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Mähroboter ohne Begrenzungskabel sind längst keine Neuheit mehr – aber meistens auch keine Schnäppchen: Wer auf RTK-Antenne oder LiDAR verzichten will, zahlt oft trotzdem 800 Euro aufwärts. Der MOVA ViAX 250 tritt seit Ende Januar 2026 in Deutschland zum UVP von 579 Euro an und ist aktuell schon für 479 Euro zu haben. Statt Draht oder RTK setzt er auf zwei HDR-Kameras und ein KI-Kartierungssystem namens UltraEyes 1.0. Wir haben die Herstellerdaten mit den ersten unabhängigen Tests abgeglichen.
Der MOVA ViAX 250 in einer Grafik
Infografik zum Teilen – Quellenangaben unten in der Grafik.
Technische Daten im Überblick
| Navigation | UltraEyes 1.0 – 2 HDR-Kameras, KI-Kartierung, kein Begrenzungsdraht, kein RTK |
| Max. Rasenfläche | 250 m² |
| Steigfähigkeit | bis 40 % (ca. 22°) |
| Hindernisüberwindung | bis 4 cm Höhe |
| Schnittbreite | 20 cm |
| Schnitthöhe | 2–6 cm, nur manuell verstellbar |
| Akku | 2,5 Ah Li-Ion, ca. 50 Minuten Laufzeit pro Ladung |
| Gewicht | ca. 9,5 kg |
| Sicherheit | Anti-Lift-Sensor, erkennt laut Hersteller 300+ Hindernisarten, TrueGuard Live-Video & Patrol |
| App | MOVAhome: virtuelle Grenzen, No-Go-Zonen, mehrere Mähzonen mit Verbindungspfaden |
| Garantie | 3 Jahre |
| Marktstart | 27. Januar 2026 (Deutschland) |
| Preis | UVP 579 € · aktuell ab 479 € (Amazon, Stand 16.08.2026) |
| Ersteindruck | 8,0 / 10 |
Kabellos mähen: Was hinter UltraEyes 1.0 steckt
Der Grundgedanke ist einfach: Statt Wochenenden mit Kabelverlegen und Erdspießen zu verbringen, tastet sich der ViAX 250 beim ersten Einsatz selbst durch den Garten und kartiert die Fläche über zwei HDR-Farbkameras mit einem Sichtfeld von etwa 120° × 70°. In der MOVAhome-App zieht man anschließend virtuelle Grenzen, markiert No-Go-Zonen wie Beete oder den Teich und kann bei größeren Grundstücken mehrere Mähzonen mit Verbindungswegen anlegen. Laut Hersteller erkennt das System über 300 Hindernistypen und schützt so auch Haustiere im Garten – ein Anti-Lift-Sensor stoppt die Messer sofort, sobald das Gerät angehoben wird.
Gemäht wird in einem U-förmigen Muster für eine gleichmäßige Flächenabdeckung. Mit 40 % Steigfähigkeit und Offroad-Reifen soll der ViAX 250 auch auf leicht hügeligen Rasenflächen nicht abrutschen – ein Wert, der laut den ausgewerteten Tests in der Praxis erreicht wird. Ein zusätzliches Sicherheitsfeature ist TrueGuard: Der Roboter kann als Live-Video-Patrouille durch den Garten fahren und Aufnahmen in die App streamen.
Der 2,5-Ah-Akku liefert laut Herstellerangabe rund 50 Minuten Laufzeit pro Ladung – für die Zielfläche von 250 m² reicht das je nach Rasenzustand meist für mehrere Sitzungen pro Woche, da das Gerät bei niedrigem Akkustand selbstständig zur Ladestation zurückkehrt und nach dem Laden dort weitermäht, wo es aufgehört hat. Mit knapp 9,5 kg ist der ViAX 250 zudem deutlich leichter als LiDAR-Modelle mit RTK-Antenne, was das Tragen über Stufen oder schmale Wege erleichtert. Ein Wermutstropfen aus den ausgewerteten Praxisberichten: Beim erstmaligen Einrichten kann die automatische Kartierung je nach Grundstückszuschnitt mehrere Anläufe brauchen, bis alle Zonen und No-Go-Bereiche zuverlässig sitzen – ein einmaliger Mehraufwand, der sich laut den Testern danach im Alltag aber auszahlt.
Die ehrliche Einordnung: Kein Kantenschnitt-Champion
Die ersten unabhängigen Tests zeichnen ein konsistentes Bild. homeandsmart.de vergibt 83 von 100 Punkten (Note „Gut", Test vom April 2026) und lobt das „Top-Mähergebnis" auf der Fläche sowie den einfachen Aufbau – kritisiert aber den Kantenschnitt: Bis zu 20 Zentimeter Abstand zur Rasenkante bleiben stehen, weil dem ViAX 250 ein Seitenmähwerk fehlt. Auch testberichte.de vergibt mit der Schulnote 2,2 ein „Gut" (Stand 02.02.2026), nennt aber teils unreife Software, eine nicht immer vollautomatische Kartierung und vereinzelte Kundenservice-Kritik als Schwachpunkte. Die Schnitthöhe lässt sich zudem nur manuell mit einem Drehschalter zwischen 2 und 6 cm einstellen – eine motorisierte Verstellung wie bei teureren Modellen gibt es nicht.
Für den Preis relativiert sich das aber deutlich: Ein vergleichbarer Segway Navimow i105 kostet laut homeandsmart.de „fast doppelt so viel" bei ähnlichem Funktionsumfang. Wer bereit ist, die Rasenkante gelegentlich mit dem Trimmer nachzuziehen, bekommt hier kabelloses Mähen zu einem Preis, den sonst kaum ein Hersteller aufruft.
Preislich positioniert sich der ViAX 250 als Einstiegsmodell einer größeren MOVA-Serie: Die Schwestermodelle ViAX 300 (549 € UVP, 250–300 m²) und ViAX 500 (699 € UVP, bis 500 m²) teilen sich dieselbe Kamera-Navigation, richten sich aber an größere Grundstücke. Wer schon absehen kann, dass der Garten in den nächsten Jahren wächst oder ohnehin über 250 m² liegt, spart sich mit dem passenden Modell einen späteren Neukauf. MOVA selbst positioniert die ViAX-Reihe bewusst unterhalb der teureren LiDAX-Ultra-Serie (ab 949 € UVP), die mit 360°-3D-LiDAR zusätzlich für 800 bis 2.000 m² große Flächen ausgelegt ist.
Für wen sich der MOVA ViAX 250 NICHT lohnt
Bei Rasenflächen über 250 m² stößt der ViAX 250 an seine Grenze – hier sind die größeren Geschwister ViAX 300/500 oder ein LiDAR-Modell wie der MOVA LiDAX Ultra 800 die passendere Wahl. Wer Wert auf einen makellosen Kantenschnitt bis an die letzte Rasenkante legt, wird von den 20 Zentimetern Restabstand enttäuscht sein – hier lohnt eher ein Modell mit Seitenmähwerk oder ein zusätzlicher Rasentrimmer. Auch für Gärten mit vielen engen Passagen unter 60 cm, verwinkelten Ecken oder komplexer Bepflanzung ist die reine Kamera-Navigation ohne LiDAR grenzwertig – hier berichten Nutzer von unvollständiger Kartierung. Und wer eine elektrisch verstellbare Schnitthöhe per App erwartet, muss zu einem teureren Modell greifen: Der ViAX 250 hat nur den manuellen Drehschalter.
Pro und Contra: MOVA ViAX 250
Pro
- Kein Begrenzungsdraht, keine RTK-Antenne, kein Grabaufwand
- Sehr günstiger Einstiegspreis für kabelloses Mähen (ab 479 €)
- Gute Mähergebnisse auf der Fläche laut mehreren Testquellen
- 40 % Steigfähigkeit dank Offroad-Reifen
- 3 Jahre Garantie, Live-Video-Patrouille als Sicherheitsfeature
Contra
- Bis zu 20 cm Restabstand am Rasenrand ohne Nacharbeit
- Schnitthöhe nur manuell einstellbar, kein Motor
- Nur für kleine bis mittlere Gärten bis 250 m² ausgelegt
- Vereinzelt Berichte über unreife Software und Kartierungslücken
Für wen lohnt sich der MOVA ViAX 250?
Unsere Einschätzung: Für überschaubare, klar strukturierte Gärten bis 250 m² ist der ViAX 250 ein ehrlicher Preisbrecher – kabelloses Mähen für unter 500 Euro gab es bisher kaum. Wer einen makellosen Kantenschnitt oder eine größere, verwinkelte Fläche hat, sollte zu einem teureren Modell mit Seitenmähwerk oder LiDAR-Navigation greifen. Für alle anderen ist der ViAX 250 ein solider Einstieg ins kabellose Mähen, ohne dass man sich vorher durch den Garten graben muss. Deal-Alarm abonnieren lohnt sich, um aktuelle Preisschwankungen nicht zu verpassen.
Häufige Fragen
Was kostet der MOVA ViAX 250?
UVP 579 €, aktuell bei Amazon für 479 € gelistet (Stand 16.08.2026). Ein vergleichbarer Segway Navimow i105 kostet laut Testberichten fast doppelt so viel.
Braucht der ViAX 250 ein Begrenzungskabel?
Nein. Die KI-Kamera-Navigation UltraEyes 1.0 kartiert den Garten über zwei HDR-Kameras und legt virtuelle Grenzen sowie No-Go-Zonen in der MOVAhome-App fest – ganz ohne Draht, RTK-Antenne oder GPS-Satellit.
Für wen lohnt sich der MOVA ViAX 250?
Für kleine bis mittlere, überschaubare Gärten bis 250 m² mit wenigen scharfen Ecken. Wer eine größere Fläche, perfekten Kantenschnitt oder eine motorisierte Schnitthöhenverstellung braucht, sollte zu einem größeren MOVA-Modell oder einem LiDAR-Mähroboter greifen.
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