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Eine Fußbodenheizung heizt meistens die ganze Wohnung mit einer einzigen Vorlauftemperatur – das Bad wird warm gefahren, damit das Wohnzimmer mitzieht, und umgekehrt. Viessmann verspricht mit dem ViCare Fußbodenthermostat und dem dazugehörigen ViCare Klimasensor Einzelraumregelung über die ViCare App: bis zu sechs Heizzonen unabhängig voneinander steuern, inklusive Messung von Temperatur und Luftfeuchte je Raum. Wir haben die Herstellerdaten und Fachhandel-Angaben geprüft und sagen, wo der Haken liegt.
ViCare Fußbodenthermostat in Zahlen
Infografik zum Teilen – Quellenangaben unten in der Grafik.
Technische Daten im Überblick
| Heizzonen | bis zu 6, insgesamt 18 thermische Stellantriebe |
| Funktechnik | EnOcean (Low-Power-Funk, batterielos beim Thermostat) |
| Klimasensor | misst Raumtemperatur und relative Luftfeuchte, CR2450-Knopfzelle |
| Voraussetzung | Viessmann Vitoconnect OPTO2 oder Wärmeerzeuger mit OneBase |
| Steuerung | ViCare App |
| Funktionen | Frostschutz, Anti-Festsitz-Funktion für Stellventile |
| Preis (4er-Set) | 500 € statt 710 € UVP (tink DE, geprüft 20.09.2026) |
Was Thermostat und Sensor konkret tun
Das ViCare Fußbodenthermostat übernimmt die eigentliche Regelung: Es steuert die thermischen Stellantriebe der Fußbodenheizung zonenweise an, sodass jeder Raum seine eigene Solltemperatur bekommt statt einer gemeinsamen Vorlauftemperatur für die ganze Wohnung. Für jede einzeln geregelte Zone braucht es dafür einen ViCare Klimasensor – er misst laut Hersteller kontinuierlich Raumtemperatur und relative Luftfeuchtigkeit und funkt die Werte an das Thermostat. Die Kommunikation läuft über EnOcean-Funktechnik, ein Low-Power-Standard, der ohne zusätzliche Verkabelung auskommt – ein Vorteil gegenüber klassischen, fest verdrahteten Raumthermostaten in der Nachrüstung.
Eingebaut sind außerdem eine Frostschutzfunktion, die die Heizung bei Bedarf vor Frostschäden schützt, sowie eine Anti-Festsitz-Funktion, die verhindert, dass die Stellventile bei langer Inaktivität festsitzen.
Der Haken: Nur mit Vitoconnect oder OneBase
Hier trennt sich die Spreu vom Weizen. Laut Viessmann-Fachinformationen funktioniert die Funkanbindung des ViCare Fußbodenthermostats ausschließlich über einen Vitoconnect OPTO2 oder einen Wärmeerzeuger mit integriertem OneBase-Modul. Ohne eines der beiden lässt sich das Set nicht in die ViCare App einbinden – ein herstellerübergreifendes Smart-Home-System oder ein Matter-Hub reicht nicht aus. Wer also keine Viessmann-Heizung mit entsprechender Konnektivität besitzt, kauft mit diesem Set zunächst ein Gerät, das ohne Zusatzhardware gar nicht funkt.
Für wen sich das ViCare Fußbodenthermostat NICHT lohnt
Besitzer einer Heizung ohne Viessmann-Anbindung (kein Vitoconnect OPTO2, keine OneBase-fähige Wärmepumpe oder Gastherme) haben von diesem Set zunächst nichts – die Zusatzhardware kostet extra und macht die Rechnung schnell teurer als ein herstelleroffenes System. Wer sein Smart Home konsequent auf Matter oder einen anderen offenen Standard setzt, bindet dieses Thermostat nicht direkt ein. Und wer nur eine oder zwei Zonen regeln will, zahlt mit dem 4er-Set für Sensoren, die er nicht braucht – dann lohnt eher der Einzelkauf von Thermostat und genau einem Klimasensor.
Pro und Contra
Pro
- Bis zu 6 Heizzonen statt einer einzigen Vorlauftemperatur für die Wohnung
- EnOcean-Funk erspart zusätzliche Verkabelung bei der Nachrüstung
- Klimasensor liefert zusätzlich die Luftfeuchte, nicht nur die Temperatur
- Frostschutz- und Anti-Festsitz-Funktion bereits eingebaut
Contra
- Zwingend Vitoconnect OPTO2 oder OneBase nötig – ohne läuft nichts
- Kein offenes Smart-Home-Protokoll, an ein Viessmann-System gebunden
- 4er-Set nur sinnvoll bei wirklich vier separat geregelten Zonen
Für wen lohnt sich das ViCare Fußbodenthermostat?
Unsere Einschätzung: Für Besitzer einer Viessmann-Heizung mit Vitoconnect OPTO2 oder OneBase, die bislang eine Fußbodenheizung ohne Einzelraumregelung fahren, ist das Set eine sinnvolle Nachrüstung – die App-Steuerung pro Zone und die zusätzliche Feuchtemessung sind in dieser Kombination selten. Wer keine Viessmann-Anbindung hat oder herstelleroffen bleiben will, sollte sich vorher genau ansehen, was die nötige Zusatzhardware kostet, bevor er zuschlägt. Zum aktuellen Preis von 500 € statt 710 € UVP (tink DE, geprüft am 20.09.2026) ist das Set für die Zielgruppe ein fairer Deal.
Häufige Fragen
Was braucht man für das Viessmann ViCare Fußbodenthermostat?
Zwingend einen Viessmann Vitoconnect OPTO2 oder einen Wärmeerzeuger mit OneBase – nur diese bringen die nötige Funkanbindung mit.
Wie viele Heizzonen steuert das ViCare Fußbodenthermostat?
Bis zu 6 Heizzonen mit insgesamt 18 thermischen Stellantrieben. Für jede einzelne Zone braucht es zusätzlich einen ViCare Klimasensor.
Was misst der ViCare Klimasensor?
Raumtemperatur und relative Luftfeuchtigkeit, batteriebetrieben mit einer CR2450-Knopfzelle, Übertragung per EnOcean-Funk.
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