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Wer bei uns nach Anker-Speichern sucht, findet die Solarbank 2 E1600 Pro für den kleinen Einstieg und die Solarbank 4 Pro für den großen Wurf mit 5.000 W PV-Eingang. Dazwischen klafft eine Lücke, die es in Wirklichkeit gar nicht gibt: die Anker SOLIX Solarbank 3 E2700 Pro. Sie ist keine Neuvorstellung – im Handel ist sie bereits seit Ende 2025 –, aber sie wird bis heute aktiv getestet und verglichen, und in unserer eigenen Serie fehlte sie schlicht. Das holen wir hier nach.
Wir haben die Datenblätter direkt bei Anker sowie die Preise bei Geizhals am 31. August 2026 abgerufen und gegen aktuelle deutsche Testberichte (u. a. infranken.de, reduco.ai, energiemagazin.com) geprüft.
Die Solarbank 3 Pro in einer Grafik
Infografik zum Teilen – Quellenangaben unten in der Grafik.
Technische Daten im Überblick
| Basiskapazität | 2,688 kWh (nutzbar), LiFePO4 |
| Ausbau | bis 16,128 kWh mit 5x BP2700-Erweiterungsmodulen (stapelbar) |
| Wechselrichter | integriert, 1.200 W, 1-phasig |
| Solareingang | 4 MPP-Tracker, bis zu 3.600 W Modulleistung |
| Notstromfunktion | ja, bis 1.200 W an AC-Schuko-Steckdose |
| Zyklenfestigkeit | 6.000 Ladezyklen bis 80 % Restkapazität |
| Garantie / Lebensdauer | 10 Jahre Garantie, vom Hersteller mit 15 Jahren Lebensdauer beziffert |
| Bestpreis Basisvariante | 799,99 € (Geizhals, 109 Angebote, Stand 31.08.2026) |
| UVP laut Hersteller | 1.299 € |
| Ersteindruck | 8,4 / 10 |
Wo die Solarbank 3 Pro in der Anker-Familie steht
Der Name legt eine einfache Reihenfolge nahe – 2, 3, 4 –, aber technisch ist die Sache komplizierter. Die Solarbank 2 E1600 Pro ist der kompakte Einstieg mit 1,6 kWh Basiskapazität, die Solarbank 4 Pro das größte Einzelmodul der Reihe mit 5.000 W PV-Eingang und deutlich mehr Ausgangsleistung. Die Solarbank 3 E2700 Pro setzt sich preislich und technisch genau dazwischen: mehr Basiskapazität als die 2er, aber ein schlankerer 1.200-W-Wechselrichter statt der größeren Leistungsklasse der 4er. Ihr eigentliches Verkaufsargument ist nicht die Startkapazität, sondern der Ausbau: Fünf Erweiterungsmodule bringen sie auf 16,13 kWh – eine Größenordnung, die sonst eher bei fest verbauten Hausspeichern zu finden ist, hier aber steckerfertig kommt.
Vier MPPT-Tracker: Warum das mehr ist als eine Zahl
Vier unabhängige MPP-Tracker bedeuten, dass sich Module in vier verschiedenen Ausrichtungen gleichzeitig optimal einspeisen lassen – wichtig bei Balkonen, Carports oder Gartenhäusern, wo selten alle Panels in dieselbe Himmelsrichtung zeigen. In der Praxis heben sich Ost- und Westmodule mit ihren Ertragsspitzen zeitlich auf, wodurch der Speicher länger am Stück nachladen kann, statt nur zur Mittagszeit einen kurzen Peak zu sehen. Der Solareingang von bis zu 3.600 W klingt hoch für ein Gerät mit nur 1.200 W Wechselrichterleistung – der Überschuss lädt schlicht schneller nach, sobald die Sonne mehr liefert, als gerade verbraucht wird.
Notstrom: 1.200 Watt, aber mit klarer Grenze
Die Notstromfunktion liefert im Falle eines Netzausfalls bis zu 1.200 Watt – allerdings nur an einer Schuko-Steckdose, nicht als Einspeisung ins Hausnetz. Kühlschrank, Router oder Ladegeräte lassen sich damit problemlos versorgen, eine fest verkabelte Heizungspumpe oder der gesamte Hausstromkreis dagegen nicht. Wer echten Hausnotstrom braucht, muss zur größeren Solarbank 4 Pro oder zu Systemen mit Hausanschluss greifen – das ist bei einem Gerät dieser Preisklasse ein fairer Kompromiss, sollte aber vor dem Kauf klar sein.
Preise: Was der Ausbau wirklich kostet
Wir haben die Preise am 31. August 2026 bei Geizhals abgerufen. Die Basisvariante mit 2,69 kWh lag zu diesem Zeitpunkt bei 799,99 € (109 gelistete Angebote) – deutlich unter der von Anker genannten UVP von 1.299 €. Aktionspreise sind in diesem Marktsegment die Regel, nicht die Ausnahme; wer kauft, sollte den aktuellen Bestpreis prüfen statt sich auf die UVP zu verlassen.
| 2,69 kWh (Basis) | 799,99 € |
| 5,38 kWh (+1 Modul) | 1.443,01 € |
| 8,06 kWh (+2 Module) | 2.021,98 € |
| 10,75 kWh (+3 Module) | 2.600,94 € |
| 13,44 kWh (+4 Module) | 3.179,90 € |
| 16,13 kWh (+5 Module, Vollausbau) | 3.758,86 € |
Auffallend: Der Preis pro Kilowattstunde sinkt mit jedem Ausbauschritt spürbar – von rund 297 €/kWh in der Basisvariante auf etwa 233 €/kWh im Vollausbau. Wer ohnehin groß plant, fährt beim direkten Kauf des Vollausbaus günstiger als beim schrittweisen Nachrüsten über mehrere Jahre.
Für wen sich die Solarbank 3 Pro NICHT lohnt
Wer nur ein oder zwei Module am Balkongeländer betreibt, ist mit der kleineren Solarbank 2 E1600 Pro oder einem einfacheren Einstiegsmodell günstiger bedient – die vier MPPT-Tracker der 3 Pro spielen ihre Stärke erst bei mehreren Modulflächen aus.
Wer echten Hausnotstrom braucht, stoßt an die 1.200-W-Schuko-Grenze: Ein Kühlschrank läuft, ein Heizungsnotbetrieb nicht.
Wer maximale Ladeleistung will, ist bei der größeren Solarbank 4 Pro mit ihrem leistungsstärkeren Wechselrichter besser aufgehoben – die 3 Pro ist auf Kapazität und Ausbau optimiert, nicht auf Spitzenleistung.
Wer keine fünf Module unterbringt, zahlt für die theoretische Ausbaufähigkeit mit, ohne sie je zu nutzen – dann lohnt der Blick auf ein kleineres, günstigeres System mehr.
Pro und Contra: Solarbank 3 E2700 Pro
Pro
- Ausbau bis 16,13 kWh – deutlich mehr als bei den meisten Konkurrenzsystemen dieser Preisklasse
- Vier MPPT-Tracker gleichen unterschiedliche Modulausrichtungen gut aus
- Notstromfunktion bis 1.200 W für die wichtigsten Geräte bei Stromausfall
- Etabliertes Anker-Ökosystem mit App-Steuerung und Erweiterungsmodulen
- Preis pro Kilowattstunde sinkt deutlich mit jedem Ausbauschritt
Contra
- 1.200-W-Wechselrichter ist schwächer als bei der Solarbank 4 Pro
- Notstrom nur an einer Schuko-Steckdose, keine Hauseinspeisung
- Preis der Erweiterungsmodule addiert sich beim Vollausbau auf fast 3.800 €
- Kein eigener Praxistest von uns – die Bewertung stützt sich auf Datenblätter und Fremdtests
Für wen lohnt sich die Solarbank 3 Pro?
Unsere Einschätzung: Die Solarbank 3 E2700 Pro ist kein Gerät für den klassischen Zwei-Module-Balkon, sondern für Haushalte, die von Anfang an mehr Fläche zur Verfügung haben oder in den nächsten Jahren schrittweise ausbauen wollen. Die vier MPPT-Tracker und der planbare Ausbaupfad auf 16 kWh sind ein echtes Argument gegenüber einfacheren Systemen – solange man weiß, dass der integrierte Wechselrichter mit 1.200 W bewusst schlanker ausgelegt ist als bei der größeren Solarbank 4 Pro. Wer den vollen Ausbau plant, kauft am günstigsten gleich das Komplettpaket statt schrittweise nachzurüsten. Aktuelle Preissprünge bei Speichern finden Sie täglich geprüft in unserem Deal-Bereich oder per Deal-Alarm.
Häufige Fragen
Was kostet die Anker SOLIX Solarbank 3 E2700 Pro?
Die Basisvariante mit 2,69 kWh war am 31.08.2026 bei Geizhals ab 799,99 € gelistet (109 Angebote). Anker nennt eine UVP von 1.299 €; im Handel schwankt der Preis je nach Aktion deutlich.
Wie weit lässt sich die Solarbank 3 Pro ausbauen?
Mit bis zu fünf BP2700-Erweiterungsmodulen wächst die Kapazität von 2,69 kWh auf bis zu 16,13 kWh. Der integrierte Wechselrichter bleibt dabei bei 1.200 Watt.
Kann die Solarbank 3 Pro bei Stromausfall Notstrom liefern?
Ja, über eine Notstromfunktion mit bis zu 1.200 Watt an einer Schuko-Steckdose – fest verkabelte Geräte im Haus lassen sich damit nicht versorgen.
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