Video-Check · Midea PortaSplit Klimaanlage

Schlaflose Hitze-Nacht: Die Klimaanlage, die ohne Abluftschlauch auskommt

Felix Goldbach erzählt in seinem Video von einer durchwachten Hitze-Nacht seiner Mutter und stellt die Midea PortaSplit als Lösung vor. Wir ordnen ein, was diese Bauform von den vielen „Klimaanlagen* ohne Schlauch“ unterscheidet, die in Wahrheit nur Luftkühler sind – und was das Gerät bei uns im eigenen Test wirklich gebracht hat.

Eingebettetes Video von Felix Goldbach. Wir betten es nur ein – alle Rechte liegen beim Urheber; die Einordnung ist unsere eigene redaktionelle Meinung.

Unsere Einordnung

Eine schlaflose Nacht bei Hitze ist kein Einzelschicksal: In vielen Mietwohnungen scheitert eine echte Klimaanlage nicht am Wunsch, sondern an der Wand – Bohren für ein Split-Außengerät ist ohne Vermieter-Erlaubnis meist tabu, und ein Monoblock mit dickem Abluftschlauch im Fenster stört Optik und Einbruchschutz. Genau in diese Lücke zielt die Midea PortaSplit, die im Video als Ausweg aus genau so einer Nacht vorgestellt wird.

Wichtig für die Einordnung: Die PortaSplit ist keine der vielen „Klimaanlagen ohne Schlauch“, die eigentlich nur Verdunstungskühler sind und die Raumluft kaum wirklich herunterkühlen (siehe unser Check dazu unten). Sie funktioniert wie eine echte Split-Klimaanlage mit Innen- und Außengerät – nur dass beide über ein schmales, flexibles Leitungspaar verbunden sind, das durch einen gekippten Fensterspalt passt, statt über einen dicken starren Schlauch. Die Wärme wird also tatsächlich nach draußen abgeführt, nicht nur umverteilt.

In unserem eigenen Test der Cool-Variante (nur Kühlen, 8.000 BTU/h bzw. 2,3 kW, Energieklasse A++, Kältemittel R290) haben wir das bestätigt: steckerfertige Montage ohne Bohrmaschine, im Silent-Modus rund 38 dB(A) am Innengerät – spürbar leiser als ein Monoblock – und für Räume bis etwa 25 m² ausreichend Leistung. Die heizfähige Standardversion (3,5 kW / 12.000 BTU/h, ebenfalls A++) kostet regulär rund 1.000 bis 1.200 Euro, die reine Cool-Variante ist mit 749 bis 899 Euro günstiger. Unser Testurteil für die Cool-Variante: 8,6 von 10 Punkten.

Für wen sich das lohnt: Wer zur Miete wohnt, nicht bohren darf oder will und mit dem Kompromiss eines sichtbaren Leitungspaars am Fenster leben kann, bekommt hier tatsächlich Split-Komfort statt nur einen frisierten Ventilator. Der Preis liegt trotzdem deutlich über einem einfachen Monoblock-Gerät, und die Cool-Variante heizt im Winter nicht mit – wer beides will, braucht die teurere Standardversion oder ein zweites Gerät für die kalte Jahreszeit.

Kurz gesagt: Die Midea PortaSplit ist – anders als viele „schlauchlose“ Klimaanlagen, die nur Luftkühler sind – ein echtes Split-Gerät: Außeneinheit plus dünnes Leitungspaar statt dickem Abluftschlauch. In unserem eigenen Test der Cool-Variante (8.000 BTU/h, A++, 38 dB Silent-Modus, 8,6/10 Punkte) hat sich das bestätigt – für Mieter ohne Bohr-Erlaubnis eine echte, aber nicht ganz günstige Alternative.

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