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Nachträglich eine Fußbodenheizung raumweise zu regeln, scheitert in der Praxis meist an einem Wort: Stemmarbeiten. Neue Kabel zum Heizkreisverteiler zu ziehen, ist Aufwand, den viele scheuen – vor allem in Mietwohnungen oder frisch renovierten Räumen. Das Blossom-ic Starter-Kit Hera+ Primus PRO Tres umgeht genau dieses Problem: Die Komponenten kommunizieren per Funk, das Set bringt für drei Räume alles mit, was für eine unabhängige Regelung nötig ist.
Das Set in einer Grafik
Infografik zum Teilen – Quellenangaben unten in der Grafik.
Technische Daten im Überblick
| Lieferumfang | 3x Hera+ Thermostat, 3x Stellantrieb, 1x Fußbodenheizungsleiste Primus PRO, 1x Gateway GT-100 |
| Verbindung | Funk zwischen Thermostat, Stellantrieb und Fußbodenheizungsleiste |
| App-Steuerung | über Gateway GT-100 und WLAN, blossomic-App |
| Regelbare Zonen | 3 im Set, laut Hersteller erweiterbar |
| Installation | keine Stemmarbeiten, Fußbodenheizungsleiste ersetzt bestehende Verteilerregelung |
| Fallback | eingeschränkte Funktion auch ohne Internetverbindung |
| Preis | ca. 698 € (Heizungsdiscount24, Stand 08.08.2026, regulär 932 €) |
| Ersteindruck | 8,2 / 10 |
Warum Funk statt Kabel den Unterschied macht
Der Kern des Systems ist die Fußbodenheizungsleiste Primus PRO: Sie ersetzt die bisherige, meist stumpf schaltende Verteilerregelung und übernimmt die Kommunikation mit bis zu 18 Stellantrieben über Funk. Die Hera+ Thermostate in den einzelnen Räumen senden ihre Solltemperatur direkt an die Leiste, ohne dass dafür Wände geöffnet werden müssen – ein Vorteil gerade bei nachträglicher Aufrüstung oder in Mietwohnungen, wo Stemmarbeiten oft gar nicht erlaubt sind. Das Gateway GT-100 bindet das System zusätzlich per WLAN an, sodass sich alle Zonen zentral über die App einstellen lassen – inklusive Zeitplänen für Homeoffice-Tage oder Absenkung über Nacht. Fällt die Internetverbindung aus, bleibt laut Hersteller die Grundfunktion über die Thermostate vor Ort erhalten.
Die ehrliche Einordnung: kein Universal-Nachrüstsatz
Wichtig für die Kaufentscheidung: Das System setzt eine vorhandene Fußbodenheizung mit ansteuerbaren Stellantrieben am Heizkreisverteiler voraus. Es ersetzt keine klassische Heizkörper-Heizung und ist kein Zubehör für Konvektorheizungen. Wer eine Fußbodenheizung ganz ohne motorisierte Stellantriebe hat, muss vor dem Kauf prüfen, ob eine Nachrüstung der Antriebe überhaupt möglich ist – das Tres-Set allein löst dieses Problem nicht. Auch die Reichweite der Funkverbindung zwischen Thermostat und Fußbodenheizungsleiste hängt vom Gebäude ab; bei sehr dicken Betondecken oder großer Entfernung kann ein Repeater nötig werden, den der Hersteller separat anbietet.
Pro und Contra: Hera+ Primus PRO Tres (Stand Launch-Check)
Pro
- Keine Stemmarbeiten – komplett funkbasierte Nachrüstung
- 3 Räume unabhängig voneinander regelbar, Zeitpläne pro Zone
- Zentrale App-Steuerung über das Gateway GT-100
- Eingeschränkte Grundfunktion bleibt auch ohne Internet erhalten
- Rund 25 % Preisnachlass gegenüber dem regulären Setpreis
Contra
- Setzt eine kompatible Fußbodenheizung mit Stellantrieben voraus
- Kein Nachrüstsatz für Heizkörper oder Konvektorheizungen
- Funkreichweite kann bei dicken Decken einen Repeater nötig machen
- Langzeit-Praxiswerte fehlen noch – unser Test folgt
Für wen sich das Set NICHT lohnt
Wer eine reine Heizkörperheizung ohne Fußbodenheizung besitzt, ist mit diesem Set falsch beraten – hier lohnt sich eher ein klassisches Heizkörperthermostat-System. Auch wer nur einen einzigen Raum smart regeln will, zahlt mit dem Tres-Set für zwei Zonen mit, die er nicht braucht; dafür bietet Blossom-ic kleinere Sets an. Und wer keine motorisierten Stellantriebe am Heizkreisverteiler nachrüsten kann oder will, sollte vor dem Kauf klären, ob das technisch überhaupt möglich ist – sonst bleibt das teuerste Teil des Sets ungenutzt.
Für wen lohnt sich das Hera+ Primus PRO Tres?
Unsere Einschätzung zum Launch: Für Haushalte mit Fußbodenheizung, die mehrere Räume unabhängig regeln wollen, ohne Wände zu öffnen, ist das Set eine durchdachte Lösung – die Funklösung spart genau den Aufwand, der eine Nachrüstung sonst häufig verhindert. Wer nur einen Raum ausstatten will oder keine kompatible Heizung besitzt, sollte auf ein kleineres Blossom-ic-Set oder eine andere Lösung ausweichen. Unser ausführlicher Praxistest mit eigener Installation folgt in den kommenden Wochen – Deal-Alarm abonnieren lohnt sich.
Häufige Fragen
Was kostet das Blossom-ic Starter-Kit Hera+ Primus PRO Tres?
Rund 698 € bei Heizungsdiscount24 (Stand 08.08.2026), regulär 932 €.
Braucht man für die Installation Stemmarbeiten?
Nein. Die Thermostate und Stellantriebe kommunizieren per Funk mit dem Gateway GT-100, es müssen keine neuen Kabel verlegt werden. Die Fußbodenheizungsleiste ersetzt aber die vorhandene Verteilerregelung.
Für wen lohnt sich das Set?
Für Haushalte mit Fußbodenheizung, die bis zu drei Räume unabhängig voneinander regeln und zentral per App steuern wollen. Ohne kompatible Fußbodenheizung mit ansteuerbaren Stellantrieben lässt sich das System nicht nachrüsten.
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