Transparenz: Dieser Beitrag enthĂ€lt Affiliate-Links (*). Kaufen Sie darĂŒber, erhalten wir eine Provision – der Preis Ă€ndert sich fĂŒr Sie nicht. Dies ist ein Launch-Check auf Basis der Hersteller- und HĂ€ndlerangaben zum Vorbestellstart – ein eigener Praxistest folgt nach Lieferung ab Oktober 2026.

Ende Juni 2026 stellte Marstek auf der Intersolar Europe in MĂŒnchen seine neue Venus-E-Familie vor: vier Speicher zwischen 2 und 30 kWh, die sich alle per Steckdose statt per Elektrofachkraft-Einsatz nachrĂŒsten lassen. WĂ€hrend die kleinste Variante, der Venus E Mini, seit Juli bereits ausgeliefert wird, ist der mittlere Venus E 4.0 seit Mitte August 2026 bei deutschen FachhĂ€ndlern vorbestellbar – fĂŒr 1.049 €, mit Lieferung ab Oktober. Das Problem: Wer jetzt bestellt, verlĂ€sst sich auf Zahlen aus Pressemitteilungen und HĂ€ndler-Landingpages, nicht auf ein vollstĂ€ndiges technisches Datenblatt. Wir zeigen, was schon feststeht, wo sich Hersteller- und HĂ€ndlerangaben widersprechen und fĂŒr wen die Vorbestellung trotzdem Sinn ergibt.

Der Marstek Venus E 4.0 in einer Grafik

MARSTEK VENUS E 4.0 Launch-Check · Vorbestellbar seit August 2026 5 kWh KapazitĂ€t bis 15 kWh koppelbar 3.000 W bidirektional Notstrom < 10 ms ~47 kg Gewicht AC-gekoppelt, Plug-in Okt. 2026 Lieferstart Vorbestellung seit Aug. Venus E 4.0 vs. VorgĂ€nger Venus E 3.0 Venus E 4.0 (neu) 5 kWh · 3.000 W · ab 1.049 € Venus E 3.0 (VorgĂ€nger) 5,12 kWh · 2.500 W · ab ca. 999 € Mehr Leistung, Ă€hnliche KapazitĂ€t, Ă€hnlicher Preisbereich Vorbestellpreis 1.049 € RegulĂ€r 1.154 € · 0% MwSt. Unser Ersteindruck 6,5 / 10 Datenblatt-LĂŒcken drĂŒcken die Note Quellen: homeandsmart.de, blogspan.net, balkon-kraft-werke.de, geizhals.de · Grafik: SmartHome Kompass, August 2026

Infografik zum Teilen – Quellenangaben unten in der Grafik.

Technische Daten im Überblick

KapazitĂ€t5 kWh, erweiterbar ĂŒber SmartBox-Modul auf bis zu 15 kWh
Leistung3.000 W bidirektional (Lade-/Entladeleistung)
Notstromumschaltunglaut Hersteller unter 10 ms
NotstromleistungHersteller nennt 3 kW, ein deutscher HĂ€ndler nennt 2 kW – Widerspruch zum Redaktionsschluss ungeklĂ€rt
KopplungsartAC-Speicher, wird an bestehende PV-Anlage/Steckdose gekoppelt, kein eigener Solareingang
Erweiterung Ganzhaus-NotstromÜber SmartBox koppelbar mit bis zu drei GerĂ€ten (bis 9 kW / 15 kWh)
Gewichtca. 47 kg
Fehlende Angaben (Stand 18.08.2026)Exakte Abmessungen, IP-Schutzklasse, Zyklenzahl – offizielles Datenblatt noch nicht vollstĂ€ndig
Preis1.049 € Vorbestellpreis (regulĂ€r 1.154 €), 0 % MwSt. fĂŒr PV-Speicher in Deutschland
VerfĂŒgbarkeitVorbestellbar seit Mitte August 2026, Lieferung ab Oktober 2026

Das Problem: Kaufen, bevor die Zahlen feststehen

Wer einen Speicher fĂŒr ĂŒber 1.000 € vorbestellt, will eigentlich zwei Dinge wissen: Passt er zur eigenen Anlage, und hĂ€lt er, was das Marketing verspricht? Beim Venus E 4.0 lĂ€sst sich das derzeit nur teilweise beantworten. Die Fachpresse berichtete unmittelbar nach der Intersolar-Vorstellung Ende Juni 2026 von den Eckdaten – 5 kWh, 3.000 W, SmartBox-Erweiterung –, ein vollstĂ€ndiges Herstellerdatenblatt mit Abmessungen, Schutzklasse und Zyklenzahl war jedoch auch Mitte August, zum Vorbestellstart, noch nicht veröffentlicht. Hinzu kommt ein handfester Widerspruch: WĂ€hrend der Hersteller fĂŒr die Notstromfunktion 3 kW angibt, nennt ein deutscher FachhĂ€ndler auf seiner Verkaufsseite nur 2 kW. Beide Angaben können nicht gleichzeitig stimmen, und bis zur Lieferung ab Oktober 2026 lĂ€sst sich das nicht unabhĂ€ngig nachmessen.

Das ist kein Einzelfall bei Vorbestellungen frisch vorgestellter Hardware – wir haben das bei der Ring Peephole Camera 2K Ă€hnlich eingeordnet –, aber es bedeutet: Wer jetzt bestellt, kauft eine Prognose, keine geprĂŒfte Tatsache. Der Hersteller wirbt zudem mit „bis zu 1.509 € Einsparung pro Jahr" – eine Zahl, die ohne Rechenweg oder Haushaltsannahmen dasteht und die wir hier bewusst nicht unkommentiert ĂŒbernehmen.

Was der Speicher können soll: Plug-in statt Elektrofachkraft

Das grundsĂ€tzliche Versprechen der gesamten Venus-E-Familie ist NachrĂŒstbarkeit ohne große Installation: Der Venus E 4.0 ist ein AC-gekoppelter Speicher, der nicht direkt an die Solarmodule angeschlossen wird, sondern zwischen bestehende Wechselrichter oder Steckdosen-Balkonkraftwerke gehĂ€ngt wird. Das senkt die EinstiegshĂŒrde gegenĂŒber DC-gekoppelten Systemen, die meist eine Elektrofachkraft brauchen. Mit 3.000 W bidirektionaler Leistung liegt er ĂŒber dem VorgĂ€nger Venus E 3.0 (2.500 W) und soll laut Hersteller innerhalb von unter 10 Millisekunden auf Notstrom umschalten – schnell genug, dass die meisten HaushaltsgerĂ€te den Netzausfall gar nicht bemerken, sofern die Angabe zutrifft.

Wer mehr als 5 kWh braucht, koppelt ĂŒber ein separates SmartBox-Modul bis zu drei GerĂ€te – macht in der Spitze 9 kW Leistung und 15 kWh KapazitĂ€t, genug fĂŒr einen kompletten Balkonkraftwerk-Haushalt mit Abendspitzenlast. Diese Erweiterbarkeit ist der eigentliche Verkaufsgrund gegenĂŒber Einsteigerspeichern wie dem Venus E Mini, der bei 2 kWh und 1,5 kW deckelt.

Was der VorgĂ€nger Venus E 3.0 ĂŒber die Marke verrĂ€t

Da der Venus E 4.0 selbst noch nicht ausgeliefert wird, lohnt ein Blick auf die bereits am Markt erhĂ€ltliche VorgĂ€ngergeneration Venus E 3.0 – sie liegt aktuell laut Geizhals-Preisvergleich bei rund 999 bis 1.049 € fĂŒr 5,12 kWh und 2.500 W. Ein Praxis-Datencheck von balkon-kraft-werke.de bescheinigt der Venus-E-Serie ein „sehr starkes Preis-Leistungs-VerhĂ€ltnis" bei rund 240 €/kWh sowie einen nahezu lautlosen Passivbetrieb – lobt zugleich aber, dass die Steuerung offline funktioniert, ohne Cloud-Zwang. Kritikpunkte sind eine App, die „weniger intuitiv als die Anker-Konkurrenz" sei, sowie eine Tibber-Integration mit 5 bis 10 Minuten Verzögerung. Wenn sich diese StĂ€rken und SchwĂ€chen beim 4.0 wiederholen – wonach es aufgrund derselben Plattform aussieht –, bekommt man ein technisch potentes, aber softwareseitig kantiges GerĂ€t.

Wer den Einstiegsspeicher der Familie sucht: Unser Test des Marstek Venus E Mini zeigt das bereits ausgelieferte 2-kWh-Modell im Detail.

Pro und Contra: Marstek Venus E 4.0 (Stand Vorbestellung)

Pro

  • AC-Kopplung ohne Elektrofachkraft nachrĂŒstbar
  • 3.000 W bidirektional – mehr Leistung als der VorgĂ€nger
  • Über SmartBox auf bis zu 9 kW / 15 kWh erweiterbar
  • 0 % Mehrwertsteuer auf PV-Speicher senkt den effektiven Preis
  • VorgĂ€ngerplattform (Venus E 3.0) gilt laut Praxistest als Preis-Leistungs-Tipp

Contra

  • Offizielles Datenblatt zum Vorbestellstart unvollstĂ€ndig
  • WidersprĂŒchliche Angaben zur Notstromleistung (3 kW vs. 2 kW)
  • Keine Angaben zu IP-Schutzklasse und Zyklenzahl
  • Lieferung erst ab Oktober 2026 – kein unabhĂ€ngiger Test bislang möglich
  • App laut Praxiserfahrungen zur VorgĂ€ngergeneration wenig intuitiv

FĂŒr wen sich der Marstek Venus E 4.0 NICHT lohnt

Wer sofort einen Speicher braucht, weil zum Beispiel eine bestehende Anlage ungenutzten Solarstrom verschenkt, ist mit der Lieferzeit ab Oktober 2026 schlecht bedient – hier lohnt der Blick auf bereits lieferbare Alternativen wie den Venus E 3.0 oder etablierte Modelle anderer Hersteller. Wer maximale Planungssicherheit will und grundsĂ€tzlich keine GerĂ€te kauft, deren technisches Datenblatt beim Bestellzeitpunkt noch lĂŒckenhaft ist, sollte den offiziellen Marktstart abwarten, statt jetzt vorzubestellen. Und wer ohnehin schon einen DC-gekoppelten Speicher mit direktem Solareingang besitzt, gewinnt durch den AC-gekoppelten Venus E 4.0 keinen technischen Vorteil – er wĂŒrde ein zweites, redundantes System kaufen.

FĂŒr wen lohnt sich der Marstek Venus E 4.0?

Unsere EinschĂ€tzung zur Vorbestellung: Auf dem Papier ist der Venus E 4.0 ein solider Fortschritt gegenĂŒber dem bereits gut bewerteten Venus E 3.0 – mehr Leistung, mehr Erweiterbarkeit, ein fairer Preis dank Steuerbefreiung. Dass Hersteller und Handel sich bei der Notstromleistung widersprechen und das Datenblatt LĂŒcken hat, ist jedoch kein Kleinigkeit bei einem vierstelligen Betrag. Wer ohnehin bis Oktober Zeit hat und den etwas kantigen App-Charakter der Marke aus der VorgĂ€ngergeneration akzeptiert, kann vorbestellen – alle anderen warten besser auf das vollstĂ€ndige Datenblatt oder unseren Praxistest nach Lieferung. Deal-Alarm abonnieren lohnt sich, um den Test nicht zu verpassen.

HĂ€ufige Fragen

Was kostet der Marstek Venus E 4.0?

1.049 € als Vorbestellpreis bei einem deutschen FachhĂ€ndler (Stand 18.08.2026), regulĂ€r werden 1.154 € genannt. PV-Speicher sind in Deutschland mit 0 % Mehrwertsteuer belegt. Lieferung ist ab Oktober 2026 angekĂŒndigt.

Was kann der Marstek Venus E 4.0?

5 kWh KapazitĂ€t, 3.000 W bidirektionale Lade-/Entladeleistung, Notstromumschaltung laut Hersteller unter 10 Millisekunden. Über ein SmartBox-Modul lassen sich bis zu drei GerĂ€te koppeln – macht bis zu 9 kW und 15 kWh.

FĂŒr wen lohnt sich der Marstek Venus E 4.0?

FĂŒr preisbewusste Haushalte mit bestehender PV- oder Balkonkraftwerk-Anlage, die einen AC-gekoppelten NachrĂŒstspeicher suchen und mit einer Vorbestellung ohne vollstĂ€ndiges Datenblatt leben können.

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Lieferung ab Oktober 2026 – Vorbestellpreise können sich bis zum Marktstart Ă€ndern.

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