Transparenz: Dieser Beitrag enthält Affiliate-Links (*). Kaufen Sie darüber, erhalten wir eine Provision – der Preis ändert sich für Sie nicht.
Wallboxen sind selten ein Hingucker – meist klobige Kästen, die man montiert und vergisst. Die SolarEdge ONE EV Charger Pro bricht gleich mit zwei Gewohnheiten: Sie wiegt mit 2,3 Kilogramm kaum mehr als ein dickes Buch und sie ist nicht als Insellösung gedacht, sondern als Teil eines kompletten Energiemanagements, das Ihren Solarstrom direkt ins Auto leitet. Angekündigt hatte SolarEdge das Gerät bereits am 15. Dezember 2025; seit dem Frühjahr 2026 läuft die Europa-Auslieferung, und ab dem 30. Juni 2026 ist die Wallbox auch in Deutschland regulär zu haben. Hier ist unser Launch-Check auf Basis der offiziellen Herstellerangaben sowie der Berichterstattung von pv-magazine.de und Händlerdaten von photovoltaik4all.de. Unser ausführlicher Praxistest mit eigenen Messreihen folgt, sobald unser Testgerät an der Wand hängt.
Die ONE EV Charger Pro in einer Grafik
Infografik zum Teilen – Quellenangaben unten in der Grafik.
Technische Daten im Überblick
| Ladeleistung | bis 22 kW, automatische 1-/3-phasige Umschaltung |
| Anschluss | Kabelschloss-System (Kabel dauerhaft verriegelbar) oder Buchsen-Variante |
| PV-Überschussladen | über SolarEdge-ONE-Energiemanagement (voll mit SolarEdge-Wechselrichter) |
| Bidirektional | V2H/V2G vorbereitet, per späterem Software-Update |
| Maße / Gewicht | 235 × 230 × 130 mm · 2,3 kg |
| Schutzart / Montage | IP54 (außentauglich) · Snap-On in unter 10 Minuten |
| Messung & Anzeige | integrierter MID-Zähler Klasse B, OLED-Display |
| Konnektivität | eSIM (LTE), mySolarEdge-App, OCPP 1.6J, ISO 15118 Plug&Charge ready, RFID |
| Deutschland-Marktstart | 30. Juni 2026 (Europa-Auslieferung seit Frühjahr 2026) |
| Preis | ca. 912 € Marktpreis (Stand 29.06.2026) · UVP 948 € |
| Ersteindruck | 8,6 / 10 |
Was die ONE EV Charger Pro besonders macht
Drei Eigenschaften heben die Wallbox aus der Masse heraus. Erstens das schon erwähnte Gewicht von nur 2,3 Kilogramm bei kompakten 235 × 230 × 130 Millimetern – das ist eher Smart-Speaker- als Wallbox-Klasse. In Kombination mit der Snap-On-Montage, bei der das Gerät in unter zehn Minuten in eine vorinstallierte Wandhalterung eingehängt wird, vereinfacht das die Installation spürbar (die eigentliche elektrische Anbindung gehört dennoch in Fachhände).
Zweitens die automatische Phasenumschaltung: Die Box ladet bis zu 22 kW dreiphasig, wechselt bei wenig Sonne aber selbsttätig auf einphasigen Betrieb. Genau das ist die Voraussetzung für sinnvolles PV-Überschussladen – denn an bewölkten Vormittagen liefert die Anlage oft nur wenige hundert Watt, mit denen eine starre dreiphasige Wallbox gar nicht erst anlaufen würde. Über das SolarEdge-ONE-Energiemanagement priorisiert die Box den eigenen Solarstrom; ihren vollen Funktionsumfang erreicht sie laut Hersteller im Verbund mit einem SolarEdge-Wechselrichter.
Drittens ist die Wallbox bidirektional vorbereitet: Vehicle-to-Home (V2H) und Vehicle-to-Grid (V2G) sollen laut SolarEdge per späterem Software-Update freigeschaltet werden. Heute ist das noch ein Versprechen, kein Feature – wir führen es deshalb bewusst als „vorbereitet", nicht als Verkaufsargument der ersten Stunde. Geeicht abrechnen lässt sich dagegen schon ab Werk: Ein MID-Zähler der Klasse B plus OLED-Display sind integriert, dazu eSIM-LTE, OCPP 1.6J, RFID und ISO-15118-Plug&Charge-Bereitschaft.
Die Einordnung: stark im eigenen Ökosystem
So clever das Paket ist – einen Punkt sollte man vor dem Kauf bedenken: Den größten Mehrwert spielt die ONE EV Charger Pro im SolarEdge-Universum aus. Wer bereits einen SolarEdge-Wechselrichter auf dem Dach hat, bekommt PV-Überschussladen, Hausenergie-Management und Wallbox aus einer Hand und einer App (mySolarEdge). Wer eine Fremdanlage betreibt, kann die Box dank OCPP zwar ebenfalls nutzen, schöpft das ausgefeilte Energiemanagement aber nicht voll aus.
Beim Blick auf den Wettbewerb wird die Positionierung klarer. Der go-e Charger CORE (UVP 919 €, seit April 2026) ist herstellerunabhängig und flexibel, lädt aber nur einphasig bis 11 kW. Der go-e Charger PRO CABLE bringt – wie die SolarEdge – einen MID-Zähler mit und ist eher der direkte Preis-Konkurrent. Und der Fronius Wattpilot spielt seine Stärken, ganz analog zu SolarEdge, vor allem mit einem Fronius-Wechselrichter aus. Die ONE EV Charger Pro punktet gegenüber allen drei mit der Kombination aus 22 kW, geeichtem Zähler, Federgewicht und der bidirektionalen Perspektive – zu einem Marktpreis, der laut photovoltaik4all.de mit rund 912 € sogar unter dem CORE liegt.
Was kostet sie – und ist das fair?
Bei der Preisfrage bleiben wir ehrlich: Wir verkaufen die Box nicht selbst und stützen uns auf öffentliche Händler- und Vergleichsdaten. Stand 29. Juni 2026 liegt die 22-kW-Pro-Variante mit MID-Zähler bei ca. 912 € Marktpreis (Idealo-naher Shop-Preis bei photovoltaik4all.de), die UVP beträgt 948 €. Das ist ein echter, gelisteter Marktpreis – kein erfundener Streichpreis und keine Vorbestellungs-Spekulation. Für eine 22-kW-Wallbox mit integriertem geeichten Zähler ist das ein wettbewerbsfähiger Einstieg; vergleichbar ausgestattete Geräte mit MID-Zähler bewegen sich häufig im selben Korridor. Den endgültigen Preis prüfen Sie am besten tagesaktuell – Wallbox-Preise schwanken förderungs- und aktionsbedingt.
Pro und Contra: ONE EV Charger Pro (Stand Launch)
Pro
- Bis 22 kW mit automatischer 1-/3-phasiger Umschaltung
- Echtes PV-Überschussladen im SolarEdge-ONE-Management
- Federleicht (2,3 kg), Snap-On-Montage in unter 10 Minuten
- Integrierter MID-Zähler Klasse B, OLED, eSIM, OCPP 1.6J, Plug&Charge
- V2H/V2G vorbereitet – zukunftsoffen per Software-Update
- Wettbewerbsfähiger Marktpreis (ca. 912 €)
Contra
- Vollen Mehrwert erst im SolarEdge-Ökosystem (Wechselrichter)
- Bidirektionales Laden zum Start noch nicht aktiv (Software folgt)
- Langzeit-Praxiswerte fehlen naturgemäß noch – unser Test folgt
Für wen lohnt sich die ONE EV Charger Pro?
Unsere Einschätzung zum Launch: Die SolarEdge ONE EV Charger Pro ist eine der durchdachtesten PV-Wallboxen, die 2026 auf den deutschen Markt kommen. Wer bereits eine SolarEdge-Photovoltaikanlage besitzt, bekommt hier das logische, nahtlos integrierte Wallbox-Puzzleteil – mit echtem Überschussladen, geeichter Abrechnung und der seltenen Aussicht auf bidirektionales Laden später. Federgewicht und Schnellmontage sind dabei kein Gimmick, sondern senken Installationsaufwand und -kosten. Wer dagegen eine Fremdanlage betreibt oder maximale Hersteller-Unabhängigkeit will, fährt mit einem go-e Charger womöglich flexibler. Eine echte Wertung vergeben wir erst nach unserem Praxistest mit eigenen Messreihen – bis dahin steht ein starker Ersteindruck von 8,6 / 10. Deal-Alarm abonnieren lohnt sich, denn Wallbox-Aktionspreise ändern sich schnell.
Häufige Fragen
Was kostet die SolarEdge ONE EV Charger Pro?
Die 22-kW-Pro-Variante mit integriertem MID-Zähler liegt bei rund 912 € Marktpreis (Stand 29.06.2026, z. B. photovoltaik4all.de) bei einer UVP von 948 €. Der Deutschland-Marktstart ist der 30. Juni 2026; die Europa-Auslieferung läuft seit dem Frühjahr 2026.
Kann die Wallbox mit PV-Überschuss laden?
Ja. Über das SolarEdge-ONE-Energiemanagement lädt sie das Auto vorrangig mit überschüssigem Solarstrom und schaltet dabei automatisch zwischen ein- und dreiphasigem Laden um. Den vollen Funktionsumfang erreicht sie zusammen mit einem SolarEdge-Wechselrichter.
Ist die ONE EV Charger Pro bidirektional?
Sie ist laut SolarEdge bidirektional vorbereitet – V2H (Vehicle-to-Home) und V2G (Vehicle-to-Grid) sollen per späterem Software-Update folgen. Zum Marktstart lädt sie zunächst klassisch unidirektional mit bis zu 22 kW.
Wallbox sichern?
Preise und Verfügbarkeit zum Marktstart ändern sich erfahrungsgemäß schnell – am besten tagesaktuell prüfen.
Bei Amazon ansehen* Bei Amazon ansehen*