Transparenz: Dieser Beitrag enthält Affiliate-Links (*). Kaufen Sie darüber, erhalten wir eine Provision – der Preis ändert sich für Sie nicht. Dies ist ein Launch-Check auf Datenbasis: Wir ordnen die Herstellerangaben und die ersten Fachmedien-Einschätzungen ein.
Wer bislang eine Kamera in sein Homematic-IP-System einbinden wollte, musste auf Partnerprodukte von Ezviz zurückgreifen – ein Umweg über eine fremde App-Anbindung, wie ihn heise in seiner Berichterstattung ausdrücklich als Vorgeschichte nennt. Mit der Homematic IP Video-Türklingel HmIP-CODB bringt Hersteller eQ-3 erstmals ein eigenes Kamera-Produkt auf den Markt, vorgestellt auf der Light+Building 2026 und seit dem 2. Juni offiziell verfügbar. Sie ist der Auftakt einer ganzen Serie: Zusätzlich kündigte eQ-3 sechs weitere Modelle an, von der Akku-Außenkamera bis zur Innenkamera mit Personenerkennung – Preise dafür stehen aber noch nicht fest.
Die Video-Türklingel in einer Grafik
Infografik zum Teilen – Quellenangaben unten in der Grafik.
Technische Daten im Überblick
| Sensor | 1/2,8″ CMOS, 3 Megapixel, 1984 × 1488 px, bis 25 fps, H.265 |
| Objektiv | 3,2 mm, F2.0, Sichtfeld je nach Achse ca. 56°–125° |
| Nachtsicht | Automatischer Tag/Nacht-Modus, IR-Reichweite 5 m, 0,1 Lux Farbe / 0,01 Lux S/W |
| Speicherung | microSD bis 256 GB oder optionales Cloud-Backup (7 Tage) |
| Stromversorgung | Akku 5.200 mAh (bis 6 Monate Standby) oder Klingeltrafo-Verdrahtung 12–24 VAC / USB-C |
| Wetterschutz | IP65, Betriebstemperatur −20 bis 50 °C |
| Erkennung | PIR-Bewegungssensor (100°/5 m) plus KI-gestützte Personenerkennung |
| Audio | Vollduplex-Gegensprechfunktion (Lautsprecher + Mikrofon) |
| Konnektivität | WLAN 2,4 GHz (802.11 b/g/n), WPA/WPA2/WPA3 – kein Matter zum Marktstart |
| Voraussetzung | Homematic IP Access Point oder Home Control Unit als Basis nötig, kein Standalone-Betrieb |
| Maße/Gewicht | 57 × 145 × 41 mm, 200 g |
| Preis | 199,95 € (HmIP-CODB weiß und HmIP-CODB-A anthrazit identisch) – Geizhals-Preisvergleich, Stand 18.07.2026 |
Warum die native Integration der eigentliche Clou ist
Technisch bewegt sich die HmIP-CODB im erwartbaren Rahmen: 3-Megapixel-Video mit H.265-Kompression, automatischem Tag/Nacht-Wechsel und einer Infrarot-Reichweite von 5 Metern für Nachtaufnahmen. Bemerkenswert ist die Flexibilität bei der Stromversorgung: Wer bereits eine klassische Klingeltrafo-Verdrahtung hat, schließt die Türklingel direkt an (12–24 VAC) – wer nicht bohren will, greift zum eingebauten 5.200-mAh-Akku mit bis zu sechs Monaten Standby-Laufzeit. Bei der Speicherung lässt eQ-3 die Wahl: microSD-Karte bis 256 GB für den lokalen, abofreien Betrieb, oder optional ein siebentägiges Cloud-Backup als Rückversicherung.
Der eigentliche Verkaufsgrund ist aber nicht die Hardware, sondern das Ökosystem. heise online ordnet den Schritt in seiner Berichterstattung zur Produktvorstellung so ein: Der Wechsel vom bisherigen Ezviz-Partnermodell zur nativen Einbindung bringe vor allem höhere Benutzerfreundlichkeit – eine App statt zweier Systeme, eine Push-Benachrichtigung statt gebrückter Drittanbieter-Logik. Für bestehende Homematic-IP-Haushalte, die ohnehin Access Point oder Home Control Unit im Einsatz haben, ist das ein echter Komfortgewinn.
Die ehrliche Einordnung: Zwei offene Baustellen
So sehr die Ökosystem-Integration überzeugt – zwei Punkte trüben den Start. Erstens: Kein Matter-Support. Ausgerechnet 2026, wo Matter bei neuen Smart-Home-Geräten zum Standard wird, verzichtet eQ-3 bei der ersten eigenen Kamera darauf. Laut iphone-ticker.de schließt der Hersteller eine spätere Integration zwar „nicht aus" – ein festes Datum nennt niemand. Zweitens, und das überrascht angesichts des bereits im Juni verkündeten Marktstarts: Lieferbar ist die Türklingel faktisch nicht. Bei allen von uns geprüften Händlern – ELV, Conrad, tink, Cyberport – steht sie ausschließlich als Vorbestellung mit mehrwöchiger Lieferzeit (tink nennt konkret den 31. Juli für die weiße und den 15. August für die anthrazitfarbene Variante). Auch der Fachdienst mobiflip.de hat bislang keinen Hands-on-Test nachgereicht, sondern kündigt eine „ausführlichere Betrachtung zu einem späteren Zeitpunkt" an – ein deutliches Zeichen, dass unabhängige Praxiserfahrungen noch komplett fehlen.
Homematic IP vs. Ring, eufy und Reolink
Wer keine Homematic-IP-Vorgeschichte hat, findet am Markt günstigere und länger erprobte Alternativen. Die Ring Battery Video Doorbell Plus startet bei rund 129 €, verlangt für dauerhafte Aufnahmen aber ein separates „Ring Protect"-Abo. Die eufy Video Doorbell E340 für etwa 139 € läuft nach Einschätzung des tink-Blogs sogar als „beste Videotürklingel 2026" und speichert lokal ohne Abo-Zwang. Am günstigsten ist die Reolink D340W für rund 89 €. Alle drei kosten spürbar weniger als die 199,95 € der Homematic-IP-Lösung – deren Daseinsberechtigung ist also klar an ein bestehendes Homematic-IP-System gebunden, nicht an den reinen Kamera-Vergleich.
| Modell | Preis | Besonderheit |
|---|---|---|
| Homematic IP Video-Türklingel | 199,95 € | Native Homematic-IP-Integration, kein Matter, aktuell Vorbestellung |
| eufy Video Doorbell E340 | ca. 139 € | Lokale Speicherung ohne Abo, laut tink „beste Videotürklingel 2026" |
| Ring Battery Video Doorbell Plus | ca. 129 € | Größtes Ökosystem, Aufnahmen nur mit Ring-Protect-Abo |
| Reolink D340W | ca. 89 € | Günstigster Einstieg der vier |
Für wen lohnt sich die Video-Türklingel?
Bestehende Homematic-IP-Nutzer mit Access Point oder Home Control Unit sind die klare Zielgruppe: Statt weiter Ezviz-Geräte einzubinden, bekommen sie erstmals eine Kamera aus einer Hand, in einer App. Neueinsteiger ohne Homematic-IP-Basis sollten dagegen genau rechnen – eufy oder Reolink bieten für weniger Geld mehr erprobte Praxiserfahrung und teils bessere Ausstattung. Und wer sofort liefern lassen möchte, kommt an der Warteliste ohnehin nicht vorbei.
Fazit: Konsequent, aber noch nicht rund
Unsere Einordnung: Die erste eigene Homematic-IP-Kamera ist ein folgerichtiger Schritt weg vom Partnermodell – technisch solide, flexibel bei der Stromversorgung und mit echtem Mehrwert für bestehende Nutzer. Der fehlende Matter-Support und die aktuell durchgängige Vorbestell-Situation trüben den Start aber spürbar, zumal der Preis über der etablierten Konkurrenz liegt. Wer bereits im Homematic-IP-Kosmos lebt, darf sich auf ein rundes Ökosystem freuen, sobald die ersten Geräte tatsächlich ausgeliefert werden. Alle anderen warten am besten auf unabhängige Praxistests – die es nach unserer Recherche bislang schlicht noch nicht gibt.
Häufige Fragen
Was kostet die Homematic IP Video-Türklingel?
199,95 € – das ist gleichzeitig UVP und aktueller Marktpreis (Geizhals-Preisvergleich, Stand 18.07.2026). Kein Händler unterbietet den Listenpreis bislang nennenswert.
Unterstützt sie Matter?
Nein, zum Marktstart nicht. Homematic IP schließt eine spätere Matter-Integration laut eigener Aussage aber nicht aus.
Ist sie schon lieferbar?
De facto nein: Alle geprüften Händler (ELV, Conrad, tink, Cyberport) führen sie aktuell nur als Vorbestellung mit mehrwöchiger Lieferzeit, obwohl der Marktstart bereits am 2. Juni 2026 verkündet wurde.
Vorbestellung im Blick behalten?
Sobald unabhängige Praxistests vorliegen, aktualisieren wir diesen Launch-Check.
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