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Wer einen Gardena-Mähroboter im Garten hat, kennt das Ritual: erst den Begrenzungsdraht am Rasenrand verlegen, festtackern, an Beeten vorbeischlängeln – und bei jeder Umgestaltung wieder von vorn. Genau dieses Ritual will Gardena jetzt abschaffen. Der smart SILENO sense, seit Juni 2026 in Deutschland erhältlich, ist der erste Mähroboter der Marke, der ganz ohne Begrenzungskabel auskommt. Statt eines Drahtes navigiert er über LONA Intelligence – ein Zusammenspiel aus kamerabasierter KI, satellitenbasierter Positionierung und Mobilfunk. Das ist ein bemerkenswerter Strategiewechsel für einen Hersteller, der die Kabel-Mähroboter über Jahre geprägt hat. Hier ist unser Launch-Check auf Basis der offiziellen Daten und der ersten unabhängigen Einschätzungen; unser ausführlicher Praxistest folgt.
Der smart SILENO sense in einer Grafik
Infografik zum Teilen – Quellenangaben unten in der Grafik.
Was am SILENO sense wirklich neu ist
Die Mähroboter-Welt hat 2026 einen klaren Trend: weg vom Draht, hin zur Sensornavigation. Gardena vollzieht diesen Schritt mit dem smart SILENO sense – und teilt sein Sortiment dabei spürbar in zwei Lager: die bewährten Kabel-SILENOs (wie der minimo) und die neuen kabellosen KI-Modelle. Der sense gehört zur zweiten Gruppe und ersetzt das Verlegen von Begrenzungsdraht durch LONA Intelligence.
LONA kombiniert drei Bausteine. Eine Kamera mit KI erkennt und klassifiziert Hindernisse – nach Gardenas Angabe über 150 Objektarten – und entscheidet, ob etwas überfahren werden darf (Laub) oder umfahren werden muss (Äste, Spielzeug, Tiere). Die satellitenbasierte Positionierung sorgt für die grobe Verortung im Garten, vergleichbar mit einem Navi. Und der Mobilfunk hält das Gerät dauerhaft online; die SIM-Karte ist inklusive und kostenfrei. Mäh- und Sperrzonen legen Sie nicht mehr im Boden, sondern als virtuelle Flächen in der App fest – Beete oder Pools schließen Sie per Fingertipp aus, ohne einmal die Schaufel anzufassen.
Hinderniserkennung, Randmähen und Lautstärke
Der praktische Reiz kabelloser Systeme steht und fällt mit der Hinderniserkennung. Hier setzt Gardena auf die Kamera-KI, die laut Hersteller über 150 Hindernisarten unterscheidet und dabei klug abwägt: Laub wird gemäht, ein vergessenes Spielzeug oder ein Ast wird umfahren. Diese Klassifizierung ist der eigentliche Unterschied zu simpler Stoßsensorik – der Mäher rumpelt nicht gegen Objekte, sondern weicht ihnen vorausschauend aus. Alle Aufnahmen bleiben dabei nach Gardenas Angabe lokal auf dem Gerät und wandern nicht in eine Cloud.
Beim Randmähen hilft die Trim-to-Edge-Funktion: Der sense fährt nah an Kanten heran, sodass weniger Nacharbeit mit dem Trimmer nötig ist – ein klassisches Schwachthema kabelloser Mäher, das Gardena bewusst adressiert. Beim Geräuschpegel bleibt die Marke ihrer Linie treu: Mit rund 57 dB arbeitet der sense flüsterleise und ist auch in dicht bebauten Wohngebieten unproblematisch. Steigungen meistert er bis 25 %, womit auch leicht hügelige Grundstücke abgedeckt sind.
Technische Daten im Überblick
| Flächenvarianten | smart SILENO sense 400 (bis 400 m²) · sense 600 (bis 600 m²) |
| Navigation | LONA: Kamera-KI + satellitenbasierte Positionierung + Mobilfunk |
| Begrenzungskabel | nicht nötig – virtuelle Mäh- und Sperrzonen in der App |
| Hinderniserkennung | Kamera-KI, über 150 Objektarten (Laub mähen, Äste/Spielzeug umfahren) |
| Randmähen | Trim-to-Edge-Funktion |
| Lautstärke | ca. 57 dB |
| Steigung | bis 25 % |
| Konnektivität | WLAN (Einrichtung), Mobilfunk via SIM (inklusive, kostenfrei), Gardena smart App |
| Datenschutz | Aufnahmen lokal auf dem Gerät, nicht in der Cloud |
| Marktstart | Juni 2026 (Deutschland) |
| Preis | UVP 999,99 € (400) / 1.099,99 € (600) · Bestpreis ab ~636 € / ~800 € (Stand 25.06.2026) |
Die ehrliche Einordnung: Komfort hat seinen Preis
Der größte Gewinn ist die Installation: keine Drahtverlegung, keine Reparatur durchtrennter Kabel nach dem Vertikutieren, freie Hand bei der Gartengestaltung. Wer sein Beet umzieht oder einen Pool aufstellt, korrigiert die Zonen in der App statt im Erdreich. Dazu kommt der Markenvorteil: Gardena gehört zur Husqvarna-Gruppe, hat jahrzehntelange Mähroboter-Erfahrung und ein dichtes Service- und Ersatzteilnetz – das ist bei einer Anschaffung, die viele Sommer halten soll, kein Nebenaspekt.
Zwei Punkte sollte man nüchtern sehen. Erstens der Preis: Mit einer UVP ab 999,99 € liegt der sense deutlich über den klassischen minimo-Kabelmodellen; selbst der gefallene Straßenpreis ab rund 636 € ist kein Schnäppchen. Zweitens die Abhängigkeit von der Umgebung: Kabellose Systeme brauchen GPS-Empfang, Tageslicht für die Kamera und eine stabile Verbindung. Die ersten unabhängigen Tests weisen zudem darauf hin, dass die Software-Reife dieser ersten Generation noch wächst und die Erstinstallation samt Ladestation-Positionierung sorgfältig erfolgen muss. Wer einen verschachtelten Garten mit vielen Engstellen oder dichten Baumkronen hat, sollte das einkalkulieren.
Konkurrenz und Preise
Die kabellose Mähroboter-Klasse ist 2026 voll geworden. In Gardenas Größenklasse buhlen vor allem KI-/Satelliten-Modelle um die Gunst: Der Worx Landroid Vision setzt rein auf Kamera-KI und kartiert beim ersten Mähen selbst. Ecovacs GOAT (z. B. O600 RTK ab rund 649 €) kombiniert RTK-Satellit mit KI-Kamera und integriertem Kantentrimmer. Auch Segway Navimow mischt mit RTK kräftig mit. Gardena positioniert sich als Marken-Premium: leiser Betrieb, durchdachte App-Logik, virtuelle Zonen und das Service-Netz der Husqvarna-Gruppe – dafür ruft die Marke zur UVP einen Aufschlag auf. Wer das Markenvertrauen und die Lautstärke höher gewichtet als den letzten Euro, findet hier ein stimmiges Paket.
| Gardena smart SILENO sense 400 | kabellos · LONA (Kamera-KI + Satellit + Mobilfunk) · ~57 dB · ab ~636 € |
| Gardena smart SILENO sense 600 | wie oben, bis 600 m² · ab ~800 € |
| Ecovacs GOAT O600 RTK | RTK-Satellit + KI-Kamera + TruEdge-Trimmer · ~649 € |
| Worx Landroid Vision | reine Kamera-KI, Selbstkartierung · je nach Variante |
| Gardena SILENO minimo | klassisch mit Begrenzungskabel · deutlich günstiger |
Pro und Contra: Gardena smart SILENO sense (Stand Launch)
Pro
- Kein Begrenzungskabel – Installation ohne Drahtverlegung
- LONA: Kamera-KI + Satellit + Mobilfunk, erkennt 150+ Hindernisse
- Virtuelle Mäh- und Sperrzonen flexibel per App
- Flüsterleise mit rund 57 dB, Steigung bis 25 %
- SIM-Karte inklusive und kostenfrei, Aufnahmen bleiben lokal
- Etablierter Markenhersteller mit Service- und Ersatzteilnetz
Contra
- Deutlich teurer als die klassischen Kabel-SILENOs
- Auf GPS-Empfang, Tageslicht und Konnektivität angewiesen
- Software-Reife der ersten Generation wächst noch
- Sorgfältige Erstinstallation und Ladestation-Position nötig
Für wen lohnt sich der smart SILENO sense?
Unsere Einschätzung zum Launch: Mit dem smart SILENO sense holt Gardena den Anschluss an die kabellose Mähroboter-Generation – und tut es mit der Sorgfalt, die man von der Marke erwartet: leise, mit durchdachter Hinderniserkennung und virtuellen Zonen, ohne dass Aufnahmen in die Cloud wandern. Für Gärten bis 400 oder 600 m², bei denen die Drahtverlegung nervt oder die Gestaltung öfter wechselt, ist das ein komfortabler, zukunftssicherer Mäher von einem verlässlichen Hersteller. Der Preis bleibt der Knackpunkt: Wer ein festes Rasen-Layout hat und auf jeden Euro schaut, fährt mit einem Kabel-minimo günstiger. Wer Komfort, Markenservice und Ruhe schätzt, bekommt hier ein rundes Paket. Unser ausführlicher Praxistest mit eigenen Messreihen folgt – Newsletter abonnieren lohnt sich.
Häufige Fragen
Was kostet der Gardena smart SILENO sense?
Die UVP liegt bei 999,99 € (400 m²) bzw. 1.099,99 € (600 m²). Im Preisvergleich war das 400-m²-Modell zum Marktstart bereits ab rund 636 €, das 600-m²-Modell ab rund 800 € gelistet (Geizhals-Bestpreis, Stand 25.06.2026). Die SIM-Karte für die Mobilfunkverbindung ist kostenfrei enthalten.
Braucht der SILENO sense ein Begrenzungskabel?
Nein. Statt eines im Boden verlegten Drahtes nutzt er LONA Intelligence – eine Kombination aus kamerabasierter KI, satellitenbasierter Positionierung und Mobilfunk. Mäh- und Sperrzonen werden als virtuelle Flächen in der App festgelegt.
Werden die Kamera-Aufnahmen in die Cloud geladen?
Nein. Nach Gardenas Angabe werden die Aufnahmen lokal auf dem Gerät gespeichert und nicht in eine Cloud übertragen. Die Kamera dient der KI-Hinderniserkennung, die über 150 Objektarten unterscheidet.
Für wen lohnt sich der Gardena smart SILENO sense?
Für Gärten bis 400 bzw. 600 m², bei denen die Drahtverlegung lästig wäre oder die Gartengestaltung öfter wechselt. Wer auf jeden Euro achtet und ein festes Layout hat, fährt mit einem klassischen Kabel-Modell wie dem SILENO minimo günstiger.
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Die Marktstart-Preise schwanken erfahrungsgemäß zu Saisonbeginn – ein Preisvergleich lohnt sich.
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