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Eine Video-Türklingel hat einen Job, an dem die meisten scheitern: alles zeigen, was vor der Tür passiert. Das klassische Hochformat-Bild schneidet entweder die Füße des Besuchers ab – oder das Paket, das der Bote auf die Fußmatte stellt. Bislang löste eufy das mit dem Kniff aus zwei Kameras (der „Dual"-Türklingel E340). Die neue eufy Video Doorbell S4, vorgestellt auf der CES 2026, schafft denselben Rundumblick mit einer einzigen Linse – und liefert damit das interessanteste Türklingel-Versprechen des Jahres. Hier ist unser Launch-Check auf Basis der offiziellen Herstellerangaben und der ersten unabhängigen Fachberichte. Eine eigene Testnote vergeben wir bewusst noch nicht – die folgt, sobald unser Gerät an der Tür hängt.

Die eufy Video Doorbell S4 in einer Grafik

EUFY VIDEO DOORBELL S4 Launch-Check · CES 2026 · Marktstart Q1 2026 3K 9 MP, 24 fps Farb-Nachtsicht 180×180° Sichtfeld eine Linse 64 GB lokaler Speicher kein Abo nötig Wi-Fi 6 Dual-Band stabiler Stream Vertikales Sichtfeld: Was die Türklingel oben & unten erfasst Typische Türklingel ca. 90° eufy S4 180° Kopf bis Fuß im Bild – plus Paket-Erkennung direkt auf der Fußmatte UVP zum Marktstart 279,99 € Idealo-Bestpreis Q1 2026 noch offen Erkennung & KI KI-Tracking 2.0 Dual-PIR + Radar, Auto-Zoom Quellen: eufy/Anker (Herstellerangaben, CES 2026), ComputerBase, Notebookcheck, Expert Reviews · Grafik: SmartHome Kompass, Juni 2026

Infografik zum Teilen – Quellenangaben unten in der Grafik.

Technische Daten im Überblick

Kamera3K, 9 Megapixel, bis 24 fps
Sichtfeld180° horizontal × 180° vertikal (eufy: „360-Grad-Sichtfeld")
NachtsichtFarb-Nachtsicht mit KI-gestützten Algorithmen
BewegungserkennungDual-PIR + Radar
KI-FunktionKI-Tracking 2.0 mit automatischem Zoom, Paket-Erkennung
Speicher64 GB intern, lokal über HomeBase, ohne Abo
FunkDual-Band Wi-Fi 6
StromversorgungAkku, Klingeldraht oder optionales Solarpanel
Maße50,8 × 167,0 × 38,6 mm
AudioZwei-Wege-Audio
MarktstartQ1 2026 (Deutschland)
PreisUVP 279,99 €

Was an der S4 wirklich neu ist

Der eigentliche Clou steckt in der Optik – im wörtlichen Sinn. Bisherige Türklingeln mit Hochformat-Sicht („Head-to-Toe") oder echtem Rundumblick brauchten dafür zwei Kameramodule, wie eufys eigene Vorgängerin, die Video Doorbell Dual E340. Die S4 erledigt das mit einer einzigen 3K-Linse, die 180 Grad horizontal und 180 Grad vertikal abdeckt. eufy vermarktet das als „360-Grad-Sichtfeld"; technisch ist es ein extrem weiter Fischaugen-Blick, der den gesamten Eingangsbereich vom Türrahmen bis zur Fußmatte erfasst. Laut ComputerBase und Notebookcheck löst der Sensor mit 9 Megapixeln bei bis zu 24 Bildern pro Sekunde auf – genug, um auch ein zügig vorbeigehendes Gesicht scharf einzufangen.

Die zweite Neuerung ist die Bewegungslogik. Statt sich allein auf einen PIR-Sensor zu verlassen, kombiniert die S4 zwei PIR-Sensoren mit einem Radar-Modul. Das soll typische Türklingel-Fehlalarme – vorbeifahrende Autos, Schattenwurf, Insekten direkt vor der Linse – deutlich reduzieren, weil Radar tatsächliche Annäherung statt nur Wärme oder Helligkeitsänderung misst. Darauf setzt das KI-Tracking 2.0 auf: Erkennt das System eine Person, zoomt es automatisch heran und folgt ihr durchs Bild, ohne dass Sie in der App nachjustieren müssen. Expert Reviews beschreibt diese „OmniTrack"-Mechanik als das praxisnächste der vielen KI-Versprechen, die eufy zur CES gemacht hat.

Der eigentliche Verkaufsschlager: kein Abo

So sehr die Optik beeindruckt – das stärkste Argument der S4 ist eine Zahl ohne Glamour: 64 GB interner Speicher. Aufnahmen landen lokal auf dem Gerät beziehungsweise gebündelt auf der eufy HomeBase, ganz ohne monatliche Cloud-Gebühr. Bei Ring oder Google Nest sind viele sinnvolle Funktionen – Aufnahmen-Verlauf, Personen-Benachrichtigungen, längere Speicherung – an ein laufendes Abo gekoppelt. Über die typische Nutzungsdauer einer Türklingel summieren sich diese 4 bis 8 Euro pro Monat schnell auf mehr als den Kaufpreis. eufy positioniert die S4 genau gegen dieses Geschäftsmodell. Für Datenschutz-Bewusste ist die lokale Speicherung zudem das überzeugendere Argument: Die Videos vom eigenen Hauseingang verlassen im Normalfall nie das Heimnetz.

Lokal heißt nicht automatisch sorgenfrei: Wer Türklingel-Videos aufzeichnet, sollte die datenschutzrechtlichen Grenzen am eigenen Eingang kennen – öffentlicher Gehweg und Nachbargrundstück dürfen grundsätzlich nicht dauerhaft mitgefilmt werden.

Die ehrliche Einordnung: stark – aber kein Selbstläufer

Drei Punkte trüben das Bild, die wir im Praxistest besonders unter die Lupe nehmen. Erstens das extreme Weitwinkel-Objektiv: 180×180 Grad aus einer Linse bedeutet zwangsläufig eine gewisse Fischaugen-Verzerrung an den Rändern. Wie sauber die Software das entzerrt und ob Gesichter am Bildrand noch zur Identifikation taugen, lässt sich aus Datenblättern nicht ablesen. Zweitens der Preis: 279,99 € UVP sind ambitioniert. Eufys eigene, weiterhin erhältliche Modelle ohne Rundumblick kosten teils unter 150 €, und auch Ring und Nest spielen in dieser Klasse – wobei deren Abo-Kosten den Abstand über die Jahre wieder zugunsten der S4 drehen. Drittens fehlt in den bisherigen Ankündigungen eine klare Aussage zu Matter- oder HomeKit-Unterstützung; wer auf ein herstellerübergreifendes Smart-Home setzt, sollte den Marktstart abwarten.

Wichtig für die Erwartungshaltung: Die hier genannten Zahlen stammen von eufy und aus ersten Hands-ons der Fachpresse, nicht aus eigenen Messungen. Bildqualität bei Gegenlicht, Reaktionszeit der Klingel, Akkulaufzeit und die Treffsicherheit der Paket-Erkennung prüfen wir, sobald das Testgerät hängt.

Für wen lohnt sich die S4?

Die eufy Video Doorbell S4 richtet sich an alle, die einen kompletten Eingangsbereich überwachen wollen, ohne in ein Abo-Modell gezwungen zu werden – Familien mit Paketlieferungen vor der Tür, Eigenheimbesitzer mit höherem Eingang (Treppe, Vorgarten) und Datenschutz-Bewusste, denen lokale Speicherung wichtiger ist als Cloud-Komfort. Wer dagegen nur sehen will, wer geklingelt hat, und mit einem normalen Bildwinkel zufrieden ist, fährt mit einem günstigeren eufy-Modell oder einer Standard-Türklingel preislich besser. Im direkten Vergleich mit Ring und Nest ist die S4 die abo-freie Alternative – das ist 2026 das vielleicht wichtigste Kaufargument im Türklingel-Markt.

Pro und Contra: eufy Video Doorbell S4 (Stand Launch)

Pro

  • 180×180-Grad-Rundumblick aus einer einzigen 3K-Linse
  • 64 GB lokaler Speicher – kein Pflicht-Abo
  • Dual-PIR + Radar gegen Fehlalarme
  • KI-Tracking 2.0 mit Auto-Zoom und Paket-Erkennung
  • Flexibel: Akku, Klingeldraht oder Solar; Wi-Fi 6

Contra

  • 279,99 € UVP – im oberen Marktsegment
  • Mögliche Fischaugen-Verzerrung am Bildrand (Praxis offen)
  • Matter-/HomeKit-Unterstützung noch nicht klar bestätigt
  • Eigene Praxiswerte fehlen naturgemäß noch – unser Test folgt

Fazit zum Launch

Unsere Einschätzung zum Launch: Die eufy Video Doorbell S4 löst das alte Türklingel-Dilemma „weiter Blick oder nur eine Kamera" elegant mit einer Linse – und kombiniert das mit dem Argument, das im Jahr 2026 zieht: lokaler Speicher statt monatlicher Cloud-Rechnung. Auf dem Papier ist das eines der überzeugendsten Türklingel-Pakete des Jahres. Ob das extreme Weitwinkel-Objektiv die hohen Erwartungen an die Bildqualität einlöst und die KI-Erkennung im Alltag verlässlich arbeitet, zeigt erst unser ausführlicher Praxistest – den wir nachreichen, sobald das Gerät in Deutschland verfügbar ist. Deal-Alarm abonnieren lohnt sich: Der erste Idealo-Preis dürfte deutlich unter der UVP von 279,99 € liegen.

Häufige Fragen

Was kostet die eufy Video Doorbell S4?

Die UVP liegt bei 279,99 € (in den USA 279,99 US-Dollar). Der Marktstart in Deutschland ist für das erste Quartal 2026 geplant. Ein Idealo-Bestpreis liegt zum Stand 22.06.2026 noch nicht vor – erfahrungsgemäß fällt der Straßenpreis nach Verfügbarkeit unter die UVP.

Braucht die S4 ein Abo?

Nein. Aufnahmen landen auf 64 GB internem Speicher beziehungsweise lokal über die eufy HomeBase – ohne monatliche Cloud-Gebühr. Optionale Cloud-Pläne bleiben freiwillig.

Wie groß ist das Sichtfeld der S4?

Die einzelne Linse deckt 180 Grad horizontal und 180 Grad vertikal ab. eufy spricht von einem „360-Grad-Sichtfeld": Sie sehen Besucher vom Kopf bis zu den Füßen und erkennen Pakete direkt vor der Tür, ohne tote Winkel im Eingangsbereich.

Wie wird die S4 mit Strom versorgt?

Wahlweise über integrierten Akku, vorhandenen Klingeldraht oder ein optionales Solarpanel. Die Funkanbindung erfolgt über Dual-Band Wi-Fi 6.

Marktstart im Blick behalten?

Die S4 startet in Q1 2026. Wir aktualisieren diesen Launch-Check, sobald der erste echte Idealo-Preis vorliegt.

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