Solarmodule werden wieder teurer – was das für Ihre PV-Planung heißt
Photovoltaik mit Philipp zeigt, dass die jahrelange Talfahrt bei Solarmodul*-Preisen seit Anfang 2026 vorbei ist. Wir ordnen ein, wie stark der Anstieg wirklich ist, woher er kommt – und für wen er überhaupt relevant ist.
Eingebettetes Video von Photovoltaik mit Philipp. Wir betten es nur ein – alle Rechte liegen beim Urheber; die Einordnung ist unsere eigene redaktionelle Meinung.
Unsere Einordnung
Seit Anfang 2026 steigen die Preise für Solarmodule wieder deutlich, nachdem sie zwischen 2010 und 2020 laut Fraunhofer-Institut um rund 90 Prozent gefallen waren und Photovoltaik dadurch für viele Hausbesitzer erst wirtschaftlich wurde. Vom Dezember-Tief bis zum Frühjahr 2026 stiegen die Preise im Marktdurchschnitt bereits um 15 bis 18 Prozent, bei schwarzen Hochleistungsmodulen für Einfamilienhäuser sogar um bis zu 30 Prozent.
Ausgelöst wird der Anstieg vor allem dadurch, dass China die Steuervergünstigung für Solarmodul-Exporte im April 2026 gestrichen hat und gleichzeitig die Rohstoffpreise, besonders für Silber, deutlich gestiegen sind, weshalb Hersteller ihre Preise jetzt korrigieren. Viele hatten jahrelang mit Verlust verkauft; beliebte Hochleistungsmodule sind laut Video mancherorts inzwischen schwer verfügbar.
Wichtig für die eigene Kalkulation ist, dass Module laut Video nur etwa ein Drittel bis ein Fünftel der Gesamtkosten einer Anlage ausmachen, während Installationsbetriebe vielerorts bis Oktober ausgebucht sind und kaum noch Nachlässe geben. Dazu kommen strukturell steigende Lohnkosten im Elektrohandwerk (vertraglich vereinbarte 12 Prozent bis 2028) sowie eine ähnliche, zeitversetzte Preisentwicklung bei Batteriespeichern, weil die chinesischen Steuervorteile dort erst bis Januar 2027 vollständig auslaufen.
Für die eigene Entscheidung heißt das: Wer ohnehin gerade eine Photovoltaikanlage plant, sollte jetzt zeitnah mehrere Angebote einholen, weil sich der Markt gerade von einem Käufer- zu einem Verkäufermarkt dreht. Eine bereits bestehende Anlage ist von der Modulpreis-Entwicklung dagegen überhaupt nicht betroffen – hier lohnt eher der Blick auf die separate Frage, was sich bei der Einspeisevergütung ab 2027 ändert.
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