Transparenz: Dieser Beitrag enthĂ€lt Affiliate-Links (*). Kaufen Sie darĂŒber, erhalten wir eine Provision â der Preis Ă€ndert sich fĂŒr Sie nicht. Dies ist ein Launch-Check auf Basis der Hersteller- und Fachpresse-Angaben zur neuen Funkvariante.
Ein Smart Home mit mehreren Systemen bedeutet in der Praxis oft: mehrere Apps, mehrere Logins, mehrere Wege, um eine einzige Frage zu beantworten â ist das Fenster zu, brennt noch Licht im Keller, ist die Heizung im Kinderzimmer wirklich runtergeregelt? eQ-3, der Hersteller hinter Homematic IP, verkauft dafĂŒr seit einiger Zeit Glasdisplays zur Wandmontage â bislang aber nur in einer Version, die eine feste Busverkabelung voraussetzt und damit vor allem fĂŒr Neubauten infrage kam. Seit dem 22. Juli 2026 gibt es beide Modelle, das Standard-Glasdisplay und das Glasdisplay â plus, erstmals auch als funkbasierte Variante â nachrĂŒstbar, ohne eine einzige zusĂ€tzliche Leitung zu verlegen. Wir ordnen ein, was das neue Panel kann und fĂŒr wen sich die Anschaffung lohnt.
Das Homematic IP Glasdisplay â plus in einer Grafik
Infografik zum Teilen â Quellenangaben unten in der Grafik.
Technische Daten im Ăberblick
| Bildschirmseiten | Elf frei konfigurierbare Seiten (Standardmodell: fĂŒnf) |
| Funktionen Plus | ZusĂ€tzlich Heizungssteuerung fĂŒr bis zu zehn RĂ€ume, Sensordaten (Luftfeuchtigkeit, Fensterstatus), Zutrittslösungen wie elektronische TĂŒrschlossantriebe |
| Bedienung | Touchscreen plus berĂŒhrungsloser NĂ€herungssensor (âQuick-Action") |
| Stromversorgung | 230 V / 50 Hz, Neutralleiter erforderlich â kein Batteriebetrieb |
| Funkstandard (Funk-Variante) | 868,0â868,6 MHz / 869,4â869,65 MHz, ca. 190 m Freifeldreichweite laut Hersteller |
| Benötigte Zentrale | Homematic IP Access Point, Home Control Unit oder CCU3 |
| Abmessungen | 96 Ă 96 Ă 43 mm, Unterputz-Einbau |
| Schutzart / Temperaturbereich | IP20, â5 bis +40 °C |
| Preis | 279,95 ⏠UVP (Standardmodell: 249,95 âŹ) |
| VerfĂŒgbarkeit | Funkvariante seit 22. Juli 2026 verfĂŒgbar, Wired-Version seit LĂ€ngerem im Handel |
Das Problem: fĂŒnf Apps fĂŒr ein Zuhause
Je mehr Smart-Home-GerĂ€te dazukommen, desto mehr Apps sammeln sich auf dem Homescreen â Licht hier, Heizung dort, dazu noch die Kamera- und TĂŒrklingel-App. Wer schnell wissen will, ob im Kinderzimmer noch Licht brennt oder die Heizung im Homeoffice richtig steht, entsperrt in der Praxis oft erst das Smartphone, sucht die richtige App und wartet auf den Verbindungsaufbau. FĂŒr Ă€ltere Familienmitglieder oder GĂ€ste ist das ohnehin keine Option. Ein fest installiertes Wanddisplay wie das Glasdisplay löst dieses Problem grundsĂ€tzlich â die eigentliche HĂŒrde war bislang aber die Busverkabelung: Wer kein Neubauprojekt mit vorbereiteten Leitungen hatte, konnte das Panel schlicht nicht nachrĂŒsten, ohne WĂ€nde zu öffnen.
Genau diese HĂŒrde nimmt eQ-3 jetzt weg. Die neue Funkvariante kommuniziert ĂŒber den bekannten Homematic-IP-Funkstandard statt ĂŒber eine feste Datenleitung â benötigt wird laut Hersteller weiterhin eine 230-Volt-Stromversorgung fĂŒr das Display selbst, aber keine zusĂ€tzliche Datenverkabelung mehr. Damit wird aus einem Neubau-Feature erstmals eine echte NachrĂŒstlösung fĂŒr BestandsgebĂ€ude mit klassischer Homematic-IP-Funkinstallation.
Was das Plus-Modell zusÀtzlich kann
Beide neuen Funk-Modelle â Standard und Plus â bieten Touchbedienung ĂŒber mehrere frei belegbare Bildschirmseiten sowie einen NĂ€herungssensor, der eine Quick-Action-Funktion auslöst, sobald sich jemand dem Display nĂ€hert. Das Glasdisplay â plus hebt sich vom Standardmodell durch sechs zusĂ€tzliche Seiten ab: Es zeigt Raumklimadaten wie Luftfeuchtigkeit und Fensterstatus fĂŒr bis zu zehn RĂ€ume gleichzeitig an, steuert die Heizung direkt vom Panel aus und bindet Zutrittslösungen wie den elektronischen TĂŒrschlossantrieb von Homematic IP ein â etwa den Eqiva Bluetooth-TĂŒrschlossantrieb. Neu hinzugekommen sind laut Hersteller auĂerdem ein FarbwĂ€hler fĂŒr Lichtfarbe und -temperatur kompatibler Leuchten, eine feinere Lamellensteuerung fĂŒr RolllĂ€den und Jalousien sowie eine eigene Wetterseite.
Technisch bleibt das Display auf ein bestehendes Homematic-IP-System angewiesen: Ohne Access Point, Home Control Unit oder CCU3 als Zentrale funktioniert es nicht â wer noch keine Homematic-IP-Basis besitzt, muss diese zusĂ€tzlich einplanen. Das Panel selbst wird in eine 96 Ă 96 mm groĂe Unterputzdose eingebaut und benötigt eine feste Stromversorgung; ein reiner Batteriebetrieb ist beim aktuell verfĂŒgbaren Modell nicht vorgesehen.
Einordnung: nicht neu, aber jetzt fĂŒr mehr Haushalte relevant
Die Grundidee des Glasdisplays ist nicht neu â die verkabelte Version gibt es bei eQ-3 bereits lĂ€nger, und Konkurrenzsysteme wie Bosch oder tado bieten ebenfalls zentrale Steuerelemente an. Der eigentliche Nachrichtenwert der AnkĂŒndigung vom 22. Juli 2026 liegt in der FunkfĂ€higkeit: Sie öffnet das Produkt fĂŒr die deutlich gröĂere Zielgruppe der Bestandsbau-Haushalte, die bereits auf klassische Homematic-IP-Funkkomponenten setzen â etwa Heizkörperthermostate, Fenstersensoren oder Steckdosen â, aber bislang keine zentrale Wandsteuerung nachrĂŒsten konnten, ohne WĂ€nde zu öffnen. FĂŒr dieses spezifische Problem gibt es am Markt nur wenige echte Alternativen, die ohne Busverkabelung auskommen.
Pro und Contra: Homematic IP Glasdisplay â plus (Funk)
Pro
- Erstmals ohne Busverkabelung nachrĂŒstbar â echte Lösung fĂŒr BestandsgebĂ€ude
- Elf Bildschirmseiten decken Licht, Heizung, Beschattung und Zutritt ab
- Heizungssteuerung fĂŒr bis zu zehn RĂ€ume direkt am Panel
- NĂ€herungssensor fĂŒr berĂŒhrungslose Quick-Action
- Fairer UVP-Aufschlag von nur 30 ⏠gegenĂŒber dem Standardmodell
Contra
- Ohne Homematic-IP-Zentrale (Access Point/HCU/CCU3) funktionslos
- Fest verkabelte 230-V-Stromversorgung nötig, kein Batteriebetrieb
- Unterputzmontage â kein reines Aufkleben oder Umstecken
- Nur sinnvoll bei mehreren steuerbaren RÀumen/GerÀten, nicht bei EinzelgerÀten
- Noch kein unabhĂ€ngiger Langzeittest zur Funk-StabilitĂ€t verfĂŒgbar
FĂŒr wen sich das Glasdisplay â plus NICHT lohnt
Wer kein Homematic-IP-System besitzt und auch keins aufbauen will, hat vom Glasdisplay nichts â das Panel ist ausschlieĂlich fĂŒr dieses eine Ăkosystem gedacht, nicht herstellerĂŒbergreifend ĂŒber Matter nutzbar. Wer nur ein oder zwei smarte GerĂ€te steuert, etwa eine einzelne Steckdose oder ein Thermostat, bekommt mit der kostenlosen Homematic-IP-App denselben Nutzen ohne Zusatzkosten und ohne Unterputzmontage. Und wer grundsĂ€tzlich keine feste 230-Volt-Verkabelung an der gewĂŒnschten Wandstelle legen kann oder will, sollte vor dem Kauf klĂ€ren, ob eine passende Unterputzdose ĂŒberhaupt vorhanden ist â ein Batteriebetrieb ist beim aktuellen Modell nicht vorgesehen.
FĂŒr wen lohnt sich das Homematic IP Glasdisplay â plus?
Unsere EinschĂ€tzung: FĂŒr Haushalte, die bereits mehrere Homematic-IP-Komponenten im Einsatz haben â Heizung, Licht, Rollos, vielleicht schon ein smartes TĂŒrschloss â schlieĂt die neue Funkvariante eine echte LĂŒcke: Zentrale Steuerung ohne WĂ€nde aufzustemmen. Der Aufpreis von 30 ⏠gegenĂŒber dem Standardmodell lohnt sich fĂŒr alle, die tatsĂ€chlich Heizung und Zutritt mitsteuern wollen; wer nur Licht und Rollos braucht, kommt mit dem gĂŒnstigeren Glasdisplay aus. Ein unabhĂ€ngiger Langzeittest zur Funk-StabilitĂ€t im Alltag steht noch aus â bis dahin bleibt unsere EinschĂ€tzung auf Basis der Herstellerdaten und ersten Fachpresse-Berichte. Deal-Alarm abonnieren lohnt sich, um den Praxistest nicht zu verpassen.
HĂ€ufige Fragen
Was kostet das Homematic IP Glasdisplay â plus?
279,95 ⏠UVP fĂŒr die Plus-Variante, 249,95 ⏠fĂŒr das Standardmodell. Beide sind seit dem 22. Juli 2026 auch als funkbasierte Version erhĂ€ltlich.
Brauche ich eine Zentrale fĂŒr das Glasdisplay â plus?
Ja. Das Display benötigt einen Homematic IP Access Point, eine Home Control Unit oder eine CCU3 als Zentrale sowie eine 230-Volt-Stromversorgung.
FĂŒr wen lohnt sich das Homematic IP Glasdisplay â plus?
FĂŒr Homematic-IP-Haushalte mit mehreren RĂ€umen, Heizungssteuerung und Zutrittslösungen, die eine zentrale Wandsteuerung statt mehrerer Apps wollen.
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