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Smart Rings hatten lange ein Problem: Sie messen zuverlässig Schlaf und Erholung, doch der Marktführer Oura verlangt für die Auswertung ein monatliches Abo – und der Akku war nach gut einer Woche leer. Genau in diese zwei Schwachstellen zielt der Ultrahuman Ring Pro, der seit dem 20. Juni 2026 weltweit ausgeliefert wird. Sein Versprechen: bis zu 15 Tage Laufzeit und alle Kernfunktionen dauerhaft ohne Abo. Hier ist unser Launch-Check auf Basis der offiziellen Daten und der ersten unabhängigen Hands-ons; unser eigener Praxistest mit Vergleichsmessungen folgt, sobald unser Ring am Finger sitzt.
Der Ring Pro in einer Grafik
Infografik zum Teilen – Quellenangaben unten in der Grafik.
Technische Daten im Überblick
| Akkulaufzeit | bis 15 Tage (Chill), ca. 12 Tage (Turbo); mit Ladecase bis 45 Tage |
| Prozessor | Dual-Core mit On-Chip-KI/ML (zuvor Single-Core im Ring Air) |
| Sensoren | neu entwickeltes PPG (Herzfrequenz, HRV, SpO₂), kontaktloser Hauttemperatursensor, 6-Achsen-IMU |
| Konnektivität | Bluetooth Low Energy 5.3 |
| Speicher | bis zu 250 Tage Daten ohne Handy-Verbindung |
| Material / Schutz | Titan-Unibody, 100 m wasserdicht, ProRelease-Sollbruchstelle |
| Größen / Farben | Größen 5–14; Raw Titanium, Aster Black, Bionic Gold, Space Silver |
| Abo | Kernfunktionen lebenslang abofrei; PowerPlugs 12 Monate gratis |
| Marktstart | Auslieferung ab 20. Juni 2026 |
| Preis (DE) | 479 € inkl. Pro-Ladecase |
Der Haken am Abo – und wie Ultrahuman ihn löst
Der teuerste Smart Ring ist nicht der mit dem höchsten Kaufpreis, sondern der mit dem Abo. Beim neuen Oura Ring 5 – seit dem 4. Juni 2026 für 429 € (Premium-Finishes 529 €) im Handel – kostet die Mitgliedschaft 5,99 € im Monat oder 69,99 € im Jahr. Über fünf Jahre summiert sich das auf rund 350 € obendrauf. Genau hier setzt Ultrahuman den Hebel an: Alle Kernfunktionen sind dauerhaft ohne Abo nutzbar. Lediglich die optionalen Spezial-Module, die sogenannten PowerPlugs (etwa AFib-Erkennung oder Atem-Tracking), sind in den ersten zwölf Monaten gratis – was sie danach kosten, hat Ultrahuman bislang offengelassen. Diese Lücke notieren wir als offenen Punkt.
Was technisch neu ist
Zwei Zahlen machen den Generationssprung aus. Erstens die Akkulaufzeit: Laut Hersteller hält der Ring im stromsparenden Chill-Modus bis zu 15 Tage, im datenintensiveren Turbo-Modus rund 12 Tage. Der CEO beziffert das gegenüber the5krunner als „das Drei- bis Vierfache der Konkurrenz". Mit dem mitgelieferten Pro-Ladecase wächst die kombinierte Laufzeit auf bis zu 45 Tage – das Case puffert zudem ein Jahr Messdaten. Zweitens der Dual-Core-Prozessor mit On-Chip-Machine-Learning: Laut the5krunner ist eine solche Rechen-Engine direkt im Ring „in dieser Kategorie neu". Sie speist Ultrahumans KI-Plattform Jade, die Biomarker-Daten in Echtzeit auswertet und kontextbezogene Hinweise gibt.
Die Sensorik wurde überarbeitet: ein neu entwickeltes PPG-Array für Herzfrequenz, Herzfrequenzvariabilität und Blutsauerstoff, ein kontaktloser Hauttemperatursensor sowie eine 6-Achsen-Bewegungseinheit. Laut Notebookcheck ist das Titangehäuse minimal dicker als beim Ring Air (der bei Größe 6 nur 2 mm misst und 2,53 g wiegt) – der gewonnene Platz steckt im größeren Akku. Praktisch im Notfall: eine ProRelease-Sollbruchstelle, über die sich der Ring bei geschwollenen Fingern lösen lässt. Mit 100 m Wasserdichtigkeit übersteht er Schwimmen, Duschen und sogar Surfen.
Die ehrliche Einordnung: kein Uhr-Ersatz
So stark die Akku- und Abo-Argumente sind – ein Smart Ring bleibt ein Schlaf- und Erholungs-Tracker, kein Trainingscomputer. Der Ring Pro erfasst kein GPS, keine Leistungswerte und keine Echtzeit-Herzfrequenz beim Workout. Ultrahuman positioniert ihn ausdrücklich als Begleiter zur Sportuhr, nicht als Ersatz. Und beim Daten-Ökosystem gibt selbst the5krunner Oura noch den Vorzug: Reife der Plattform und Forschungs-Integrationen sprechen weiter für den Marktführer. Die starken Akkuwerte sind außerdem Herstellerangaben – „der eigentliche Test ist das unabhängige Nachmessen", mahnt the5krunner zu Recht. Genau das holen wir in unserem Praxistest nach.
Was er kostet – und ob sich das rechnet
In Deutschland ist der Ultrahuman Ring Pro für 479 € inklusive Pro-Ladecase direkt beim Hersteller bestellbar; einen Idealo-Bestpreis gibt es zum Marktstart noch nicht, der genannte Preis ist also der Direkt-/Listenpreis (Stand 22.06.2026). Das sind 50 € mehr als der Basis-Oura-Ring-5 (429 €) – allerdings ohne dessen laufendes Abo. Wer den Ring länger als rund zehn Monate trägt, fährt mit Ultrahuman in Summe günstiger. Gegenüber dem eigenen Vorgänger Ring Air kostet der Pro etwa 100 € mehr; das Geld fließt in Akku, Prozessor und Sensorik. Den Vergleich zur konkreten Tagesform an der Kasse lohnt es trotzdem zu beobachten – Einführungspreise und erste Händler-Listings können sich in den kommenden Wochen bewegen.
Pro und Contra: Ring Pro (Stand Launch)
Pro
- Bis zu 15 Tage Akku – mit Ladecase sogar bis 45 Tage
- Alle Kernfunktionen dauerhaft ohne Abo
- Dual-Core-Chip mit On-Device-KI (Jade) – neu in der Kategorie
- Titan-Unibody, 100 m wasserdicht, Notfall-Sollbruchstelle
- 250 Tage Onboard-Speicher, Größen 5–14
Contra
- Kein GPS, keine Echtzeit-Trainings-HF – kein Sportuhr-Ersatz
- PowerPlug-Preise nach dem ersten Jahr noch unklar
- Daten-Ökosystem von Oura gilt noch als reifer
- Akkuwerte sind Herstellerangaben – unabhängiger Test steht aus
Für wen lohnt sich der Ultrahuman Ring Pro?
Unsere Einschätzung zum Launch: Ultrahuman greift Oura genau an den zwei Punkten an, die Käufer am meisten stören – Abo-Kosten und Akkulaufzeit – und legt mit On-Device-KI und 100 m Wasserdichtigkeit nach. Für Menschen, die Schlaf und Erholung rund um die Uhr verfolgen wollen, ohne eine Uhr zu tragen und ohne monatlich zu zahlen, ist der Ring Pro zum Marktstart das spannendste Angebot. Wer GPS, Echtzeit-Trainingsdaten oder das reifste Auswertungs-Ökosystem braucht, bleibt bei Sportuhr oder Oura besser aufgehoben. Eine eigene Testnote vergeben wir bewusst erst nach dem Praxistest mit Vergleichsmessungen – unseren Newsletter zu abonnieren lohnt sich, wenn Sie ihn nicht verpassen wollen.
Häufige Fragen
Was kostet der Ultrahuman Ring Pro?
In Deutschland 479 € inklusive Pro-Ladecase und mit lebenslangem Zugang zu allen Kernfunktionen ohne Abo. Einen Idealo-Bestpreis gibt es zum Verkaufsstart am 20. Juni 2026 noch nicht; 479 € ist der direkte Herstellerpreis (Stand 22.06.2026).
Wie lange hält der Akku?
Im Chill-Modus bis zu 15 Tage, im Turbo-Modus rund 12 Tage. Mit dem mitgelieferten Pro-Ladecase steigt die kombinierte Laufzeit auf bis zu 45 Tage; der Ring speichert bis zu 250 Tage Daten ohne Handy-Verbindung.
Braucht der Ring Pro ein Abo wie Oura?
Nein. Alle Kernfunktionen sind dauerhaft abofrei. Spezial-Module (PowerPlugs) wie AFib- oder Atem-Tracking sind 12 Monate gratis; die Preise danach hat Ultrahuman noch nicht veröffentlicht.
Für wen lohnt er sich?
Für alle, die Schlaf, Erholung und Herzfrequenz rund um die Uhr ohne Uhr und ohne Abo tracken wollen. Wer GPS, Echtzeit-Trainings-HF oder ein besonders reifes Daten-Ökosystem braucht, ist mit einer Sportuhr oder dem Oura-Ring besser bedient.
Ring Pro genauer ansehen?
Verfügbarkeit und Preise zum Marktstart bewegen sich erfahrungsgemäß in den ersten Wochen.
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