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Die meisten Qi2-Powerbänke sehen aus wie das, was sie sind: ein Stück durchgeformter Kunststoff mit Magnetring. Die Vonmühlen Evergreen Mag aus Lüneburg will das ändern – mit einem Gehäuse aus recyceltem Aluminium, gerade einmal 8,6 Millimetern Dicke und einer Akkuzelle, in der laut Hersteller recyceltes Kobalt steckt. Klingt nach einem Designobjekt. Die Kehrseite steht klein auf dem Datenblatt: Mit 5.000 mAh trägt sie nur die halbe Kapazität dessen, was Anker, Ugreen und Belkin für ähnliches Geld in ihre Qi2-Modelle packen. Hier ist unser Launch-Check auf Basis der Herstellerangaben, eines unabhängigen Tests und der aktuellen Marktpreise.
Die Evergreen Mag in einer Grafik
Infografik zum Teilen – Quellenangaben unten in der Grafik.
Technische Daten im Überblick
| Kapazität | 5.000 mAh (19,25 Wh), ca. 16 Wh nutzbar |
| Kabellos (Qi2/MagSafe) | bis 15 W magnetisch, 9 N Haltekraft |
| USB-C | bis 20 W Ein- und Ausgang, Pass-Through-fähig |
| Maße / Gewicht | 102 × 70 × 8,6 mm · 118 g |
| Material | Gehäuse recyceltes Aluminium, Akkuzelle mit recyceltem Kobalt |
| Schutzschaltungen | Überspannung, Überstrom, Überhitzung |
| Farben | Schwarz, Weiß |
| Garantie | 3 Jahre Herstellergarantie |
| Marktstart | 12. Mai 2025 (weiterhin im Handel) |
| Preis | UVP 59,99–69,99 € (Quellen uneinheitlich) · Marktpreis ab ~43 € |
| Ersteindruck | 7,4 / 10 |
Hinweis zur Ehrlichkeit: Vonmühlen selbst nennt auf seiner Herstellerseite 59,99 €, ein Launch-Artikel vom Mai 2025 nannte 69,99 € UVP – vermutlich eine Preissenkung seit Marktstart, aber nicht mit exaktem Datum belegt. Idealo führte das Produkt zum Prüfzeitpunkt nicht auf; wir haben deshalb auf den deutschen Preisvergleich bei Geizhals und die Händlerpreise bei comspot.de zurückgegriffen.
Was das Material wirklich bringt
Der eigentliche Clou der Evergreen Mag ist nicht die Ladeleistung, sondern das Gehäuse: Statt der üblichen Kunststoffschale aus dem Zubehörregal setzt Vonmühlen auf recyceltes Aluminium, gepaart mit einer Akkuzelle, für die laut Hersteller recyceltes Kobalt verwendet wird. Bei nur 8,6 Millimetern Dicke und 118 Gramm Gewicht fühlt sich das im Alltag eher wie ein hochwertiges Case an als wie ein klobiger Zusatzakku – ein Kontrast zur Baseball-Riegel-Optik vieler Qi2-Konkurrenten. Die 9 Newton Magnetkraft halten das iPhone laut Datenblatt sicher genug, dass es beim Herausziehen aus der Tasche nicht abrutscht.
Kabellos gibt die Powerbank bis zu 15 Watt über Qi2 ab – der volle MagSafe-Standard, den auch Apples eigene Geräte nutzen. Über USB-C liegen bis zu 20 Watt in beide Richtungen an: Die Evergreen Mag lädt damit selbst zügig auf und kann per Pass-Through gleichzeitig ein Smartphone weiterladen, während sie selbst am Netzteil hängt. Drei Jahre Herstellergarantie sind für dieses Preissegment überdurchschnittlich lang und ein Vertrauenssignal, das die meisten Wettbewerber nicht bieten.
So schlägt sie sich im Alltag
Stellen Sie sich einen typischen Tag vor: Das iPhone steckt morgens bei 100 Prozent in der Tasche, nach Navigation zur Arbeit, ein paar Fotos und durchgehendem Messenger-Verkehr zeigt das Display gegen Mittag noch 45 Prozent. Sie greifen zur Evergreen Mag, die dank ihrer 8,6 Millimeter kaum dicker ist als das Handy selbst, und pappen sie magnetisch auf die Rückseite. Die 9 Newton Magnetkraft halten sie zuverlässig zentriert, auch wenn das Telefon-Akku-Paket zurück in die Manteltasche wandert. Mit den vollen 15 Watt füllt sich der Akku binnen einer guten Stunde auf ein komfortables Niveau – am Abend ist meist noch eine kleine Reserve übrig, aber eine zweite volle Ladung liegt außerhalb dessen, was 5.000 mAh leisten können. Für den Weg zur Arbeit und zurück reicht das ohne Frage; für ein verlängertes Wochenende ohne Steckdose ist es knapp.
Ein Detail, das beim ersten Blick aufs Datenblatt untergeht: Weil das Gehäuse aus Metall statt Kunststoff besteht, fühlt sich die Evergreen Mag im Sommer wie im Winter angenehm temperiert an – anders als die oft klebrig wirkenden Silikon- oder Kunststoffoberflächen der Konkurrenz. Das ist kein Ladefeature, aber genau die Art von Detail, die den höheren Preis für Design-affine Käufer erklärbar macht.
Die ehrliche Einordnung: schön, aber knapp bemessen
Der unabhängige Test von Techniknews bringt es auf den Punkt: „Die Vonmühlen Evergreen Mag ist eine hochwertig verarbeitete Qi2-Powerbank für designbewusste iPhone-Nutzer", doch „der hohe Preis von 45 bis 50 Euro ist schwer zu rechtfertigen." Die Redaktion maß rund 83 Prozent Ladeeffizienz und damit real nutzbare 16 Wattstunden statt der nominellen 19,25 Wh auf dem Etikett – überschlägig reicht das für eine knappe volle iPhone-Ladung, aber keine zwei.
Und die Konkurrenz schläft nicht: Die Anker MagGo 10K (10.000 mAh, 15 W kabellos, 30 W USB-C) kostet ähnlich viel wie die Evergreen Mag, bietet aber die doppelte Kapazität. Die Ugreen MagFlow (10.000 mAh, 25 W Qi2) war zeitweise für rund 60 US-Dollar im Angebot, und Belkins UltraCharge Slim 10K (10.000 mAh, 25 W Qi2.2) startete in Großbritannien bei 69,99 £. Alle drei liefern doppelte Kapazität – nur eben ohne das Aluminium-Gehäuse und ohne die Nachhaltigkeits-Erzählung. Wer ausschließlich auf mAh pro Euro schaut, bekommt bei der Konkurrenz mehr fürs Geld.
Für wen sich die Vonmühlen Evergreen Mag NICHT lohnt
Wer eine mehrtägige Reise plant und unterwegs nur einen einzigen Akku dabeihaben will, ist mit 5.000 mAh knapp bemessen – hier holen die 10.000-mAh-Modelle von Anker, Ugreen oder Belkin für ähnliches Geld deutlich mehr Reichweite heraus. Wer ein Android-Smartphone ohne Qi2-Magnethülle besitzt, verliert den zentralen Vorteil der magnetischen Zentrierung und lädt nur mit gewöhnlicher Qi-Geschwindigkeit – dann tut es auch eine deutlich günstigere Standard-Powerbank. Und wer stur nach Preis pro Wattstunde rechnet, findet bei der Konkurrenz mehr Kapazität fürs gleiche Geld. Wer dagegen ein schlankes, hochwertig verarbeitetes Design mit gutem ökologischem Fußabdruck sucht und mit einer Ladung pro Tag auskommt, bekommt hier tatsächlich ein Nischenprodukt mit eigenem Reiz.
Pro und Contra: Vonmühlen Evergreen Mag (Stand Launch)
Pro
- Hochwertiges Gehäuse aus recyceltem Aluminium, nur 8,6 mm dünn
- Volle 15 W Qi2/MagSafe-Ladeleistung, 9 N Magnetkraft
- 20 W USB-C mit Pass-Through-Laden
- 3 Jahre Herstellergarantie – überdurchschnittlich lang
- Marktpreis liegt deutlich unter der ursprünglichen UVP
Contra
- Nur 5.000 mAh – halbe Kapazität der Qi2-Konkurrenz
- Laut Techniknews-Test: hoher Preis für die gebotene Kapazität
- Nutzbare Kapazität real bei rund 16 Wh (83 % Effizienz)
- Uneinheitliche UVP-Angaben zwischen Hersteller und Launch-Presse
Für wen lohnt sich die Evergreen Mag?
Unsere Einschätzung zum Launch: Die Vonmühlen Evergreen Mag ist keine Powerbank für Kapazitäts-Rechner, sondern für Menschen, denen Design, Material und Garantiezeit wichtiger sind als jede letzte Wattstunde. Wer sein iPhone einmal täglich nachladen will und ein schlankes, hochwertig verarbeitetes Zubehörteil ohne Plastik-Optik sucht, bekommt hier ein durchdachtes Produkt mit drei Jahren Garantie. Wer dagegen unterwegs maximale Reichweite aus einem einzigen Akku braucht, ist bei den 10.000-mAh-Modellen von Anker, Ugreen oder Belkin besser bedient – für ähnliches Geld. Deal-Alarm abonnieren lohnt sich, um aktuelle Preisschwankungen nicht zu verpassen.
Häufige Fragen
Wie viel mAh hat die Evergreen Mag wirklich nutzbar?
Auf dem Etikett stehen 5.000 mAh (19,25 Wh). Laut einer unabhängigen Messung von Techniknews kommen real rund 16 Wh nutzbar an – überschlägig eine knappe volle iPhone-Ladung.
Was kostet die Vonmühlen Evergreen Mag?
Die Herstellerseite nennt 59,99 €, ein Launch-Artikel vom Mai 2025 nannte 69,99 € UVP. Im deutschen Handel liegt sie Stand 22. August 2026 bei rund 43 bis 50 €.
Für wen lohnt sich die Evergreen Mag nicht?
Für alle, die auf Reisen maximale Kapazität aus einem Akku brauchen – dort bieten Anker, Ugreen und Belkin für ähnliches Geld die doppelte Kapazität von 10.000 mAh.
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