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Klassische Draht-Mähroboter haben ein bekanntes Problem: Sie brauchen ein vergrabenes Begrenzungskabel, kommen mit engen Passagen kaum klar und liefern auf Hanglagen oder bei vielen Hindernissen im Garten oft ein unsauberes Schnittbild. Wer einen komplexen, verwinkelten Garten hat, kennt die Frustration – der Roboter bleibt hängen, lässt Flecken aus oder schafft Steigungen gar nicht erst. Genau hier setzt Roborocks erster Anlauf im Mähroboter-Markt an: Der Hersteller, der im Saugroboter-Segment für ausgereifte LiDAR- und Kamera-Navigation bekannt ist, überträgt diese Technik nun auf den Rasen. Der RockMow Z120 AWD LiDAR kombiniert 3D-LiDAR-Scanning mit vier Kameras, RTK-Navigation und Allradantrieb – ohne Begrenzungskabel. Wir haben die Herstellerangaben und die ersten unabhängigen Testberichte von inside-digital, connect und smarthomeassistent ausgewertet.

Der RockMow Z120 in einer Grafik

ROBOROCK ROCKMOW Z120 AWD LIDAR Launch-Check · Roborocks Mähroboter-Debüt 2.000 m² Mähfläche pro Tag ≈ 160 m²/Stunde 80 % maximale Steigung 4WD-Allradantrieb 100 min Laufzeit je Ladung ≈ 50–65 Min. Ladezeit 24 cm Schnittbreite 20–70 mm Schnitthöhe Navigation: der Unterschied zum klassischen Draht-Mäher Begrenzungskabel nötig Nein Navigationstechnik 3D-LiDAR + 4 Kameras + RTK + VSLAM 200.000 Laserpunkte/Sekunde – dieselbe Navigationsklasse wie in Roborocks Saugrobotern Bestpreis (Geizhals) 2.299 € o. Kantenmodul UVP 2.699 € · Stand 08.08.2026 Unser Ersteindruck 8,0 / 10 Solides Debüt laut Fachpresse Quellen: Roborock (Herstellerangaben), inside-digital.de, connect.de, geizhals.de · Grafik: SmartHome Kompass, August 2026

Infografik zum Teilen – Quellenangaben unten in der Grafik.

Technische Daten im Überblick

Mähflächebis 2.000 m² pro Tag, ca. 160 m²/Stunde
Navigation3D-LiDAR (Sentisphere), Quad-Vision (4 Kameras), RTK + VSLAM, bis zu 200.000 Laserpunkte/s
Antrieb4WD-Allradantrieb, Steigungen bis 80 %, Hindernisse bis 8 cm
Akku21,6 V / 6 Ah, ca. 100 Min. Laufzeit, ca. 50–65 Min. Ladezeit
Schnittbreite/-höhe24 cm Schnittbreite, 20–70 mm elektrisch verstellbar (per App)
KonnektivitätWLAN + 4G-Modul (3 Jahre Datenvolumen inklusive), Diebstahlschutz
Gewicht/Maße22–24 kg, ca. 66 × 47,5 × 29–33 cm
Geräuschpegelca. 62 dB
LieferumfangMähroboter, Ladeturm, Netzteil, 10 m Verlängerungskabel, Inbusschlüssel, 6 Ersatzklingen-Sets
KantenschnittmodulOptional, +150 € – nicht im Standard-Lieferumfang
MarktstartFrühjahr 2026 – Roborocks erstes Mähroboter-Modell überhaupt
Preisab 2.299 € (Geizhals-Bestpreis, Stand 08.08.2026), UVP 2.699 €/2.849 € mit Kantenmodul
Ersteindruck8,0 / 10

Der auffälligste Unterschied zu klassischen Mährobotern ist die Navigation. Statt eines vergrabenen Begrenzungskabels scannt ein 3D-LiDAR-System namens Sentisphere die Umgebung mit bis zu 200.000 Punkten pro Sekunde, kombiniert mit vier Kameras („Quad-Vision") für die Objekterkennung sowie RTK- und VSLAM-Verfahren für die Positionsbestimmung. Genau diese Sensor-Kombination hat Roborock bei seinen Saugrobotern über Jahre verfeinert – der RockMow Z120 ist der erste Versuch, sie auf unebenes, wechselndes Gartengelände zu übertragen. Laut inside-digital.de überzeugte der Roboter im Test mit geraden Mähbahnen, einem rasenschonenden Wendesystem und solider Hinderniserkennung – auch die Erkennung von Menschen im Garten funktionierte zuverlässig. Der 4WD-Allradantrieb mit bis zu 80 % Steigfähigkeit soll Hänge bewältigen, an denen kabelgebundene Konkurrenten oft scheitern.

Bei aller Navigationstechnik bleiben aber auch die typischen Startschwierigkeiten eines Erstlings sichtbar: Testredaktionen wie connect.de und smarthomeassistent.de berichten übereinstimmend, dass der Roboter in Engstellen Probleme hat und der Rasenkantenschnitt ohne das optionale Zusatzmodul zu wünschen übrig lässt – ohne Kantenschnittmodul bleibt laut inside-digital.de ein Abstand von rund 7 cm zur Kante stehen.

Die ehrliche Einordnung: Erste Generation, erste Schwächen

Roborock tritt mit dem RockMow Z120 in einen Markt ein, in dem Wettbewerber wie Husqvarna, Segway Navimow oder Ecovacs Goat bereits mehrere Modellgenerationen Erfahrung haben. Das Kantenschnittmodul gehört nicht zum Lieferumfang und kostet 150 € extra – ein Kritikpunkt, den mehrere Testredaktionen unabhängig voneinander nennen. Mit 22 bis 24 kg Gewicht ist der Roboter zudem kein Leichtgewicht, was ihn laut Testberichten bei nasser Witterung zusätzlich anfällig für Rutschpartien am Hang macht. Und: Bei Idealo ist das Gerät noch nicht gelistet, der von uns geprüfte Bestpreis stammt von Geizhals.

Wer stattdessen einen erprobten Mähroboter mit mehrjähriger Modellhistorie sucht, findet unsere Einordnung im Segway Navimow i210 LiDAR Pro Launch-Check.

Für wen sich der RockMow Z120 NICHT lohnt

Wer eine kleine, überschaubare Rasenfläche unter 500 m² ohne nennenswerte Hindernisse oder Steigungen hat, zahlt für Navigationstechnik, die er nie braucht – dort reicht ein deutlich günstigerer Kabel-Mähroboter. Wer randscharfen Schnitt ohne Zusatzkosten erwartet, muss das 150-€-Kantenschnittmodul einplanen, sonst bleibt ein sichtbarer Streifen ungemäht stehen. Und wer bei einer ersten Modellgeneration lieber abwartet, bis Kinderkrankheiten wie die Engstellen-Schwäche per Firmware-Update behoben sind, sollte den RockMow Z120 vorerst beobachten statt sofort kaufen.

Pro und Contra: RockMow Z120 (Stand Launch-Tests)

Pro

  • 3D-LiDAR + Quad-Vision: kein Begrenzungskabel nötig, präzise Navigation
  • 4WD-Allradantrieb, bis 80 % Steigfähigkeit
  • Gerade Mähbahnen, zuverlässige Hindernis- und Personenerkennung im Test
  • 4G-Modul mit Diebstahlschutz und 3 Jahren Datenvolumen inklusive
  • Bis 2.000 m² Mähfläche pro Tag

Contra

  • Kantenschnittmodul nicht im Lieferumfang, +150 €
  • Schwächen in Engstellen laut mehreren Testredaktionen
  • Hohes Gewicht (22–24 kg) kann bei Nässe problematisch sein
  • Erste Modellgeneration ohne mehrjährige Praxis-Historie

Für wen lohnt sich der RockMow Z120?

Unsere Einschätzung nach Auswertung der ersten Testberichte: Roborock gelingt mit dem RockMow Z120 ein „solides Debüt" (inside-digital.de) – die Navigationstechnik aus dem Saugroboter-Geschäft trägt sichtbar zu geraden Mähbahnen und zuverlässiger Hinderniserkennung bei, gerade auf schwierigem, hängigem Gelände. Wer einen großen, komplexen Garten mit Steigungen und vielen Hindernissen hat und bereit ist, für kabelfreie Navigation und das Kantenschnittmodul extra zu zahlen, bekommt ein technisch ambitioniertes Gerät. Für kleine, einfache Rasenflächen ist er dagegen überdimensioniert – und wer randscharfen Schnitt ab Werk erwartet, sollte das Zusatzmodul direkt mitbestellen.

Häufige Fragen

Was kostet der Roborock RockMow Z120 AWD LiDAR?

Laut Geizhals-Bestpreis (Stand 08.08.2026) ab 2.299 € ohne Kantenschnittmodul. Die Hersteller-UVP liegt bei 2.699 € (2.849 € mit dem 150 € teuren Kantenschnittmodul).

Wie groß ist die Mähfläche?

Laut Hersteller bis zu 2.000 m² pro Tag bei rund 160 m² pro Stunde Mähleistung und ca. 100 Minuten Laufzeit je Akkuladung.

Für wen lohnt sich der RockMow Z120?

Für große, komplexe Gärten mit Steigungen und Hindernissen. Für kleine, überschaubare Flächen unter 500 m² ist er überdimensioniert, und randscharfer Schnitt erfordert das separat erhältliche Kantenschnittmodul.

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