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Jahrelang galt eine einfache Faustregel: Wer einen Balkonkraftwerk-Speicher kaufte, bekam einen kleinen Stromspeicher von 1,6 bis 2,7 kWh – genug für den Fernsehabend, leer nach der Spülmaschine. Und wer mehr wollte, brauchte einen fest installierten Hausspeicher samt Elektriker und vierstelligem Montageaufwand. Genau diese Grenze beginnt 2026 zu verschwimmen. Zendure hat seine SolarFlow Mix Serie am 22. April 2026 in Deutschland gestartet, und der kompakte SolarFlow 3000 Mix AC+ bringt mit 8 kWh, 3.000 Watt Dauerleistung und einer echten Notstromfunktion plötzlich Hausspeicher-Eigenschaften in eine steckerfertige Box. Hier ist unser Launch-Check auf Basis der offiziellen Daten und der ersten unabhängigen Hands-ons – unser eigener Praxistest mit Messreihen folgt, sobald ein Testgerät bei uns steht.
Der SolarFlow 3000 Mix AC+ in einer Grafik
Infografik zum Teilen – Quellenangaben unten in der Grafik.
Technische Daten im Überblick
| Kapazität | 8 kWh, fest verbaut (nicht erweiterbar) |
| Zellchemie | LiFePO4 (LFP) |
| AC-Ausgang | 3.000 W Dauer · 3.680 W Off-Grid · 7.200 W Spitze |
| AC-Eingang | bis 3 kW |
| Notstrom | Umschaltung in ca. 10 ms (Inselbetrieb) |
| Wirkungsgrad | ca. 90 % (Round-Trip) |
| Ladezyklen | bis 10.000 (≈ 15 Jahre Lebensdauer) |
| Sicherheit | ZenGuard™: duales BMS + integriertes Aerosol-Löschsystem |
| Geräusch | ca. 25 dB bei Halblast, bis ~40 dB bei Volllast (Herstellerangabe) |
| Marktstart | 22. April 2026 |
| Preis | ca. 1.699 € (Idealo-/heise-Bestpreis, Stand 22.06.2026) |
Was die Mix-Serie besonders macht
Zendure positioniert die Mix-Serie ausdrücklich als Brücke zwischen Plug-and-Play-Batterie und vollwertigem Hausspeicher – so formuliert es auch der Hands-on-Test von energienerds.de, der dem größeren Schwestermodell 4000 Mix AC+ 4,5 von 5 Sternen gab. Drei Eigenschaften heben den 3000 Mix AC+ von klassischen Balkonspeichern ab. Erstens die schiere Kapazität: 8 kWh sind das Drei- bis Fünffache eines typischen Steckerspeichers und reichen bei vielen Haushalten, um den Abend- und Nachtverbrauch vollständig aus eigener Sonnenernte zu decken.
Zweitens die Leistung: 3.000 Watt Dauerleistung – im Off-Grid-Betrieb sogar 3.680 Watt und kurzzeitig bis 7.200 Watt Spitze – decken auch Lastspitzen wie Wasserkocher, Herdplatte oder Wärmepumpe ab. Drittens die Notstromfunktion: Fällt das Netz aus, schaltet das System laut Zendure in rund 10 Millisekunden in den Inselbetrieb. Für viele einfache Balkonspeicher ist das schlicht nicht vorgesehen – hier wird der SolarFlow zur Rückfallebene bei Stromausfall.
Beim Thema Sicherheit verweist Zendure auf das hauseigene ZenGuard™-System: ein doppeltes Batteriemanagement plus ein integriertes Aerosol-Feuerlöschsystem direkt im Akkugehäuse – ein Punkt, der bei wohnungsnaher Aufstellung beruhigt.
Spannend ist, was die ersten unabhängigen Messungen zeigen. Der Hands-on von energienerds.de ermittelte am baugleich aufgebauten 4000 Mix AC+ einen Round-Trip-Wirkungsgrad von 86 bis 89 Prozent – also den Anteil der eingespeicherten Energie, der nach dem Laden und Entladen tatsächlich wieder herauskommt. Das deckt sich gut mit Zendures Herstellerangabe von rund 90 Prozent und ist für diese Geräteklasse ein solider Wert. Noch wichtiger für den Geldbeutel: Im „Nulleinspeisung"-Modus, bei dem der Speicher nur den Eigenbedarf deckt und nichts verschenkt ins Netz, maßen die Tester über eine Nacht eine vernachlässigbare Netzabgabe von 0,026 kWh bei 0,029 kWh Bezug. Der Smart-Meter-gestützte Regelkreis trifft den Hausverbrauch also ziemlich genau – genau das, was einen Speicher von einem reinen Einspeise-Akku unterscheidet.
Die ehrliche Einordnung: stark, aber kein Schnäppchen
So überzeugend die Datenblatt-Werte sind – zwei Dinge gehören zur ehrlichen Einordnung. Erstens: Der 3000 Mix AC+ ist nicht modular erweiterbar. Wer perspektivisch mehr Kapazität braucht, muss zum teureren 4000 Mix AC+ greifen, der sich laut Hersteller bis 50 kWh ausbauen lässt. Wer dagegen sicher weiß, dass 8 kWh reichen, fährt mit der 3000er-Variante günstiger – rund 212 € pro Kilowattstunde sind ein fairer Wert in dieser Klasse.
Zweitens: Die volle Leistung will angeschlossen werden. Der Hands-on-Test weist darauf hin, dass für die maximale Ausgangsleistung ein passend abgesicherter Stromkreis nötig ist – das ist kein reines Einstecken-und-fertig mehr. Und drittens, ganz nüchtern: Zum Marktstart nennen die Preisvergleiche zwar 1.699 €, aber mit Lieferzeiten von mehreren Wochen. Wer sofort Strom speichern will, muss sich gedulden oder zur sofort verfügbaren Konkurrenz schauen.
Was die Konkurrenz kostet
Der 3000 Mix AC+ tritt in ein gut besetztes Feld. Das eigene größere Modell, der SolarFlow 4000 Mix AC+, startet bei rund 1.999 € (UVP), bietet dafür 4.000 W und die Erweiterbarkeit bis 50 kWh. Zendures Hybrid-Variante 4000 Mix Pro mit integriertem String-Wechselrichter liegt bei etwa 2.399 €. Aus dem Anker-Lager zielt die Solarbank 4 Pro mit 5–30 kWh und 5.000 W PV-Eingang auf dieselbe „mehr als ein Balkonspeicher"-Klasse. Wer dagegen primär einen großen, fest installierten Hausspeicher sucht, schaut eher Richtung EcoFlow OCEAN 2 oder PowerOcean – die spielen aber preislich und vom Installationsaufwand in einer anderen Liga.
Pro und Contra: SolarFlow 3000 Mix AC+ (Stand Launch)
Pro
- 8 kWh fester Speicher – deckt Abend und Nacht vieler Haushalte
- 3.000 W Dauer / 7.200 W Spitze – auch starke Verbraucher
- Echte Notstromfunktion (Umschaltung in ~10 ms)
- Bis 10.000 Ladezyklen, ca. 15 Jahre Lebensdauer
- ZenGuard™ mit integriertem Aerosol-Löschsystem
- Faire ~212 €/kWh in dieser Leistungsklasse
Contra
- Nicht erweiterbar – wer mehr will, braucht das 4000er-Modell
- Volle Leistung erfordert passend abgesicherten Stromkreis
- Zum Launch mehrwöchige Lieferzeiten
- Langzeit-Praxiswerte fehlen noch – unser Test folgt
Für wen lohnt sich der SolarFlow 3000 Mix AC+?
Unsere Einschätzung zum Launch: Der SolarFlow 3000 Mix AC+ ist die richtige Wahl für Haushalte mit moderatem bis mittlerem Stromverbrauch, die wissen, dass ihnen 8 kWh genügen – und die den Komfort einer Notstromreserve schätzen, ohne einen fest installierten Hausspeicher samt Elektriker-Rechnung zu wollen. Wer dagegen perspektivisch ausbauen oder mehr als 3.000 Watt abrufen möchte, ist mit dem 4000 Mix AC+ besser bedient. Für ein kleines 800-Watt-Balkonkraftwerk bleibt dieser Speicher dagegen überdimensioniert; dort rechnet sich oft ein kompakteres, günstigeres System. Unser ausführlicher Praxistest mit eigenen Messreihen folgt in den kommenden Wochen – ein Deal-Alarm lohnt sich, denn zum Marktstart sind Aktionspreise wahrscheinlich.
Häufige Fragen
Was kostet der Zendure SolarFlow 3000 Mix AC+?
Ca. 1.699 € (Idealo-/heise-Bestpreis, Stand 22.06.2026) – rund 212 € pro Kilowattstunde. Zum Marktstart sind Lieferzeiten von mehreren Wochen noch üblich.
Lässt sich der Speicher erweitern?
Nein. Die 8 kWh sind fest verbaut. Wer modular bis 50 kWh ausbauen möchte, braucht das größere Modell SolarFlow 4000 Mix AC+ (UVP ca. 1.999 €).
Hat der SolarFlow 3000 Mix AC+ Notstrom?
Ja. Bei einem Netzausfall schaltet das System laut Zendure in rund 10 Millisekunden in den Inselbetrieb und versorgt angeschlossene Verbraucher weiter.
Marktstart-Preis im Blick behalten?
Zum Verkaufsstart sind Aktionspreise erfahrungsgemäß nur wenige Wochen verfügbar.
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