Alte Echo Dots lokal nutzen: Rückblick KW 43
Kurz gesagt: In KW 43 gab es drei Neuheiten für Home-Assistant-Nutzer: LocalDot soll den Echo Dot 3 lokal an Home Assistant anbinden, der Installer erzeugt in früher Alpha-Version Boot-Sticks für Mini-PCs, und FLARE steuert Licht nach Tagesphasen. Alles ist noch jung, aber für Bastler interessant.
Symbolbild: KI-generiert
Die Woche brachte für alle, die ihr Zuhause lokal und ohne Cloud steuern wollen, gleich drei interessante Meldungen. Wir haben sie eingeordnet. Ausgangspunkt ist der Wochenrückblick von SmarthomeAssistent, der laut eigener Angabe automatisch erstellt wurde. Eine eigene Prüfung der Produkte gab es dort nicht, und wir haben sie ebenfalls nicht getestet.
LocalDot: Der Echo Dot 3 ohne Alexa
Das Unternehmen AAElectronics arbeitet an einer Ersatzplatine für den Echo Dot der dritten Generation. Gehäuse, Lautsprecher, Mikrofone, Tasten und LED-Ring bleiben, getauscht wird nur die Elektronik. Die Sprachsteuerung soll danach lokal mit Home Assistant laufen, ohne Anbindung an Amazons Cloud. Wer noch alte Echo Dots in der Schublade hat, bekäme so eine günstige Sprachsatelliten-Lösung. Unsere Einordnung: Ein Gerätegehäuse zu öffnen und die Platine zu tauschen, ist nichts für Einsteiger, und zu Preis, Verfügbarkeit und Support ist noch wenig bekannt. Dass die Idee in der Szene Anklang findet, zeigt das Open-Source-Projekt „echolocal“, das schon länger einen Echo Dot der zweiten Generation zum lokalen Home-Assistant-Satelliten macht. Wer es fertig und offiziell möchte, findet bei Nabu Casa die Voice Preview Edition, die zum Start rund 59 Euro kostete.
Home Assistant per USB-Stick auf den Mini-PC
Der offizielle Installer kann jetzt einen bootfähigen USB-Stick erzeugen, mit dem sich Home Assistant OS auf einem passenden Mini-PC einrichten lässt. Die Funktion steckt allerdings noch in einer frühen Alpha-Version und ist nicht für den Dauerbetrieb gedacht. Der Reiz: Ein Mini-PC ist schneller als ein Raspberry Pi und arbeitet mit einer SSD statt mit einer anfälligen SD-Karte. Das verlängert die Lebensdauer deiner Installation. Backups bleiben trotzdem Pflicht, bevor du etwas umziehst.
FLARE: Licht nach deinem Tagesablauf
Die kostenlose Erweiterung FLARE passt Helligkeit und Lichtfarbe smarter Lampen an vier Tagesphasen an, statt starr dem Sonnenstand zu folgen. Mit Version 1.1 wurde die Einrichtung überarbeitet: Pro Raum legst du fest, welcher Zeitplan gilt. Im Schlafzimmer darf es früher warm und gedimmt werden als im Homeoffice. Welche Lampenmarken gut funktionieren, ist offen, eine Herstellerprüfung gibt es bislang nicht.
Fazit
Alle drei Neuheiten sind für Bastler spannend, aber noch frisch. Probiere sie zuerst auf einem Testsystem aus und rechne bei Hardware-Umbauten mit Garantieverlust.