Transparenz: Dieser Beitrag enthält Affiliate-Links (*). Kaufen Sie darüber, erhalten wir eine Provision – der Preis ändert sich für Sie nicht. Der Maxxicharge V2+ wird ausschließlich direkt vom Hersteller verkauft; der Link dorthin ist kein Affiliate-Link.

Ein Balkonkraftwerk ohne Speicher verschenkt den größten Teil seiner Ernte: Die Sonne liefert mittags am meisten, verbraucht wird der Strom aber morgens und abends. Genau in diese Lücke zielt seit Jahren die Maxxicharge-Reihe des Hallenser Herstellers Maxxisun – und mit dem Maxxicharge V2+ zielt sie deutlich höher als bisher. Der neue Speicher ist nicht länger nur für zwei Module am Geländer gedacht, sondern für Anlagen, die man früher ohne Weiteres als Dach-Photovoltaik bezeichnet hätte.

Bis zum 24. August 2026 ließ sich das nicht überprüfen: Es gab eine Ankündigung, aber keinen Preis und keine Bestellmöglichkeit. Seit dem Verkaufsstart gibt es beides. Wir haben die Produktseiten am 25. August 2026 abgerufen und die Zahlen gegen die veröffentlichten Datenblätter (Stand 21.07.2026) sowie gegen die Berichte von COMPUTER BILD und IMTEST geprüft.

Der Maxxicharge V2+ in einer Grafik

MAXXICHARGE V2+ Launch-Check · Preise gemessen am 25. August 2026 5 kWh M-5.0 V2+ (auch 3 kWh) LiFePO4, 10.000 Zyklen 80 kWh max. Ausbau, bis 16 Speicher 2.300 W Notstrom, kurz 3.660 W USV-Umschaltung < 20 ms IP65 Alu-Gehäuse, Heizung −20 bis +55 °C Anschließbare Modulleistung je Speicher M-5.0 V2+ (Ost-West) 6.000 Wp M-3.0 V2+ (Ost-West) 4.000 Wp Bei reiner Südausrichtung jeweils die Hälfte (3.000 bzw. 2.000 W) Startsystem: CCU V2+ und M-5.0 V2+ 1.848 € statt 2.228 € Unser Ersteindruck 8,2 / 10 Quellen: maxxisun.de (Datenblätter Stand 21.07.2026, Preise abgerufen 25.08.2026), COMPUTER BILD, IMTEST · Grafik: SmartHome Kompass, August 2026

Infografik zum Teilen – Quellenangaben unten in der Grafik.

Technische Daten im Überblick

SystemaufbauSteuereinheit CCU V2+ 2300 W plus mindestens ein Speicher
SpeichergrößenM-3.0 V2+ mit 3 kWh, M-5.0 V2+ mit 5 kWh (mischbar)
Zellchemie / SpannungLiFePO4, 51,2 V Systemspannung
Zyklenfestigkeit8.000 Zyklen (M-3.0), 10.000 Zyklen (M-5.0)
PV-EingangM-3.0: bis 4.000 Wp Ost-West / 2.000 W Süd · M-5.0: bis 6.000 Wp Ost-West / 3.000 W Süd
Max. Ausgangsleistung Speicher2.508,8 W (M-3.0) bzw. 3.584 W (M-5.0)
Einspeisung / Notstrom (CCU)2.300 W netzgekoppelt, 2.300 W Offgrid, kurzzeitig 3.660 W (< 5 s)
Umschaltzeit Ersatzstrom7 s Standard, < 20 ms im unterbrechungsfreien Betrieb (dann 25 W Standby)
RegelverhaltenReaktion < 2 s (abhängig vom Smart Meter), 99,9 % Genauigkeit nach 3 s
Ausbaubis 16 Speicher (80 kWh), bis 3 CCUs (bis 6.900 W)
Schutz / TemperaturIP65, −20 bis +55 °C, integrierte Heizung, passive Kühlung
Maße / GewichtM-3.0: 362 × 382 × 322 mm, 32 kg · M-5.0: 362 × 380 × 404 mm, 45,6 kg
Garantie10 Jahre, gegen Aufpreis auf 15 Jahre erweiterbar
Preise (maxxisun.de, Stand 25.08.2026)CCU 599 € · M-3.0 749 € · M-5.0 1.249 €
Ersteindruck8,2 / 10

Was am V2+ wirklich neu ist

Der auffälligste Unterschied zur bisherigen Maxxicharge V2 ist die Größenordnung. Statt eines Speichers am Balkon beschreibt Maxxisun jetzt ein System, das auf bis zu 16 Module wächst – rechnerisch 80 Kilowattstunden. Zum Vergleich: Ein durchschnittlicher deutscher Zwei-Personen-Haushalt verbraucht laut Verbraucherzentrale rund 2.500 kWh im Jahr, also gut sieben Kilowattstunden am Tag. Wer den Vollausbau fährt, redet nicht mehr über Balkonstrom, sondern über ein Hausspeichersystem – nur eben in Steckerbauweise und ohne Wandmontage im Keller.

Der zweite Punkt ist die Modulleistung. Ein einzelner M-5.0 V2+ nimmt bis zu 6.000 Wattpeak in Ost-West-Ausrichtung auf, verteilt auf drei MC4-Stränge. Der Trick dahinter ist keine Zauberei, sondern Physik: Module, die nach Osten und nach Westen zeigen, liefern nie gleichzeitig ihr Maximum – die Ladeleistung des Speichers deckelt bei 3.000 W. Genau deshalb hält der Hersteller bei reiner Südausrichtung auch nur die Hälfte fest. Das ist eine ehrliche Angabe, die in Werbetexten gern untergeht.

Neu ist drittens der von Maxxisun „Voltage Boost“ genannte Ansatz: Die Module werden in Reihe geschaltet, die Systemspannung steigt auf 60 bis 120 Volt. Der Hersteller nennt dafür bis zu 70 Prozent weniger benötigtes Solarkabel und bis zu elf Prozent höheren Wirkungsgrad. Physikalisch ist die Richtung unstrittig – höhere Spannung bedeutet weniger Strom bei gleicher Leistung und damit geringere Leitungsverluste. Die konkreten Prozentzahlen sind allerdings Herstellerangaben, die wir mangels Testgerät nicht nachmessen konnten.

Die CCU V2+: Steuerzentrale und Notstromquelle

Das Herzstück jedes V2+-Systems ist die neue CCU V2+ 2300 W. Sie ist Wechselrichter, Regler und Bedienfeld in einem und trägt ein 6,9 Zoll großes Touchdisplay auf der Front. Interessant ist vor allem der Notstromteil: Über eine Schutzkontaktbuchse und einen AC-Festanschluss liefert sie bis zu 2.300 Watt, kurzzeitig bis 3.660 Watt. Im Standardmodus schaltet sie bei Netzausfall nach sieben Sekunden um; wer den unterbrechungsfreien Modus wählt, bekommt eine Umschaltzeit unter 20 Millisekunden – bezahlt das aber mit 25 Watt Dauerverbrauch im Bereitschaftsbetrieb statt fünf.

Diese 25 Watt sind eine Zahl, die man vor dem Kauf ausrechnen sollte: Über ein Jahr sind das rund 175 Kilowattstunden allein für die Bereitschaft. Wer keine empfindliche Technik am Notstromkreis hängen hat, fährt mit den sieben Sekunden Umschaltzeit deutlich sparsamer.

Das Regelverhalten gibt Maxxisun mit einer internen Reaktionszeit von 400 Millisekunden und einer Genauigkeit von 99,9 Prozent nach drei Sekunden an – wobei das Datenblatt selbst dazuschreibt, dass die tatsächliche Reaktionszeit vom eingesetzten Smart Meter abhängt. Auch das ist bemerkenswert offen formuliert.

Preise: Was das System heute wirklich kostet

Wir haben die Preise am 25. August 2026 direkt im Hersteller-Shop abgerufen. Alle drei Komponenten waren zu diesem Zeitpunkt als lieferbar gekennzeichnet:

CCU V2+ 2300 W (Pflichtbestandteil)599 € statt 729 €
Speicher M-3.0 V2+ (3 kWh)749 € statt 899 €
Speicher M-5.0 V2+ (5 kWh)1.249 € statt 1.499 €
Kleinstes lauffähiges System (CCU + 3 kWh)1.348 €
System mit 5 kWh1.848 €

Zwei Dinge gehören dazu gesagt. Erstens weist der Shop die Preise inklusive null Prozent Mehrwertsteuer und zuzüglich Versand aus – der Nullsteuersatz für Photovoltaikkomponenten für Wohngebäude ist also bereits eingerechnet, es kommt nichts mehr obendrauf, aber die Versandkosten fehlen in der Rechnung oben. Zweitens läuft der Verkauf ausschließlich direkt über den Hersteller. Einen Preisvergleich über Händler wie bei Anker, Zendure oder EcoFlow gibt es hier schlicht nicht – der Preis ist, was Maxxisun aufruft. Ein Rabatt von 17 Prozent klingt gut, aber die Referenz dafür setzt derselbe Anbieter.

Ausgeliefert wird laut Hersteller ab dem 20. September 2026. Wer sich vor dem Verkaufsstart registriert hatte, bekam zusätzlich einen 300-Euro-Gutschein auf ein Komplettset – diese Aktion war an die Vorab-Registrierung gebunden.

Zur Einordnung: Vergleichbare Speicherlösungen fangen bei uns im Test deutlich kleiner an. Wer nur zwei Module am Geländer betreibt, findet mit dem Marstek Venus E Mini oder der Anker SOLIX Solarbank 2 E1600 Pro Systeme für einen Bruchteil des Preises. Wer dagegen ohnehin in Richtung Dachanlage denkt, sollte den Maxxicharge gegen den Zendure SolarFlow 4000 Mix Pro stellen.

Die Grenze, die kein Datenblatt nennt

2.300 Watt Ausgangsleistung sind technisch beeindruckend – rechtlich ist das aber kein Steckersolargerät mehr. Für Balkonkraftwerke gilt in Deutschland eine Bagatellgrenze von 800 Watt Wechselrichter-Einspeiseleistung. Wer darüber hinaus einspeisen will, betreibt formal eine reguläre Photovoltaikanlage mit allem, was dazugehört: Anmeldung beim Netzbetreiber, Eintrag im Marktstammdatenregister, je nach Konstellation Arbeit durch eine Elektrofachkraft. Maxxisun bietet dafür einen eigenen Anmeldeservice an – ein deutliches Indiz dafür, dass hier mehr Papierkram anfällt als beim klassischen Balkonkraftwerk.

Wir haben bewusst darauf verzichtet, die in einigen Veröffentlichungen kursierende Formulierung „2.300 Watt legal ohne Elektriker“ zu übernehmen. Ob eine Installation ohne Fachkraft zulässig ist, hängt vom konkreten Anschluss, vom Netzbetreiber und von der Betriebsart ab – das ist keine Frage, die sich pauschal aus einem Datenblatt beantworten lässt. Fragen Sie im Zweifel vor dem Kauf beim Netzbetreiber nach, nicht danach.

Für wen sich der Maxxicharge V2+ NICHT lohnt

Wer zwei Module am Balkongeländer hat, kauft hier an seinem Bedarf vorbei: 1.348 Euro Mindesteinsatz für ein System, dessen Steuereinheit allein für fast das Dreifache der zulässigen Einspeiseleistung ausgelegt ist, amortisieren sich bei 600 Wattpeak Modulleistung praktisch nie.

Wer einen belastbaren Preisvergleich braucht, ist hier ebenfalls falsch. Der Direktvertrieb ohne Händlernetz nimmt Ihnen das wirksamste Instrument aus der Hand: den Wettbewerb um Ihren Kauf.

Wer sofort Strom speichern will, muss sich gedulden – die erste Auslieferung ist für den 20. September 2026 angekündigt, also fast einen Monat nach dem Verkaufsstart und damit bereits jenseits des ertragsstärksten Teils des Jahres.

Wer den Papierkram scheut, sollte bei 800 Watt bleiben. Und wer belastbare Praxiswerte erwartet, muss noch warten: Zu einem Gerät, das seit einem Tag bestellbar und noch nicht ausgeliefert ist, gibt es weltweit keinen einzigen Langzeittest – auch von uns nicht.

Pro und Contra: Maxxicharge V2+

Pro

  • Ausbau bis 80 kWh und 6.900 W – das schafft in dieser Klasse kaum ein zweites System
  • IP65-Alugehäuse mit integrierter Heizung, ausdrücklich für draußen von −20 bis +55 °C
  • Echter Ersatzstrom mit bis zu 2.300 W, unterbrechungsfrei unter 20 ms umschaltbar
  • 8.000 bzw. 10.000 Ladezyklen und 10 Jahre Garantie, erweiterbar auf 15
  • Datenblätter mit Datum, Herstellung in Deutschland, alte Generationen bleiben per Adapterkabel anschließbar

Contra

  • Ab 1.348 € Mindesteinsatz – die CCU ist Pflicht und kostet allein 599 €
  • Nur Direktvertrieb, deshalb kein Händler-Preisvergleich möglich
  • Oberhalb von 800 W Einspeisung kein Steckersolargerät mehr, sondern anmeldepflichtige PV-Anlage
  • Unterbrechungsfreier Notstrommodus zieht dauerhaft 25 W statt 5 W
  • Auslieferung erst ab 20.09.2026, bislang keine unabhängigen Messwerte

Für wen lohnt sich der Maxxicharge V2+?

Unsere Einschätzung: Der V2+ ist kein Balkonkraftwerk-Zubehör mehr, sondern ein modulares Hausspeichersystem im Steckerformat – und als solches muss man ihn bewerten. Für Haushalte, die heute mit zwei Modulen anfangen, aber in zwei Jahren die Garage oder das Gartenhausdach mitbelegen wollen, ist die Ausbaubarkeit auf 16 Speicher ein echtes Argument: Man kauft die Steuereinheit einmal und wächst danach in 3- oder 5-kWh-Schritten. Auch die konsequente Auslegung für den Außeneinsatz ist mehr als ein Datenblatt-Sternchen, wenn im Keller schlicht kein Platz ist.

Gegen einen sofortigen Kauf spricht dagegen die Nüchternheit der Faktenlage: kein Preisdruck durch Händler, keine unabhängigen Messwerte, Auslieferung erst Ende September. Wer nicht auf die Startaktion angewiesen ist, verliert wenig, wenn er die ersten Praxisberichte im Oktober abwartet – wir werden den Speicher dann erneut prüfen. Wer Preissprünge bei Speichern nicht verpassen will, findet unsere täglich geprüften Angebote im Deal-Bereich oder abonniert den Deal-Alarm.

Häufige Fragen

Was kostet der Maxxicharge V2+?

Direkt bei Maxxisun gemessen am 25.08.2026: die Steuereinheit CCU V2+ 2300 W 599 € (statt 729 €), der Speicher M-3.0 V2+ 749 € (statt 899 €) und der M-5.0 V2+ 1.249 € (statt 1.499 €). Ein lauffähiges System kostet damit mindestens 1.348 €, mit 5 kWh 1.848 € – jeweils zuzüglich Versand.

Wann wird ausgeliefert?

Verkaufsstart war der 24. August 2026, die ersten Auslieferungen sind laut Hersteller ab dem 20. September 2026 vorgesehen.

Darf ich mit 2.300 Watt einspeisen?

Nicht als Balkonkraftwerk. Für Steckersolargeräte gilt in Deutschland eine Grenze von 800 Watt Einspeiseleistung. Darüber hinaus handelt es sich um eine reguläre, anmeldepflichtige PV-Anlage – Maxxisun bietet dafür einen Anmeldeservice an. Klären Sie den konkreten Fall vor dem Kauf mit Ihrem Netzbetreiber.

Passt der V2+ zu meinem alten Maxxicharge?

Laut Hersteller bleiben die Generationen V1 und V2 über ein Adapterkabel von M29 auf M25 anschließbar. Die Speicher M-3.0 V2+ und M-5.0 V2+ lassen sich untereinander frei mischen.

Erst vergleichen?

Balkonkraftwerk-Speicher anderer Hersteller sind über den Handel erhältlich – und damit im Preis vergleichbar.

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