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Der SolarFlow 800 Pro war 2025 einer der meistdiskutierten Balkonspeicher – kompakt, KI-gesteuert, mit ordentlichem Preis-Leistungs-Verhältnis. Jetzt legt Zendure nach: Der SolarFlow 800 Pro 2 ist kein kompletter Neustart, sondern ein gezieltes Hardware-Update des Modelljahrs 2026. Es bleibt das, was Zendure ausmacht – ein All-in-One-Gerät, das Mikro-Wechselrichter, Steuerung und LiFePO4-Akku in einem DC-gekoppelten Gehäuse vereint –, aber an den richtigen Stellen verfeinert. Hier ist unser Launch-Check auf Basis der offiziellen Daten (Zendure) und der ersten Einordnungen unabhängiger Fachmedien (energienerds.de, oekostromhelden.de, Notebookcheck, heise Preisvergleich). Unser ausführlicher Praxistest mit eigenen Messreihen folgt.
Der SolarFlow 800 Pro 2 in einer Grafik
Infografik zum Teilen – Quellenangaben unten in der Grafik.
Technische Daten im Überblick
| Kapazität | 1,92 kWh LiFePO4, erweiterbar auf bis zu 11,52 kWh (bis 6 Einheiten) |
| PV-Eingang | 2.640 W über 4 unabhängige MPPT-Tracker (je 660 W) |
| AC-Ausgang | 800 W netzgekoppelt · 1.000 W im Inselbetrieb |
| AC-Ladeleistung | max. 1.200 W (Vorgänger: 1.000 W) |
| Effizienz | bis 96 % Energieeffizienz, neue GaN-Halbleiter |
| Architektur | 48-V-DC-gekoppelt (−25 % Verluste ggü. 16-V-Systemen) |
| Energiemanager | ZenKI HEMS (Verbrauch, Wetter, dynamische Tarife) |
| Nulleinspeisung | via Smart Meter (z. B. Shelly Pro 3EM) |
| Modelljahr | 2026 · Nachfolger des SolarFlow 800 Pro |
| Preis | ca. 649 € (UVP/Herstellerpreis) |
Was neu ist gegenüber dem 800 Pro
Der Pro 2 ist ausdrücklich ein Hardware-Refinement, kein Neustart – die spannende Frage ist also, ob die Detailverbesserungen ein Upgrade rechtfertigen. Drei Dinge fallen auf:
Erstens: Die AC-Ladeleistung steigt von 1.000 W auf 1.200 W. Klingt nach einer Nuance, ist aber genau dort relevant, wo der Speicher heute sein Geld verdient – beim gezielten Nachladen aus dem Netz in günstigen Stunden eines dynamischen Tarifs. 20 Prozent mehr Ladeleistung heißt: Das günstige Strompreis-Fenster wird besser ausgenutzt.
Zweitens: Neue Galliumnitrid-(GaN)-Halbleiter. GaN schaltet schneller und mit weniger Verlust als klassisches Silizium – das senkt Abwärme und hebt den Wirkungsgrad auf bis zu 96 %. In Verbindung mit dem optimierten Kühlsystem kann der Pro 2 laut Hersteller länger unter Volllast arbeiten, ohne thermisch abzuregeln.
Drittens: Das Gehäuse wird kompakter und leichter, und die Reaktionszeit auf die Smart-Meter-Daten ist spürbar kürzer – wichtig für eine saubere Nulleinspeisung. Unverändert bleiben die für Balkonkraftwerke entscheidenden Eckwerte: 1,92 kWh Kapazität und 800 W netzgekoppelter AC-Ausgang. Die 48-V-DC-gekoppelte Architektur bleibt ebenfalls der zentrale Effizienzhebel: Weil Solarstrom intern nicht erst auf 230 V Wechselstrom gewandelt und wieder gleichgerichtet werden muss, gibt Zendure rund 25 % weniger Verluste gegenüber älteren 16-V-Systemen an.
Zahlen & Einordnung: ZenKI, dynamische Tarife, Nulleinspeisung
Der eigentliche Star des Systems ist nicht die Hardware, sondern das ZenKI-HEMS (Home Energy Management System). Es analysiert den Hausverbrauch, zieht die Wetterprognose heran und – das ist der entscheidende Punkt – die dynamischen Strompreise von über 700 EU-Anbietern. Wer einen Tarif wie Tibber oder Rabot fährt, lässt den Speicher in den günstigsten Nachtstunden laden und in den teuren Abendstunden entladen. Aus dem reinen Solarspeicher wird so ein Arbitrage-Werkzeug, das auch ohne Sonne spart.
Damit das sauber funktioniert, gehört eine echte Nulleinspeisung dazu: Über einen Smart Meter (etwa einen Shelly Pro 3EM) misst das System sekundengenau, was das Haus gerade zieht, und liefert exakt diese Leistung – statt Überschuss ungenutzt ins Netz zu schieben. Genau hier zahlt die kürzere Reaktionszeit des Pro 2 ein.
Für wen lohnt sich der SolarFlow 800 Pro 2?
Die ehrliche Einordnung: Der Pro 2 spielt seine Stärken vor allem dann aus, wenn zwei Dinge zusammenkommen – ein dynamischer Stromtarif und eine ordentliche PV-Leistung am Balkon oder auf dem Gartenhaus. Wer 600–800 W am Mikro-Wechselrichter-Limit fährt und in günstigen Stunden gezielt nachlädt, holt aus dem 1,92-kWh-Akku und der ZenKI-Logik das meiste heraus; die Erweiterbarkeit auf 11,52 kWh hält die Tür für ein späteres Aufrüsten offen.
Wer dagegen einen Festtarif hat und seinen Solarstrom nur tagsüber direkt verbrauchen will, profitiert von der KI-Tarif-Logik kaum – für diesen Fall reicht oft der günstigere Vorgänger oder ein einfacherer Speicher. Und wer bereits einen 800 Pro besitzt, sollte nüchtern bleiben: Die 200 W mehr Ladeleistung und der bessere Wirkungsgrad sind willkommen, rechtfertigen aber für sich genommen selten einen Neukauf.
Preis: Was kostet der Pro 2?
Zendure ruft die Basisversion mit rund 649 € (UVP/Herstellerpreis) auf. Einen belastbaren Idealo-Bestpreis gibt es zum Launch noch nicht – das Modell 2026 ist im breiten Preisvergleich aktuell kaum gelistet (Stand: 26.06.2026). Erfahrungsgemäß rutscht der Marktpreis bei Zendure-Speichern nach den ersten Wochen deutlich unter die UVP; der Vorgänger 800 Pro war zuletzt spürbar günstiger zu haben. Wir aktualisieren den Preis hier, sobald der Marktpreis fällt und Idealo das Modell führt. Bis dahin gilt: Wer nicht zwingend die neueste Generation braucht, sollte den Preis des 800 Pro im Auge behalten – der dürfte mit dem Nachfolger weiter nachgeben.
Pro und Contra: SolarFlow 800 Pro 2 (Stand Launch)
Pro
- AC-Ladeleistung auf 1.200 W erhöht – nutzt günstige Tarif-Fenster besser
- Neue GaN-Halbleiter, bis 96 % Effizienz, weniger Abwärme
- ZenKI-HEMS mit dynamischen Tarifen von 700+ EU-Anbietern
- 1,92 kWh erweiterbar auf 11,52 kWh – wächst mit
- 4 MPPT (zusammen 2.640 W) und saubere Nulleinspeisung per Smart Meter
- Kompakter und leichter als der Vorgänger
Contra
- Eher Evolution als Revolution – gegenüber dem 800 Pro Detailverbesserungen
- KI-Tarif-Vorteil greift nur mit dynamischem Stromtarif voll
- Noch kein belastbarer Idealo-Marktpreis zum Launch
- Langzeit-Praxiswerte fehlen naturgemäß noch – unser Test folgt
Fazit zum Launch
Unsere Einschätzung: Der SolarFlow 800 Pro 2 ist ein durchdachtes Update an genau den Stellen, an denen ein moderner Balkonspeicher heute Geld spart – schnelleres AC-Laden, effizientere GaN-Elektronik, kürzere Reaktionszeit für die Nulleinspeisung. In Verbindung mit dem ZenKI-Manager und einem dynamischen Tarif ist das ein rundes Paket, das den guten Ruf des Vorgängers fortschreibt. Wer neu einsteigt und ohnehin auf Tibber & Co. setzt, bekommt hier die ausgereiftere Generation. Bestandskunden des 800 Pro hingegen haben es nicht eilig. Unser ausführlicher Praxistest mit eigenen Messreihen zu Wirkungsgrad und Tarif-Ersparnis folgt – Deal-Alarm abonnieren lohnt sich.
Häufige Fragen
Was kostet der Zendure SolarFlow 800 Pro 2?
Der Herstellerpreis (UVP) der Basisversion liegt bei rund 649 €. Ein Idealo-Bestpreis ist zum Launch noch nicht breit gelistet (Stand: 26.06.2026) – wir aktualisieren den Preis, sobald der Marktpreis fällt.
Was ist neu gegenüber dem SolarFlow 800 Pro?
Die AC-Ladeleistung steigt von 1.000 W auf 1.200 W, neue GaN-Halbleiter senken Verluste und Wärme, das Gehäuse wird kompakter und leichter, und die Reaktionszeit auf den Smart Meter ist deutlich schneller. Kapazität (1,92 kWh) und AC-Ausgang (800 W) bleiben gleich.
Was kann der ZenKI-Energiemanager?
ZenKI ist ein KI-gestütztes Energiemanagement. Es wertet Hausverbrauch, Wetterprognose und dynamische Stromtarife von über 700 EU-Anbietern aus und lädt den Speicher gezielt in günstigen Stunden – ideal mit Tibber oder Rabot und Nulleinspeisung per Smart Meter.
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