Transparenz: Dieser Beitrag enthält Affiliate-Links (*). Kaufen Sie darüber, erhalten wir eine Provision – der Preis ändert sich für Sie nicht. Dies ist ein Launch-Check auf Datenbasis: Wir ordnen die Herstellerangaben und die ersten Fachmedien-Einschätzungen ein.

Videotürklingeln gibt es wie Sand am Meer – der eigentliche Ärger beginnt meist erst nach dem Kauf: leerer Akku alle paar Wochen, oder eine Cloud, die ohne Monatsabo keine Aufnahme speichert. Genau an diesen zwei Punkten setzt Reolink mit der Video Doorbell 2. Generation an. Der chinesisch-hongkongische Hersteller, in der Überwachungstechnik längst eine feste Größe, wirbt mit einer Akkulaufzeit von bis zu zehn Monaten und einem klaren Versprechen: kein Abo, für keine Funktion. Vorgestellt wurde das Modell als Teil von Reolinks neuer „Qualcomm-Serie", der Verkaufsstart in Deutschland fiel auf den 20. Juli 2026. Schauen wir uns an, was dahintersteckt.

Die Video-Türklingel in einer Grafik

REOLINK VIDEO-TÜRKLINGEL 2. GEN Launch-Check · Marktstart 20. Juli 2026 2K 4 MP, 2048×2048 1:1 Kopf bis Fuß 10 Mon. Akkulaufzeit Qualcomm-Chip IP65 wetterfest −10 bis 55 °C 0 € pro Monat kein Abo Preisvergleich: Video-Türklingeln im Markt Reolink D340W ca. 89 € Reolink Video Doorbell 2. Gen 139,99 € UVP eufy Video Doorbell E340 ca. 139 € Zum Marktstart war die 2. Gen auf Amazon.de bereits ab rund 114 € gelistet. KI-Erkennung (lokal) Person · Auto · Tier · Paket Speicher microSD bis 512 GB Quellen: Reolink (Herstellerangaben), stadt-bremerhaven.de (Caschys Blog), Amazon.de · Grafik: SmartHome Kompass, Juli 2026

Infografik zum Teilen – Quellenangaben unten in der Grafik.

Technische Daten im Überblick

Sensor / Auflösung2K, 4 Megapixel, 2048 × 2048 px (1:1 Head-to-Toe), 15 fps, HDR
Objektiv / Sichtfeldf = 1,2 mm, F1.8; 150° horizontal, 150° vertikal, 180° diagonal
NachtsichtInfrarot-Nachtsicht, automatischer Tag/Nacht-Wechsel
KI-ErkennungLokal auf dem Gerät: Personen, Fahrzeuge, Tiere, Pakete – ohne Abo
SpeicherungmicroSD bis 512 GB, Reolink Home Hub, NVR oder FTP – Cloud optional
StromversorgungAkku (bis 10 Monate bei 5 Min/Tag, bis 300 Tage mit Solarpanel) oder Kabel 8–24 V AC; USB-C-Ladung
FunkchipQualcomm QCC730 Micro-Power-WLAN – bis zu 50 % mehr Laufzeit als klassische WLAN-Kameras
WLANDual-Band 2,4 / 5 GHz (802.11 a/b/g/n)
AudioZwei-Wege-Gegensprechfunktion, „Voice Masking" (Stimmenverzerrung)
WetterschutzIP65, Betriebstemperatur −10 bis 55 °C
Smart HomeGoogle Assistant, IFTTT, Home Assistant (via Reolink Hub); Alexa „Coming soon"
Maße / Gewicht160 × 48 × 29,5 mm, 231 g
Preis139,99 € UVP – auf Amazon.de zum Start ab ca. 114 € (Stand 21.07.2026)

Der eigentliche Clou: der sparsame Funkchip

Der große Sprung gegenüber der ersten Generation steckt nicht im Kamerabild, sondern in einem Bauteil, das man auf keinem Werbefoto sieht: dem Qualcomm QCC730, einem sogenannten Micro-Power-WLAN-Chip. Bei Akku-Kameras ist das Funkmodul traditionell der größte Stromfresser – jede Verbindung zum Router zieht Energie. Der QCC730 ist genau darauf optimiert und soll laut Reolink „bis zu 50 Prozent längere Akkulaufzeit als bei herkömmlichen WLAN-Kameras" ermöglichen, ohne dass Funktionen wegfallen. In Zahlen: bis zu zehn Monate auf einer Ladung – rund doppelt so lang wie beim Vorgänger.

Wichtig ist der Kontext dieser Zahl: Sie gilt für etwa fünf Minuten Aufnahme pro Tag. Klingelt und filmt die Türklingel doppelt so viel, halbiert sich der Wert ungefähr auf sechs Monate – immer noch ordentlich, aber eben nicht die volle Marketing-Zahl. Wer die Klingel mit dem separaten 0,6-Watt-Solarpanel koppelt, kann die Laufzeit laut Reolink auf bis zu 300 Tage strecken, in sonnigen Lagen praktisch auf Dauerbetrieb. Geladen wird per USB-C, alternativ lässt sich die Klingel fest an einen vorhandenen Klingeltrafo (8–24 V AC) anschließen. Dieser „Wired Power Mode" schaltet dann zusätzliche Funktionen frei: durchgehende 24/7-Aufnahme und eine Voraufnahme, die den Moment vor dem Auslösen mitschneidet.

Bild, Sicht und Erkennung

Beim Bild setzt Reolink auf ein 2K-Panel mit 4 Megapixeln und dem inzwischen bei Türklingeln üblichen 1:1-Format (2048 × 2048 Pixel). Der Vorteil dieser „Head-to-Toe"-Sicht: Sie sehen den Besucher vom Kopf bis zu den Füßen – und damit auch das Paket, das direkt vor der Tür abgestellt wird. Das Sichtfeld ist mit 150° horizontal wie vertikal großzügig, diagonal deckt die Linse 180° ab. Gegen harte Kontraste – etwa Gegenlicht bei tiefstehender Sonne – arbeitet eine HDR-Funktion.

Die KI-Erkennung läuft komplett lokal auf dem Gerät und unterscheidet Personen, Fahrzeuge, Tiere und Pakete. Neu gegenüber der ersten Generation ist dabei vor allem die Tiererkennung. Das ist mehr als Spielerei: Wer nur bei echten Personen eine Push-Meldung möchte und nicht bei jeder vorbeistreunenden Katze, spart sich Fehlalarme. Ein nettes Detail für die Privatsphäre ist die Stimmenverzerrung („Voice Masking"): Man kann Besucher aus der Ferne ansprechen, ohne die eigene Stimme preiszugeben – praktisch, wenn das Kind allein zu Hause ist und niemand hören soll, dass gerade kein Erwachsener da ist. Die Reaktionszeit gibt der Fachdienst Caschys Blog (stadt-bremerhaven.de) in seinem ersten Eindruck mit maximal einer Sekunde bis zum Gong und zwei bis drei Sekunden bis zur App-Benachrichtigung an – solide Werte für eine Akku-Türklingel.

Der Abo-Verzicht – und was ihn wert macht

Reolinks stärkstes Argument ist zugleich das schlichteste: kein Abo für gar nichts. Live-Bild, Gegensprechen, KI-Erkennung und Aufnahme funktionieren ohne monatliche Gebühr. Die Videos landen wahlweise auf einer microSD-Karte (bis 512 GB), auf dem Reolink Home Hub, einem Netzwerkrekorder (NVR) oder per FTP auf einem NAS im eigenen Haus. Das ist der entscheidende Unterschied zu Platzhirsch Ring, wo sinnvolle Funktionen wie gespeicherte Aufnahmen erst im „Ring Home"-Abo (ab knapp 5 €/Monat) freigeschaltet werden. Auf zehn Jahre gerechnet macht das schnell mehrere Hundert Euro Unterschied – Geld, das bei Reolink gar nicht erst anfällt. Caschys Blog fasst den ersten Eindruck entsprechend als „absolut empfehlenswertes Upgrade mit kostenloser Speicheroption" zusammen.

Die Alexa-Anbindung ist zum Marktstart noch als „Coming soon" markiert. Google Assistant, IFTTT und Home Assistant (über den Reolink Hub) funktionieren dagegen von Anfang an. Wer fest auf Alexa-Sprachsteuerung baut, sollte vor dem Kauf den aktuellen Stand prüfen.

Reolink 2. Gen vs. eufy, Ring und das eigene Einstiegsmodell

Reolink positioniert die 2. Generation clever in der Mitte: teurer als das eigene Einstiegsmodell, aber deutlich günstiger als die Abo-Konkurrenz auf Sicht der Jahre. Die Reolink D340W gibt es schon ab rund 89 € – sie klingt attraktiv, verzichtet aber auf das lange Akkuleben des neuen Qualcomm-Chips und die Tiererkennung. Die eufy Video Doorbell E340 für etwa 139 € speichert ebenfalls lokal ohne Abo und gilt als eine der besten ihrer Klasse, kostet aber ähnlich viel. Ring punktet mit dem größten Ökosystem und der breitesten Zubehör-Auswahl, verlangt aber für Aufnahmen das erwähnte Abo. Die Reolink 2. Gen trifft damit einen Sweet Spot für alle, die abolos speichern wollen und Wert auf möglichst seltenes Nachladen legen.

ModellPreisBesonderheit
Reolink Video Doorbell 2. Gen139,99 € UVP (ab ~114 €)Bis 10 Monate Akku (Qualcomm-Chip), Tiererkennung, kein Abo
eufy Video Doorbell E340ca. 139 €Lokale Speicherung ohne Abo, sehr guter Ruf
Ring Battery Video Doorbell Plusca. 129 €Größtes Ökosystem, Aufnahmen nur mit Ring-Abo
Reolink D340Wca. 89 €Günstiger Einstieg, kürzere Laufzeit, ohne Tiererkennung

Preis und Verfügbarkeit

Die UVP liegt bei 139,99 €. Zum Verkaufsstart am 20. Juli 2026 war die Türklingel auf Amazon.de bereits ab rund 114 € gelistet – ein üblicher Startrabatt gegenüber der Listenempfehlung. Ein eigenständiges Idealo- oder Geizhals-Listing speziell für die zweite Generation lag zum Recherchezeitpunkt (21.07.2026) noch nicht vor; die Preisvergleicher führen bislang vor allem die erste Generation (ab ca. 89 €). Erfahrungsgemäß pendeln sich die Preise erst ein paar Wochen nach dem Marktstart ein, sobald mehrere Händler das Modell führen. Wer nicht auf ein einzelnes Angebot angewiesen ist, sollte den Preis daher kurz selbst vergleichen – Türklingeln unterliegen wie alle frisch gestarteten Gadgets anfangs Schwankungen.

Für wen sich die Reolink Video-Türklingel 2. Gen NICHT lohnt

So rund das Paket wirkt – für einige Situationen ist es die falsche Wahl. Wer bereits eine gut funktionierende Reolink-Türklingel der ersten Generation besitzt, braucht nicht zu tauschen: Der Fortschritt liegt vor allem in der Akkulaufzeit und der Tiererkennung, nicht in einer sichtbar besseren Bildqualität – ein Umstieg lohnt hier kaum. Wer maximale Detailschärfe für Gesichter oder Kennzeichen aus größerer Distanz will, ist mit einer 4K-Türklingel (etwa der Ring Battery Video Doorbell Pro) besser bedient; 2K reicht für den Nahbereich vor der Tür, an feine Details in der Ferne kommt es aber nicht heran. Wer sein Smart Home strikt über Apple HomeKit steuert, schaut in die Röhre – Reolink setzt auf Google, Alexa (später) und Home Assistant, HomeKit fehlt. Und wer partout keine chinesische Cloud-Infrastruktur nutzen möchte, sollte einplanen, konsequent rein lokal zu speichern (microSD/NAS) und die optionale Cloud gar nicht erst zu aktivieren – technisch geht das, erfordert aber bewusste Einrichtung. Schließlich: Wer eine Klingel ganz ohne WLAN-Frickelei und Netzwerkwissen sucht, ist mit einer klassischen Funkklingel oder einem betreuten Abo-System unter Umständen glücklicher.

Fazit: Der Ausdauer-Läufer unter den abolosen Türklingeln

Unsere Einordnung: Reolink hat bei der zweiten Generation an den richtigen Stellen geschraubt. Der Qualcomm-Micro-Power-Chip verlängert die Akkulaufzeit spürbar, die neue Tiererkennung reduziert Fehlalarme, und der konsequente Abo-Verzicht spart über die Jahre echtes Geld. Das 2K-Bild mit Kopf-bis-Fuß-Sicht ist für die Haustür völlig ausreichend, IP65 und der weite Temperaturbereich machen die Klingel wetterfest. Kritisch bleiben zwei Punkte: die Alexa-Anbindung fehlt zum Start noch, und die Zehn-Monate-Angabe gilt nur bei sparsamer Nutzung. Für alle, die eine ausdauernde, abolose Videotürklingel bekannter Marke zum fairen Preis suchen, ist die Reolink 2. Gen dennoch einer der interessantesten Starts dieses Sommers. Ein ausführlicher Praxistest großer Fachmedien steht noch aus – wir aktualisieren diesen Launch-Check, sobald belastbare Langzeiterfahrungen vorliegen.

Häufige Fragen

Was kostet die Reolink Video-Türklingel 2. Generation?

Die UVP liegt bei 139,99 €. Auf Amazon.de war sie zum Marktstart bereits ab rund 114 € gelistet (Stand 21.07.2026). Ein separater Idealo-Bestpreis für die 2. Generation liegt noch nicht vor.

Stimmen die 10 Monate Akkulaufzeit?

Der Wert gilt laut Reolink für rund 5 Minuten Aufnahme pro Tag – bei 10 Minuten täglich sind es etwa 6 Monate. Möglich macht es der sparsame Qualcomm-QCC730-Funkchip. Mit Solarpanel sind bis zu 300 Tage drin.

Braucht sie ein Abo?

Nein. Alle Funktionen laufen ohne monatliche Gebühr. Aufnahmen landen lokal auf microSD (bis 512 GB), dem Reolink Home Hub, einem NVR oder per FTP. Cloud ist optional.

Zum Marktstart verfügbar

Sobald unabhängige Langzeittests vorliegen, aktualisieren wir diesen Launch-Check.

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