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Wer schaut bei einer Innenkamera mit? Bei vielen Modellen sind es der Hersteller und dessen Cloud-Dienst. Bei der Eve Cam (2nd Gen) laufen die Aufnahmen laut Berichten ausschließlich über Apples HomeKit Secure Video: Die Videos werden verschlüsselt in der iCloud abgelegt, Eve selbst betreibt weder eine Cloud noch bietet die Kamera lokale Streaming-Adressen. Das ist ein klarer Datenschutz-Vorteil und zugleich die größte Einschränkung. Ohne iPhone, iPad und ein Home-Hub bleibt die Kamera nutzlos. Dieser Datencheck ordnet beides ein. Wir besitzen das Gerät nicht und haben es nicht selbst gemessen. Alle Zahlen stammen aus Fachpresse, Händlerseiten und Preisvergleichen; die Quellen stehen am Ende.
Die Eve Cam (2nd Gen) in einer Grafik
Infografik zum Teilen, Quellenangaben unten in der Grafik.
Technische Daten im Überblick
| Modell | Eve Cam (2nd Gen), Innenkamera; Set mit zwei Kameras |
| Auflösung | 1080p (Full HD) |
| Sichtfeld | 150°, laut Berichten auch nachts nutzbar |
| Nachtsicht | Infrarot-LEDs, Reichweite 5 m (Notebookcheck, Händlerangabe tink) |
| Audio | Mikrofon und Lautsprecher für Zwei-Wege-Kommunikation |
| Erkennung | Bewegung; laut tink Personen, Tiere und Fahrzeuge |
| Anschluss | USB-C (statt Micro-USB bei der 1. Generation) |
| WLAN | Angaben widersprechen sich: ifun.de nennt 5-GHz-Unterstützung, Geizhals führt 802.11b/g/n (2,4 GHz) |
| Maße / Gewicht | ca. 6 × 6,5 × 12,2 cm, gut 160 g |
| Befestigung | Magnetischer Standfuß mit Gelenk, nur Innenräume |
| Plattform | Ausschließlich Apple HomeKit Secure Video; iPhone/iPad nötig, Android nicht unterstützt |
| Voraussetzung Aufnahme | iCloud+ ab 50 GB und ein Home-Hub im Haushalt (ifun.de) |
| Preis 2er-Set | 229,95 € bei tink (Stand 12.10.2026), UVP 299,90 € |
Was „nur HomeKit Secure Video“ in der Praxis heißt
Bei den meisten WLAN-Kameras entscheidet der Hersteller, wie lange Aufnahmen gespeichert werden, in welchem Rechenzentrum und gegen welches Abo. Die Eve Cam kehrt das um: Sie ist laut ifun.de ausschließlich für HomeKit Secure Video gebaut und bietet weder einen eigenen Cloud-Dienst noch lokale Streaming-Adressen. Notebookcheck hält ebenfalls fest, dass keine Speicherung auf den Eve-Servern stattfindet.
Praktisch bedeutet das drei Dinge. Erstens brauchen Sie einen Home-Hub, also ein Apple TV oder einen HomePod, der im Haus steht und die Kamera anbindet. Zweitens brauchen Sie einen kostenpflichtigen iCloud+-Tarif ab 50 GB, sonst gibt es laut ifun.de keine Aufzeichnung. Drittens binden Sie sich an Apples Regeln: Wie Aufnahmen gespeichert und ausgewertet werden, regelt HomeKit Secure Video, nicht Eve. Die aktuellen Bedingungen und Preise für iCloud+ prüfen Sie bitte direkt bei Apple, bevor Sie zwei Kameras kaufen.
Das hat auch eine Kehrseite für Bastler: Wer die Kamera in Home Assistant oder einen NAS-Rekorder einbinden will, hat es schwer: Lokale Streaming-Adressen bietet sie laut ifun.de nicht. Als Teil eines reinen Apple-Zuhauses ist das aber gerade der Sinn.
Bildqualität und Grenzen
Die Eve Cam liefert 1080p. Das genügt, um in einem Wohnzimmer zu erkennen, was los ist. Für Details wie Gesichter am anderen Ende eines großen Raums oder digitales Heranzoomen ist Full HD knapp. In den Kommentaren zu den Berichten wird die Auflösung entsprechend als veraltet kritisiert; das ist Leserstimme und kein Messwert. Leser führen das teils auf Apples Vorgaben zurück; belegt ist das in den Berichten nicht.
Bei der Nachtsicht nennt Notebookcheck IR-LEDs mit 5 m Reichweite. Das passt zu einem normalen Zimmer, nicht zu einem langen Flur oder einer großen Halle. Eine eingebaute Lampe wie bei der Eve Outdoor Cam gibt es laut ifun.de nicht. Die Kamera ist ausdrücklich nur für drinnen gedacht. Wer draußen filmen will, wirft einen Blick auf unseren Launch-Check zur Eve Outdoor Cam.
Einen unabhängigen Labortest, den wir eindeutig der 2. Generation zuordnen können, haben wir nicht gefunden. Die Berichte zum Marktstart im September 2023 sind Vorstellungen, keine Messungen. Die Bewertung von 8,6 von 10 auf der tink-Seite stammt vom Händler selbst und ist deshalb keine neutrale Wertung. Deshalb vergeben wir keine Testnote: Es gibt noch keine eigene Testnote.
Preis: 229,95 Euro für zwei Kameras
Bei tink DE kostete das 2er-Set am 12. Oktober 2026 229,95 Euro, durchgestrichen stand 299,90 Euro. Das sind 69,95 Euro oder 23 Prozent unter dem Streichpreis. Zum Marktstart im September 2023 lag die einzelne Kamera laut Notebookcheck und ifun.de bei knapp 150 Euro.
Die Gegenrechnung mit Einzelpreisen am selben Tag, laut Geizhals (Stand 12.10.2026): Dort führt tink die einzelne Kamera mit 144,99 Euro, zwei Stück kosten also 289,98 Euro. Das Set ist damit 60,03 Euro günstiger. Das günstigste Angebot für die Modellnummer 10ECJ8701 lag bei galaxus bei 124,12 Euro, zwei Kameras wären 248,24 Euro, das Set ist dann noch 18,29 Euro billiger. Ein Marktplatzangebot für 105 Euro gehört laut Geizhals zu einer anderen Modellnummer (20ECJ9901); ob es dieselbe Generation ist, geht aus der Seite nicht hervor. Rechnen Sie deshalb am Kauftag selbst nach und vergleichen Sie beide Wege: den Händler mit Affiliate-Link und das günstigste Einzelangebot mit passender Modellnummer.
Ein Hinweis zur Lieferung: tink nennt für das Set 10 bis 14 Werktage Lieferzeit. Wer die Kameras kurzfristig braucht, sollte das vorher bedenken.
Für wen sich die Eve Cam (2nd Gen) NICHT lohnt
Wer ein Android-Handy oder gemischte Geräte im Haushalt hat, kann die Eve Cam gar nicht sinnvoll nutzen. Wer keinen Home-Hub besitzt und keinen iCloud+-Tarif zahlen will, kommt auf zusätzliche Kosten, die im Kamerapreis nicht stecken. Wer 4K oder starkes Heranzoomen erwartet, ist mit 1080p falsch bedient. Wer Aufnahmen lokal auf einer SD-Karte oder einem NAS ablegen oder die Kamera in Home Assistant einbinden will, findet dafür bei diesem Modell keinen Weg. Und wer draußen filmen möchte, braucht eine wetterfeste Kamera, denn die Eve Cam ist nur für Innenräume gemacht.
Für wen lohnt sich die Eve Cam (2nd Gen)?
Unsere Einschätzung auf Datenlage: Für Haushalte, die ohnehin voll auf Apple setzen und eine Innenkamera ohne fremden Cloud-Dienst wollen, ist das 2er-Set ein stimmiges Angebot. Der Preis liegt derzeit klar unter dem Streichpreis und unter dem Doppelkauf zweier Einzelkameras. Entscheidend ist aber das Gesamtbudget: Kamerapreis plus Home-Hub plus iCloud+-Tarif. Wer im Apple-Haushalt lebt, zahlt das ohnehin oft; wer nicht, sollte zu einer plattformoffenen Kamera greifen. Das Urteil beruht auf Herstellerdaten, Fachpresse und Händlerseiten, nicht auf eigener Erfahrung mit dem Gerät. Eine Kamera ersetzt keinen Einbruchschutz; sie meldet, was passiert, und verhindert es nicht. Eine Testnote vergeben wir nicht.
Mehr zur Auswahl finden Sie in unserer Kaufberatung für Überwachungskameras.
Quellen
- tink: Eve Cam (2nd Gen) Innenkamera, 2er-Set (abgerufen 12.10.2026)
- Notebookcheck: Eve Cam: Überwachungskamera mit HomeKit Secure Video (17.09.2023)
- ifun.de: Neue Eve Cam startet: HomeKit Secure Video mit 1080p (15.09.2023)
- Geizhals: Preisvergleich Eve Cam (Stand 12.10.2026)
Häufige Fragen
Funktioniert die Eve Cam (2nd Gen) ohne Apple-Geräte?
Nein. Sie arbeitet laut Berichten nur als HomeKit-Secure-Video-Produkt und braucht ein iPhone oder iPad. Android wird nicht unterstützt.
Was braucht die Eve Cam für die Aufnahmefunktion?
Einen iCloud+-Tarif ab 50 GB und ein Home-Hub im Haushalt, etwa ein Apple TV oder einen HomePod. Eve bietet keinen eigenen Cloud-Dienst.
Wie scharf ist das Bild der Eve Cam (2nd Gen)?
Die Auflösung beträgt 1080p (Full HD) bei 150° Sichtfeld. 4K gibt es bei dieser Kamera nicht.
Was kostet das 2er-Set der Eve Cam (2nd Gen)?
Bei tink zeigte die Seite am 12.10.2026 229,95 € für zwei Kameras, durchgestrichen 299,90 €.
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💰 2er-Set: 229,95 € bei tink DE*