Transparenz: Dieser Beitrag enthĂ€lt Affiliate-Links (*). Kaufen Sie darĂŒber, erhalten wir eine Provision â der Preis Ă€ndert sich fĂŒr Sie nicht. Dies ist ein Launch-Check auf Datenbasis: Wir ordnen Herstellerangaben und einen unabhĂ€ngigen Hands-on-Test von heise online ein, ein eigener Langzeittest ĂŒber Wochen liegt fĂŒr dieses frische Modell noch nicht vor.
WAGO aus Minden ist in der Elektroinstallation eine feste GröĂe â die orangefarbenen Federzugklemmen der Firma stecken in unzĂ€hligen SicherungskĂ€sten und Abzweigdosen in Deutschland. Ein eigenes Smart-Home-Produkt gab es bislang jedoch nicht. Das Ă€ndert sich mit einer achtteiligen Serie aus Unterputz-Aktoren: Relais mit 6 und 16 Ampere, ein Dimmer und der hier betrachtete Home Blind Control (2757-1106) fĂŒr Rollladen- und Jalousiemotoren. Alle Modelle sprechen Matter, entweder ĂŒber Thread oder wahlweise ĂŒber Wi-Fi â und WAGO wirbt mit einem Merkmal, das kein Wettbewerber in dieser Form bietet: einer VDE-Zertifizierung fĂŒr ein Unterputz-Smart-Home-Modul.
Das Home Blind Control in Zahlen
Infografik zum Teilen â Quellenangaben unten in der Grafik.
Technische Daten im Ăberblick
| Modell / Artikelnummer | Home Blind Control, 2DI/2DO, 3 A, Thread (2757-1106); baugleiche Wi-Fi-Variante 2757-1105 |
| Einbauort | Unterputz, hinter vorhandenem Schalter/Taster fĂŒr Rollladen- oder Jalousiemotoren |
| Schaltleistung | 2 digitale EingÀnge, 2 digitale AusgÀnge, bis 3 A Schaltstrom |
| KonnektivitÀt | Matter over Thread (2757-1106) bzw. Matter over Wi-Fi (2757-1105) |
| Anschlusstechnik | orangefarbene WAGO-Federzugklemmen, keine AderendhĂŒlsen nötig, "Press"-Taster zur Verriegelung |
| Zertifizierung | VDE-zertifiziert, entwickelt nach dem Industrie-Sicherheitsstandard IEC 62443-4-1 |
| MaĂe | 46 Ă 46 Ă 22 mm |
| Geschwister-Modelle | Home Relay 6 A (Dual-Kanal), Home Relay 16 A, Home Dimmer (ab Sommer 2026) |
| VerfĂŒgbarkeit | seit Ende Mai 2026 ĂŒber ElektrogroĂhandel (watt24, Rexel, UNI Elektro) sowie Amazon |
| Preis | ab 56,62 ⏠(ETOH24, Geizhals-Preisvergleich, Stand 24.07.2026); UVP laut smartlights.de ca. 70 ⏠|
Federzugklemmen statt Schraubterminal
Wer WAGO kennt, weiĂ, worauf der Hersteller seinen Ruf gebaut hat: Federzugklemmtechnik statt Schraubverbindung. Genau dieses Prinzip ĂŒbertrĂ€gt sich auf den Home Blind Control â die markanten orangefarbenen Klemmhebel erlauben laut heise-Test eine âschnelle Installation ohne Schrauben", direkt mit eindrĂ€htigem oder feindrĂ€htigem Kabel, ganz ohne AderendhĂŒlsen. FĂŒr Elektriker, die WAGO-Klemmen aus dem Alltag kennen, ist das ein vertrautes und laut Testbericht zĂŒgiges Verfahren. Der Clou: Das Modul wird hinter einem vorhandenen Schalter oder Taster in der Unterputzdose verbaut â von auĂen bleibt die gewohnte Wandtaster-Optik erhalten, gesteuert wird zusĂ€tzlich per App oder Sprachassistent ĂŒber Matter.
VDE-Zertifizierung â das Alleinstellungsmerkmal
WAGO bewirbt die Serie als âersten Hersteller mit VDE-zertifizierten Unterputz-Aktoren" im Smart-Home-Markt. Die Zertifizierung bestĂ€tigt elektrische Sicherheit nach anerkannten PrĂŒfnormen, zusĂ€tzlich wurde die Software-Seite nach IEC 62443-4-1 entwickelt â einem Industriestandard fĂŒr Cybersicherheit in vernetzten Komponenten, der in der Unterhaltungselektronik selten zum Einsatz kommt. FĂŒr sicherheitsbewusste KĂ€ufer und professionelle Elektroinstallateure ist das ein Argument, das kein etablierter Smart-Home-Anbieter wie Shelly oder Homematic IP in dieser Form vorweisen kann â wie stark dieses Merkmal beim privaten Endkunden tatsĂ€chlich den Ausschlag gibt, muss sich in der Praxis erst noch zeigen.
Was der heise-Test zeigt
Ein unabhĂ€ngiger Hands-on-Test von heise online (veröffentlicht am 27.05.2026, Volltest hinter heise+) bestĂ€tigt die zĂŒgige Klemmen-Installation, benennt aber auch einen handfesten Kompromiss: Mit 46 Ă 46 Ă 22 mm fĂ€llt das GehĂ€use aller vier getesteten WAGO-Module deutlich gröĂer aus als bei etablierter Konkurrenz â ein einkanaliger Shelly-Aktor misst beispielsweise nur rund 16 mm Bauhöhe. In Ă€lteren, flachen Unterputzdosen könne es laut Test daher eng werden; der Anspruch âpasst in die vorhandene Unterputzdose" bleibt in sanierten Altbauten mitunter Wunschdenken. Positiv verbucht der Test dagegen die fĂŒr Elektroinstallateure ungewohnt hohe Schaltleistung der 16-A-Variante (1,3 kW bei 230 V) und den industriellen Robustheits-Anspruch, den WAGO aus dem Maschinenbau mitbringt.
WAGO vs. Shelly â Profi-Technik gegen Kampfpreis
| Modell | Preis | Besonderheit |
|---|---|---|
| WAGO Home Blind Control (Thread) | ab 56,62 ⏠| VDE-zertifiziert, Federzugklemmen, gröĂeres GehĂ€use |
| WAGO Home Blind Control (Wi-Fi) | ab 53,82 ⏠| Baugleich ohne Thread, dafĂŒr ohne Thread-Mesh-Vorteile |
| Shelly 1PM / Dimmer2 | ca. 15â24 ⏠| Deutlich gĂŒnstiger und kompakter, keine VDE-Zertifizierung |
Der Preisvergleich macht den Unterschied deutlich: Shelly-Module kosten oft nur ein Viertel des WAGO-Preises und sind durch ihre geringe Bauhöhe leichter in bestehende Unterputzdosen zu quetschen. WAGO positioniert sich dagegen bewusst im Profi-Segment â mit der VDE-Zertifizierung, der aus der Industrieautomation bekannten Federzugklemmtechnik und dem Markennamen, dem viele Elektriker aus dem Berufsalltag bereits vertrauen. Wer ausschlieĂlich den gĂŒnstigsten Weg zum smarten Rollladen sucht, ist bei Shelly besser aufgehoben; wer Wert auf Zertifizierung und die aus WAGO-Reihenklemmen bekannte VerarbeitungsqualitĂ€t legt, zahlt fĂŒr dieses Plus bewusst drauf.
FĂŒr wen sich das WAGO Home Blind Control NICHT lohnt
Wer in einem Altbau mit besonders flachen Unterputzdosen nachrĂŒsten will, sollte laut dem heise-Test vorher die Einbautiefe genau prĂŒfen â mit 22 mm GehĂ€usetiefe passt das Modul nicht ĂŒberall dort, wo kompaktere Aktoren noch Platz finden. Wer schlicht den gĂŒnstigsten Einstieg in smarte Rollladensteuerung sucht und auf VDE-Zertifizierung oder Industrie-Cybersicherheitsstandards keinen Wert legt, zahlt mit dem WAGO-Modul fĂŒr Eigenschaften drauf, die ein Shelly-Aktor fĂŒr einen Bruchteil des Preises nicht bietet. Wer bereits vollstĂ€ndig auf ein anderes Ăkosystem ohne Matter-UnterstĂŒtzung setzt, hat vom Matter-Vorteil ohnehin nichts. Und wer sich generell scheut, das erste Smart-Home-Produkt eines Herstellers ohne Konsumelektronik-Historie zu kaufen, wartet besser weitere unabhĂ€ngige Langzeittests ab, bevor er investiert.
Fazit: FĂŒr wen lohnt sich das WAGO Home Blind Control?
Unsere Einordnung: WAGO tritt mit dem Home Blind Control nicht als Kampfpreis-Anbieter an, sondern als Profi-Marke, die ihre aus der Elektroinstallation bekannte VerarbeitungsqualitĂ€t und eine einzigartige VDE-Zertifizierung ins Smart Home ĂŒbertrĂ€gt. FĂŒr Elektriker, sicherheitsbewusste KĂ€ufer und alle, die Wert auf Matter-KompatibilitĂ€t mit industrieller Robustheit legen, ist das ein ĂŒberzeugendes DebĂŒt â vorausgesetzt, die Unterputzdose ist tief genug. Wer dagegen nur den gĂŒnstigsten Weg zum smarten Rollladen sucht, ohne auf Zertifizierungen zu achten, ist mit einem einfachen Shelly-Aktor preislich klar im Vorteil. Ein ausfĂŒhrlicher Langzeittest steht noch aus â wir aktualisieren diesen Launch-Check, sobald mehr Praxiserfahrungen vorliegen.
HĂ€ufige Fragen
Was kostet das WAGO Home Blind Control?
Ab 56,62 ⏠beim HĂ€ndler ETOH24 (Geizhals, Stand 24.07.2026), Amazon.de listet 61,15 âŹ. Die Wi-Fi-Variante ohne Thread startet laut testbericht.de bereits ab rund 53,82 âŹ.
Was macht das WAGO Home Blind Control besonders?
Es ist laut Hersteller der erste VDE-zertifizierte Unterputz-Smart-Home-Aktor, entwickelt nach dem Industriestandard IEC 62443-4-1. WAGO ist vor allem fĂŒr Reihenklemmen bekannt und debĂŒtiert mit dieser Serie erstmals im Smart-Home-Markt.
Passt das Modul in jede Unterputzdose?
Nicht garantiert. Mit 46 Ă 46 Ă 22 mm ist das GehĂ€use gröĂer als viele Konkurrenzprodukte wie Shelly-Aktoren und kann in flachen Unterputzdosen Ă€lterer GebĂ€ude eng werden.
Zum Marktstart verfĂŒgbar
Sobald unabhÀngige Langzeittests vorliegen, aktualisieren wir diesen Launch-Check.
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