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Auf der CES 2025 war es die Sensation der Messe, 2026 ist es kaufbar: der Saugroboter, der einen Roboterarm ausfährt und kleine Gegenstände vom Boden hebt. Was nach Science-Fiction klingt, ist im obersten Premium-Segment angekommen – allerdings längst nicht so umfassend, wie die Werbung suggeriert. In diesem Vergleich ordnen wir ein, welche Geräte 2026 wirklich einen Greifarm besitzen, was die Funktion taugt und für wen sich der Aufpreis lohnt. Wir stützen uns dabei ausschließlich auf Herstellerangaben, Datenblätter und veröffentlichte Tests etablierter Fachmedien.
Daten-Vergleich, kein eigener Dauertest
Dieser Beitrag beruht auf Herstellerangaben, Datenblättern und veröffentlichten Tests Dritter (u. a. heise online, PC-WELT, home&smart, Vacuum Wars). Diese Geräte haben wir nicht selbst im Alltag getestet. Wir vergeben keine eigene Testnote und nennen keine eigenen Messwerte – Bewertungen sind als Aussagen Dritter gekennzeichnet. Alle Preise: ca., Stand Juli 2026.
Die drei Kandidaten auf einen Blick
Infografik: SmartHome Kompass · Quellen siehe Abschnitt „Quellen“ unten.
Die große Vergleichstabelle
Alle Werte stammen aus Herstellerangaben und Datenblättern sowie veröffentlichten Tests Dritter. Preise sind gerundete Marktpreise (ca., Stand Juli 2026) und schwanken tagesaktuell – die jeweils geprüften Angebote sammeln wir auf unserer Deals-Seite.
| Eigenschaft | Roborock Saros Z70 | Dreame Matrix10 Ultra | Mova V50 Ultra |
|---|---|---|---|
| Rolle im Vergleich | Greifarm-Pionier | Reinigungs-Spitze | Preis-Kontrast |
| KI-Greifarm | Ja – OmniGrip, 5-Achsen, hebt Objekte bis ca. 300 g | Nein (ausfahrbare Bürste/Wischarm für Ecken) | Nein (SideReach-Bürste für Ecken) |
| Saugkraft (Herstellerangabe) | 22.000 Pa | 30.000 Pa (Vormax) | 24.000 Pa |
| Wisch-System | Rotierende Mopps, Heißwasserwäsche in der Station | Rotierende Mopps + automatischer Wechsel von 3 Pad-Texturen | Rotierende Mopps, Heißwasser-Wischfunktion |
| Navigation / Sensorik | StarSight 2.0 (LiDAR + 3D/VertiBeam), 108 Objekttypen | OmniSight (VersaLift-LiDAR + 3D), 240+ Objekttypen | LiDAR + 3D-Hinderniserkennung |
| Schwellen / Klettern | Front-Lift bis ca. 4 cm (gestuft) | bis ca. 8 cm (gestuft, Herstellerangabe) | bis ca. 6 cm (Stepmaster) |
| Station | Multifunktionsdock: Absaugen, Heißwasser-Moppwäsche, Trocknen | Absaugen, Heißwasser-Wäsche, Pad-Wechsel-Magazin | Absaugen, Heißwasser-Wäsche, Trocknen |
| Akku / Laufzeit | 6.400 mAh, bis ca. 180 Min | Herstellerangabe je nach Modus | Hohe Reichweite (Komplett-Variante) |
| Preis ca. (Juli 2026) | ca. 949 € (Geizhals-Bestpreis) | ca. 799 € (Geizhals-Bestpreis, UVP 1.599 €) | ca. 699 € (im Deal, UVP 999 €) |
| Einordnung Dritter | Top als Saug-/Wischroboter; Greifarm laut Tests noch unzuverlässig | Testsieger-Niveau in dt. Fachtests (z. B. home&smart) | Sehr starkes Preis-Leistungs-Verhältnis, früherer Testsieger |
| 💰 Bestpreis: 949 € bei OTTO DE* | 🔎 Bestpreis: ca. 799 € (Geizhals) | 💰 Bestpreis: 949 € bei OTTO DE* |
Was ist der KI-Greifarm – und taugt er?
Der Begriff „KI-Greifarm“ wird 2026 inflationär verwendet. Tatsächlich gibt es zwei sehr unterschiedliche Dinge, die gern in einen Topf geworfen werden:
- Echter Greifarm: ein frei beweglicher Roboterarm mit Greifer, der Gegenstände vom Boden hebt und woanders ablegt. Das bietet im Serienmarkt vor allem der Roborock Saros Z70 mit seinem fünfachsigen OmniGrip-Arm. Laut Roborock kann er Objekte bis etwa 300 g anheben – Socken, Hausschuhe, leichtes Spielzeug – und an einem festgelegten Ort wieder ablegen. Drei Kameras und Sensoren erkennen und greifen die Objekte.
- Ausfahrbare Arme: Seitenbürsten oder Wischpads, die sich aus dem runden Gehäuse herausschieben, um Ecken und Kanten besser zu erreichen (z. B. Dreames Arm-Brush, Movas SideReach). Diese „Arme“ greifen nichts – sie verbessern nur die Reinigung in Ecken.
Taugt der echte Greifarm im Alltag? Hier ist Ehrlichkeit gefragt: Nach veröffentlichten Tests 2026 lautet die Antwort „beeindruckend, aber noch nicht zuverlässig“. PC-WELT titelt, der Greifarm „versag(e) oft“; heise online attestiert dem Z70, dass er als Saug-Wisch-Roboter überzeugt, das Greifen aber „noch lange nicht perfekt“ funktioniere. In mehreren Tests klappte das Aufnehmen nur in etwa der Hälfte der Versuche (so u. a. Vacuum Wars). Die übereinstimmende Einordnung der Fachpresse: Der Greifarm ist 2026 eher ein faszinierendes Extra als ein verlässlicher Alltagshelfer.
Reinigung: Saugen und Wischen
Beim Kernjob – saugen und wischen – trennt sich der Marketing-Glanz vom Nutzwert. Auf dem Papier liegt der Dreame Matrix10 Ultra mit 30.000 Pa (Vormax) vorn, gefolgt vom Mova V50 Ultra (24.000 Pa) und dem Roborock Saros Z70 (22.000 Pa). Diese Pa-Zahlen sind allerdings Laborwerte am Saugkanal und sagen wenig über die tatsächliche Teppichreinigung aus – dafür sind Bürstendesign, Anpressdruck und Navigation mindestens so wichtig. In deutschen Fachtests schneiden alle drei in der Saug- und Wischleistung sehr gut ab.
Besonderheiten beim Wischen: Der Matrix10 Ultra fährt laut Hersteller ein Wischpad-Magazin mit drei verschiedenen Pad-Texturen, die er je Raum automatisch wechselt – damit landet kein Bad-Pad in der Küche. Roborock und Mova setzen auf rotierende Mopps mit Heißwasserwäsche in der Station. Für hartnäckige, eingetrocknete Flecken ist Heißwasser plus Anpressdruck in der Praxis meist relevanter als die reine Pa-Zahl.
Navigation und Hinderniserkennung
Damit ein Roboter überhaupt zielsicher zu einem Gegenstand fahren (oder ihn umfahren) kann, braucht er eine gute Karte. Alle drei Modelle nutzen LiDAR kombiniert mit 3D-Sensorik:
- Roborock Saros Z70: StarSight-2.0-System mit LiDAR, 3D-Sensoren und VertiBeam-Technik; erkennt laut Hersteller 108 Objekttypen.
- Dreame Matrix10 Ultra: OmniSight mit versenkbarem VersaLift-LiDAR und 3D-Hinderniserkennung; soll über 240 Objekttypen unterscheiden. Mit eingefahrenem Turm misst er nur ca. 8,9 cm Bauhöhe und passt damit unter mehr Möbel.
- Mova V50 Ultra: LiDAR plus 3D-Erkennung; in Tests Dritter für seine Klasse als sehr treffsicher beschrieben.
Die versenkbaren LiDAR-Türme (Roborock und Dreame) sind hier ein praktischer Vorteil: Sie senken die Bauhöhe und lassen den Roboter unter niedrige Sofas und Sideboards fahren, an denen klassische Türme anstoßen.
Station und Wartung
Alle drei kommen mit einer Komplettstation, die den Staubbehälter absaugt und die Mopps mit Heißwasser wäscht und trocknet – das reduziert die Handarbeit auf das Nachfüllen von Wasser und das Wechseln des Staubbeutels alle paar Wochen. Der Matrix10 Ultra erweitert die Station um das erwähnte Pad-Wechsel-Magazin. Beim Greifarm-Modell Saros Z70 erledigt das „Multifunktionsdock“ Absaugen, Heißwasserwäsche und Selbstreinigung der Station.
Beachten Sie bei allen Premium-Stationen: Sie brauchen spürbar Stellfläche und einen Stromanschluss in der Nähe. Die laufenden Kosten (Beutel, Filter, Bürsten, Wischpads) liegen je nach Nutzung bei grob 55–95 € pro Jahr; der Stromverbrauch ist gering. Was der Dauerbetrieb bei Ihrem Tarif kostet, können Sie im Stromkosten-Rechner nachrechnen.
Produktvideo des Herstellers
Offizielles Video von Roborock zum Greifarm-Flaggschiff Saros Z70 (eingebettet via YouTube).
Für wen lohnt sich was? (Kaufberatung, keine Testnote)
Da wir diese Geräte nicht selbst dauergetestet haben, geben wir keine Note – aber eine klare, ehrliche Einordnung anhand der Datenlage und der Tests Dritter:
Roborock Saros Z70 – für Technik-Neugierige
- Der einzige mit echtem greifendem KI-Arm
- Starke Saug-/Wischleistung laut Tests Dritter
- Für alle, die das Aufräum-Feature ausprobieren wollen und über die Unzuverlässigkeit hinwegsehen
- Preis ca. 949 € (Juli 2026)
Aber bedenken Sie
- Greifarm arbeitet laut Tests oft nicht zuverlässig
- Höchster Preis im Vergleich für ein Feature im Reifestadium
- Niedrigste Pa-Angabe der drei (in der Praxis dennoch stark)
Dreame Matrix10 Ultra – für die beste Reinigung ohne Greifarm. Wer keinen Greifer braucht, aber Spitzen-Reinigung will, fährt mit dem Matrix10 Ultra sehr gut: höchste Pa-Angabe, automatischer Wischpad-Wechsel und in deutschen Fachtests auf Testsieger-Niveau eingeordnet. Preis ca. 799 € (Geizhals-Bestpreis, Stand Juli 2026) – inzwischen sogar unter dem Greifarm-Modell, bei mehr Reinigungs-Features.
Mova V50 Ultra – der Preis-Kontrast. Für ca. 699 € (Stand Juli 2026) bekommen Sie einen Roboter, den deutsche Tester Dritter als hervorragendes Preis-Leistungs-Gerät und früheren Testsieger einordnen. Kein Greifarm, aber eine ausfahrbare SideReach-Bürste für Ecken und 24.000 Pa. Für die meisten Haushalte die vernünftigste Wahl, wenn der Greifarm nicht das eigentliche Kaufmotiv ist.
Häufige Fragen zu KI-Saugrobotern mit Greifarm
Welcher Saugroboter hat 2026 wirklich einen KI-Greifarm?
Einen echten frei beweglichen Greifarm hat 2026 in erster Linie der Roborock Saros Z70 mit seinem fünfachsigen OmniGrip-Arm, der laut Hersteller Gegenstände bis ca. 300 g anheben und ablegen kann. Modelle wie der Dreame Matrix10 Ultra oder der Mova V50 Ultra besitzen ausfahrbare Seitenbürsten und Wischarme für Ecken – aber keinen greifenden Roboterarm zum Aufräumen.
Funktioniert der Greifarm des Roborock Saros Z70 im Alltag?
Laut veröffentlichten Fachtests 2026 (u. a. heise online, PC-WELT, Vacuum Wars) sammelt der Arm Socken, Hausschuhe und leichtes Spielzeug grundsätzlich ein, arbeitet aber nicht zuverlässig: In mehreren Tests klappte das Greifen nur etwa in der Hälfte der Versuche. Als Saug- und Wischroboter überzeugt das Gerät; der Greifarm gilt aktuell eher als optionales Extra denn als Alltagshelfer.
Haben Sie diese KI-Saugroboter selbst getestet?
Nein. Dieser Beitrag ist ein Datenvergleich und eine Kaufberatung auf Basis von Herstellerangaben, Datenblättern und veröffentlichten Tests Dritter. Wir haben den Roborock Saros Z70, den Dreame Matrix10 Ultra und den Mova V50 Ultra nicht selbst über längere Zeit im Alltag getestet und vergeben deshalb keine eigene Testnote.
Lohnt sich der Aufpreis für einen Saugroboter mit Greifarm?
Für die meisten Haushalte aktuell nicht zwingend. Der Greifarm ist 2026 noch ein Premium-Feature mit Preisen um 949 € und arbeitet laut Tests Dritter nicht zuverlässig. Wer vor allem stark saugen und gut wischen möchte, bekommt mit Modellen ohne Greifarm – etwa dem Mova V50 Ultra – oft mehr Reinigungsleistung pro Euro. Der Greifarm lohnt sich vor allem für Technik-Begeisterte, die die Funktion ausprobieren wollen.
Quellen
Herstellerangaben Roborock, Dreame und Mova sowie veröffentlichte Tests und Datenblatt-Analysen Dritter, u. a. heise online, PC-WELT, home&smart, Vacuum Wars, T3 und Geizhals-Preisvergleich (abgerufen Juli 2026). Alle Preise: ca., tagesaktuell schwankend. Diese Übersicht ersetzt keinen eigenen Praxistest.
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