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Die Polizei-Statistik ist eindeutig: Einbrecher meiden die Hauptstraßenseite. Sie kommen über den Garten, die Rückseite, den Nebeneingang, die Stelle, die vom Gehweg aus nicht einsehbar ist – und genau dort hängt in den meisten Haushalten keine Kamera, weil die eine, die man sich gekauft hat, an der Haustür montiert wurde. Eve Systems verkauft die Outdoor Cam deshalb konsequent im 2er-Set: eine Kamera vorne, eine für den zweiten, unbeobachteten Zugang. Das Prinzip ist richtig – ob die Umsetzung zu Ihrem Haushalt passt, hängt stark davon ab, ob bei Ihnen ein iPhone auf dem Küchentisch liegt oder ein Android-Gerät.
Die Eve Outdoor Cam in Zahlen
Infografik zum Teilen – Quellenangaben unten in der Grafik.
Technische Daten im Überblick
| Auflösung | 1920×1080 Pixel (Full HD), 24 fps, H.264 |
| Sichtfeld | 157° horizontal je Kamera |
| Nachtsicht | 12 Infrarot-LEDs, Reichweite bis 8 m, zusätzlich dimmbares LED-Flutlicht |
| Erkennung | Bewegungs-, Personen- und Fahrzeugerkennung, Privatzonen einstellbar |
| Wetterschutz | IP55, für dauerhaften Außeneinsatz |
| Anbindung | WLAN (802.11b/g/n), fest verkabelte Stromversorgung (kein Akku) |
| Ökosystem | Ausschließlich Apple HomeKit Secure Video, kein Alexa/Google-Support |
| Speicherung | Ende-zu-Ende-verschlüsselt, ausschließlich in iCloud – iCloud+-Abo Pflicht für Aufnahmen |
| Lieferumfang | 2 × Eve Outdoor Cam inkl. Montagematerial |
| Preis (2er-Set) | ca. 437 € (tink DE, Stand 02.08.2026, UVP 499,90 €) |
Warum zwei Kameras mehr sind als doppelt eine
Der eigentliche Denkfehler bei der Kamera-Nachrüstung ist selten die Technik, sondern die Platzierung: Eine einzelne Kamera an der Haustür filmt genau die Seite, die von der Straße aus ohnehin einsehbar ist – also die Seite, die ein Einbrecher meidet. Die zweite, unbeobachtete Gebäudeseite bleibt blind. Das 2er-Set adressiert das direkt: eine Kamera vorn, eine für Garten, Terrasse oder Nebeneingang. Jede einzelne Kamera deckt mit 157° horizontalem Sichtfeld und 12 Infrarot-LEDs eine Fläche ab, die laut Herstellerangabe bis etwa 8 m in die Dunkelheit hineinreicht – ergänzt durch ein dimmbares Flutlicht, das bei erkannter Bewegung automatisch, dauerhaft oder gar nicht angeht.
Technisch überzeugt laut ComputerBase vor allem die Verarbeitung und die Bildqualität bei Tag wie bei Nacht – die Redaktion attestiert der Kamera eine „sehr überzeugende" Umsetzung mit gutem Automatik-Weißabgleich, kritisiert aber, dass sich Belichtungseinstellungen für sehr dunkle oder sehr helle Bereiche nicht manuell anpassen lassen. testberichte.de fasst mehrere Fachtests mit der Schulnote „1,9 – gut" zusammen.
Der Kern des Systems: HomeKit Secure Video – und sein Preis
Der eigentliche Unterschied zu den meisten Konkurrenzkameras liegt nicht im Objektiv, sondern in der Cloud-Architektur. Aufnahmen werden Ende-zu-Ende-verschlüsselt und ausschließlich in der iCloud des Nutzers gespeichert – nicht auf Servern des Herstellers. Das ist ein echter Datenschutzvorteil gegenüber Kameras, deren Aufnahmen auf herstellereigenen Cloud-Servern liegen. Der Haken: Ohne ein iCloud+-Abo (laut ComputerBase-Test ab 0,99 €/Monat für eine Kamera, für zwei Kameras ist ein größeres Paket nötig) gibt es nur Live-Bild und einen einfachen Bewegungsalarm – keine Aufnahmen, keine Personenerkennung, keine 5-Sekunden-Vorpufferung vor dem eigentlichen Ereignis. HomeKit Secure Video ist zudem ausschließlich eine Apple-Funktion: Ohne iPhone, iPad oder Mac als Zentrale lässt sich die Kamera nicht sinnvoll einrichten, Alexa- oder Google-Home-Nutzer gehen leer aus.
Für wen sich die Eve Outdoor Cam NICHT lohnt
Bei aller Technik-Begeisterung: Dieses Set ist keine universelle Empfehlung. Android-Haushalte sind komplett raus – ohne Apple-Gerät als Zentrale funktioniert HomeKit Secure Video schlicht nicht, hier führt kein Weg an einer herstellerunabhängigen Kamera vorbei. Wer eine Sirene oder aktive Abschreckung erwartet, wird enttäuscht: Eve verzichtet komplett auf eine akustische Alarmfunktion, die viele Konkurrenzmodelle inzwischen mitbringen. Auch für alle, die keine feste Stromleitung zum Montageort legen wollen oder können, ist das Set ungeeignet – anders als akkubetriebene Kameras verlangt die Outdoor Cam eine feste Verkabelung, ein Nachrüsten am Schuppen ohne Steckdose in der Nähe wird so zum Elektriker-Projekt. Und wer schon eine größere Smart-Home-Installation mit Alexa oder Google Home betreibt, kauft sich mit dieser Kamera ein zusätzliches, isoliertes Ökosystem ein, statt es zu integrieren.
Pro und Contra: Eve Outdoor Cam 2er-Set
Pro
- Zwei Kameras im Set – deckt von Haus aus zwei Gebäudeseiten ab
- Ende-zu-Ende-verschlüsselte Speicherung ausschließlich in der eigenen iCloud
- 157° Sichtfeld, 12 IR-LEDs plus dimmbares Flutlicht für die Nacht
- Personen- und Fahrzeugerkennung mit einstellbaren Privatzonen
- IP55: für den dauerhaften Außeneinsatz zugelassen
Contra
- Nur mit Apple-Geräten und iCloud+-Abo sinnvoll nutzbar
- Ohne Abo lediglich Live-Bild, keine Aufnahmen oder Personenerkennung
- Keine Sirene oder aktive Abschreckungsfunktion
- Feste Verkabelung nötig, kein Akkubetrieb möglich
Preis-Kapitel: Was das 2er-Set wirklich kostet
Bei tink DE liegt das 2er-Set aktuell bei ca. 437 € (Stand 02.08.2026, UVP 499,90 €). Wer nur eine einzelne Kamera braucht, findet sie laut Geizhals ab ca. 199,99 € einzeln – das Set ist damit pro Kamera günstiger als der Einzelkauf zweier Exemplare. Nicht eingerechnet ist das laufende iCloud+-Abo, das für den vollen Funktionsumfang mit zwei Kameras zwingend nötig ist und die Gesamtkosten über die Nutzungsdauer spürbar erhöht – ein Punkt, den viele Kaufinteressenten beim reinen Anschaffungspreis übersehen.
Fazit: Lohnt sich das 2er-Set?
Unsere Einschätzung: Für Apple-Haushalte, denen Datenschutz und Verarbeitungsqualität wichtiger sind als Sirenen-Effekthascherei, ist die Eve Outdoor Cam eine der konsequentesten Umsetzungen von HomeKit Secure Video am Markt – und das 2er-Set löst mit der zweiten Kamera genau das Abdeckungsproblem, an dem viele Einzelkamera-Installationen scheitern. Wer kein iPhone besitzt oder kein laufendes iCloud+-Abo zahlen will, sollte sich dagegen direkt nach einer herstellerunabhängigen Alternative umsehen. Ein ausführlicher Praxistest mit eigenen Messwerten folgt, sobald unser Testgerät installiert ist – Deal-Alarm abonnieren lohnt sich.
Häufige Fragen
Was kostet die Eve Outdoor Cam im 2er-Set?
UVP 499,90 € für zwei Kameras. Bei tink DE liegt der Preis aktuell bei 437 € (Stand 02.08.2026), eine einzelne Kamera kostet bei anderen Händlern ab rund 199,99 €.
Braucht die Eve Outdoor Cam ein iCloud-Abo?
Ja. Ohne iCloud+-Abonnement (ab 0,99 €/Monat) gibt es nur Live-Bild und einfache Bewegungsalarme – Aufnahmen, Personenerkennung und die Vorpufferung laufen ausschließlich über HomeKit Secure Video und damit über ein iCloud+-Paket.
Funktioniert die Eve Outdoor Cam ohne Apple-Geräte?
Nein. Die Kamera ist ausschließlich auf Apple HomeKit Secure Video ausgelegt – ohne iPhone, iPad oder Mac als Zentrale sowie ohne iCloud+-Abo lässt sie sich nicht sinnvoll betreiben.
Zwei blinde Flecken weniger?
Das 2er-Set deckt Vorder- und Rückseite ab, statt nur die Straßenseite zu filmen.
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