shop war das Modell zeitweise für 649 € (von 849 €) gelistet. Im freien Preisvergleich ist er inzwischen günstiger: ab ca. 519 € (Stand 27. Juni 2026), die Spanne reicht etwa bis 718 €. Rechnet man die Kapazität gegen, ergeben sich laut energienerds.de bei 599 € rund 312 €/kWh in der Basis und etwa 269 €/kWh im Vollausbau – ein Wert, der sich für einen Nachrüst-Speicher sehen lassen kann.
Im Vergleich zur Konkurrenz: Der Anker SOLIX 3 E2700 Pro bietet 2,7 kWh für rund 819 €, der Marstek Venus E mit 5,12 kWh ab etwa 1.099 € (≈ 215 €/kWh) ist der Preis-Leader bei großen Kapazitäten, und die nächstgrößere Stufe im eigenen Haus, der Zendure SolarFlow 2400 Pro, startet ab rund 949 €. Damit ist der SolarFlow 1600 AC+ mit ~519–599 € für 1,9 kWh der günstigste Einstieg dieser Gruppe – der Preis dafür ist der fehlende integrierte Solareingang.
Pro und Contra: SolarFlow 1600 AC+ (Stand Launch-Check)
Pro
- AC-gekoppelt: Nachrüsten ohne Eingriff in die Modulverkabelung
- Günstigster Einstieg der Klasse (ab ca. 519 €, ≈ 269–312 €/kWh)
- Modular von 1,9 bis 11,5 kWh ausbaubar (LiFePO4)
- IP65 und passiv gekühlt – für draußen geeignet
- Smart-Meter-Steuerung (Zendure 3CT-S oder Shelly), ~1 W Präzision, ~3 s Reaktion
- 10 Jahre Garantie auf Haupteinheit und Akkus
Contra
- Kein direkter PV-/MPPT-Eingang – Solar nur über separaten Mikrowechselrichter
- Mehr als 800 W AC-Ausgang nur mit TAB-Freigabe des Netzbetreibers
- Nur Wi-Fi 4 / Bluetooth 5.0
- Langzeit-Praxiswerte fehlen naturgemäß noch (frische Markteinführung)
Für wen lohnt sich der SolarFlow 1600 AC+?
Unsere Einordnung zum Launch: Der Zendure SolarFlow 1600 AC+ ist der unkomplizierteste und günstigste Weg, ein bestehendes Balkonkraftwerk um einen Speicher zu erweitern. Wer bereits einen Mikrowechselrichter und Module betreibt und seinen Eigenverbrauch ohne Elektriker und ohne Kabelumbau erhöhen will, bekommt hier ein wetterfestes, modular wachsendes System zu einem fairen €/kWh-Preis – mit langer Garantie. Der erste unabhängige Test von energienerds.de vergibt dafür 4 von 5 Punkten und lobt unter anderem IP65 und die Shelly-Kompatibilität; die Testreihe von homeandsmart.de zeichnet ein ähnliches Bild. Wer dagegen neu einsteigt und eine echte All-in-one-Lösung mit integriertem Solareingang sucht, sollte den fehlenden PV-Anschluss einkalkulieren und gegebenenfalls zu einem Speicher mit eigenem MPPT greifen. Unseren Deal-Alarm zu abonnieren lohnt sich, wenn der Preis weiter fällt.
Quellen: Notebookcheck (Launch 10.02.2026, Startpreis 599 €), energienerds.de (Test, 4/5), homeandsmart.de (SolarFlow-Testreihe), Herstellerangaben Zendure.
Häufige Fragen
Was kostet der Zendure SolarFlow 1600 AC+?
Im Preisvergleich startet er bei rund 519 € (Stand 27.06.2026), die Spanne reicht etwa bis 718 €. Der Launchpreis lag laut Notebookcheck bei 599 €, im Zendure-Shop war er zeitweise für 649 € (von 849 €) zu haben.
Hat der SolarFlow 1600 AC+ einen Solareingang?
Nein. Er ist ein reiner AC-gekoppelter Nachrüst-Speicher und wird parallel an eine Schuko-Steckdose gehängt – nicht zwischen Modul und Wechselrichter. Einen eigenen PV-/MPPT-Eingang gibt es nicht; Solarstrom wird über einen separaten Mikrowechselrichter in die Off-Grid-Buchse eingespeist.
Lässt sich der SolarFlow 1600 AC+ erweitern?
Ja. Die Haupteinheit bietet 1,92 kWh und lässt sich mit bis zu fünf Zusatzakkus AB2000X auf maximal 11,52 kWh (sechs Module) ausbauen – stapelbar oder freistehend, mit LiFePO4-Zellen.
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Der Preisvergleich-Bestpreis lag zuletzt bei rund 519 € – Tagespreise schwanken.
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