Transparenz: Dieser Beitrag enthält Affiliate-Links (*). Kaufen Sie darüber, erhalten wir eine Provision – der Preis ändert sich für Sie nicht. Dies ist ein Marktcheck auf Datenbasis: Wir ordnen Herstellerangaben und veröffentlichte Testberichte anderer Redaktionen ein, ein eigener Hands-on-Test des FP300 liegt uns nicht vor.
Ein PIR-Bewegungsmelder reagiert auf Wärmeveränderung durch Bewegung. Wer ruhig sitzt, liest, schläft oder am Schreibtisch tippt, bewegt sich für den Sensor zu wenig, und die Automation schaltet nach einer festen Zeitspanne ab. Radar-Sensoren erkennen dagegen selbst kleinste Bewegungen wie Atmung. Wie das funktioniert, zeigt unser Marktcheck zum Aqara FP2. Dessen Haken: Er braucht Dauerstrom per USB-C, also eine Steckdose oder ein Kabel am Montageort. Der Aqara FP300 setzt genau dort an. Er kombiniert ein 60-GHz-Radar mit einem PIR-Sensor und läuft mit zwei austauschbaren CR2450-Batterien. Das 4er-Set kostet bei tink DE aktuell 180 €.
Der Sensor in einer Grafik
Infografik zum Teilen – Quellenangaben unten in der Grafik.
Technische Daten im Überblick
| Lieferumfang | 4× Presence Multi Sensor FP300 |
| Erkennung | Hybrid aus 60-GHz-mmWave-Radar und PIR-Sensor; laut SmartHomeScene bis 6 m Reichweite bei 120° Sichtfeld |
| Zusatzsensoren | Temperatur, Luftfeuchte, Helligkeit (5-in-1) |
| Stromversorgung | 2× CR2450, austauschbar; laut Hersteller bis zu 3 Jahre im Zigbee-Modus, bis zu 2 Jahre im Thread-Modus |
| Funk | Zigbee 3.0 und Matter über Thread, dazu Bluetooth für die App |
| Maße | 42 × 42 × 50 mm, magnetischer Schwenkfuß |
| Montage | Wand, Ecke oder Decke mit beiliegender Halterung (laut 9to5Mac) |
| Plattformen | Apple Home, Amazon Alexa, Google Home (laut 9to5Mac) |
| Preis | 180 € für das 4er-Set (tink DE, geprüft 25.09.2026), früher 200 € · US-Listenpreis pro Sensor 49,99 US-Dollar |
Das Problem: Warum Präsenzsensoren bisher meist am Kabel hängen
Radar-Messung ist rechenintensiv. Deshalb setzen viele Präsenzsensoren auf Dauerstrom, unser FP2 ist dafür ein Beispiel. Das ist im Flur oder hinter dem Sofa unpraktisch, weil dort selten eine Steckdose sitzt. Ein batteriebetriebener Sensor darf dagegen an die Wand, an die Decke oder in die Ecke, ohne dass ein Kabel verlegt werden muss. Der Preis dafür ist die Frage, wie lange die Batterie hält. Aqara nennt bis zu drei Jahre im Zigbee-Modus und bis zu zwei Jahre im Thread-Modus. Das ist eine Herstellerangabe. Wie lange die Zellen in Ihrem Raum wirklich halten, hängt von Raumgröße und Aktivität ab. Diese Zahlen liefern uns die vorliegenden Tests nicht.
Der Trick ist die Doppelbauweise. Das PIR-Element liefert laut 9to5Mac die schnelle Reaktion auf Bewegung, das Radar hält die Anwesenheit aufrecht, wenn jemand ruhig sitzt. Das Licht bleibt also an, während Sie auf dem Sofa lesen, und geht nicht mitten im Satz aus.
Die ehrliche Einordnung: stark, aber mit Feinarbeit
Das Portal SmartHomeScene hat den FP300 zerlegt und getestet. Nach Feineinstellung zeigte der Sensor dort einen Präsenzstatus, der dem eines SwitchBot Presence Sensors „fast perfekt“ entsprach, und falsche „Raum leer“-Meldungen waren nahezu verschwunden. Wichtig ist der Nachsatz: Das galt nach der Optimierung. Ab Werk musste die Empfindlichkeit von Hand angepasst werden. Das Fazit dort lautet, der FP300 sei „einfach einer der besten, wenn nicht der beste“ batteriebetriebene Präsenzsensor im eigenen Vergleich. Das ist ein Urteil aus einem Testraum mit einem Testaufbau, nicht unser eigener Messwert.
Eine zweite Quelle relativiert das Bild. 9to5Mac beschreibt den FP300 als einen der funktionsreichsten Präsenzsensoren für Apple Home, weist aber selbst darauf hin, dass der Autor ihn zum Zeitpunkt des Artikels nicht praktisch getestet hatte. Der Beitrag ordnet Funktionen ein und liefert keine Messwerte. Wir zählen ihn deshalb als Einordnung, nicht als Test.
Zur Anbindung: Im Thread-Modus lässt sich der FP300 laut 9to5Mac direkt als Matter-Gerät in Apple Home einbinden, ein Thread-Border-Router wie Apple TV oder HomePod vorausgesetzt. Im Zigbee-Modus braucht er dagegen einen Aqara-Zigbee-Hub. Wer beides nicht besitzt, sollte das vor dem Kauf klären.
Für wen sich der FP300 NICHT lohnt
Wer nur „Licht an bei Bewegung“ im Treppenhaus braucht, zahlt mit 45 € pro Sensor zu viel. Ein einfacher PIR-Melder reicht dort. Wer einen Raum mit mehreren Zonen, Sturzerkennung oder Schlaftracking auswerten will, findet diese Funktionen in den vorliegenden Quellen zum FP300 nicht genannt. Dafür ist der kabelgebundene FP2 gedacht. Auch wer weder Thread-Border-Router noch Aqara-Hub besitzt und keinen anschaffen will, kommt schwer in den Betrieb. Und wer keine Lust auf Batteriewechsel in einigen Jahren hat, sollte die Kabelvariante wählen: Zwei CR2450 pro Sensor bedeuten bei vier Sensoren acht Zellen, die irgendwann ersetzt werden müssen.
Für wen sich der FP300 lohnt
Das Set richtet sich an Smart-Home-Nutzer, die mehrere Räume mit Präsenzautomation ausstatten wollen, ohne Kabel zu verlegen: Bad, Flur, Arbeitszimmer, Schlafzimmer. Besonders passend ist es für Mietwohnungen, in denen Bohren und Kabelkanäle tabu sind. Wer Apple Home mit Thread nutzt, bekommt einen Sensor, der ohne zusätzlichen Hub direkt eingebunden wird. Die zusätzlichen Sensoren für Temperatur, Luftfeuchte und Helligkeit erlauben Automationen wie „Lüfter an, wenn jemand im Bad ist und die Luftfeuchte steigt“.
Preis-Kapitel: 45 € pro Sensor
Bei tink DE kostet das 4er-Set aktuell 180 € statt 200 € (Stand 25.09.2026, automatisch geprüft). Das sind zehn Prozent Rabatt und rechnerisch 45 € pro Sensor. Den Einzelpreis in Euro konnten wir für diesen Beitrag nicht belegen. Der US-Listenpreis liegt laut Quellen bei 49,99 US-Dollar je Sensor. Prüfen Sie am Kauftag beide Wege: Set und Einzelkauf können sich unterschiedlich entwickeln. Aktuelle Angebote finden Sie in der Deals-Übersicht.
Pro und Contra: Aqara FP300
Pro
- Batterie statt Kabel: Montage ohne Steckdose an Wand, Ecke oder Decke
- Radar plus PIR: schnelle Reaktion und stabile Anwesenheitserkennung
- Temperatur, Luftfeuchte und Helligkeit im selben Gerät
- Thread mit Matter oder Zigbee 3.0 wählbar
- 45 € pro Sensor im 4er-Set
Contra
- Gute Werte laut SmartHomeScene erst nach manueller Kalibrierung
- Batterielaufzeit ist eine Herstellerangabe, unabhängige Langzeitmessungen liegen uns nicht vor
- Zigbee-Modus braucht einen Aqara-Hub, Thread-Modus einen Border-Router
- Deutlich teurer als ein einfacher PIR-Melder
- Kein eigener Hands-on-Test von uns
Fazit
Unsere Einschätzung: Der Aqara FP300 löst das Kabelproblem der Radar-Präsenzsensoren, und der einzige uns vorliegende praktische Test bescheinigt ihm nach Feinarbeit sehr gute Erkennung. Für Mieter und für Räume ohne Steckdose ist das 4er-Set für 180 € eine sinnvolle Wahl. Wer nur einen simplen Bewegungsmelder sucht, spart sich das Geld. Wer Zonen, Sturz- oder Schlaferkennung braucht, bleibt beim kabelgebundenen FP2. Ob die drei Jahre Batterielaufzeit im Alltag erreicht werden, wird sich erst in Langzeitberichten zeigen.
Häufige Fragen
Was kostet das Aqara FP300 4er-Set?
Bei tink DE aktuell 180 € statt 200 € (Stand 25.09.2026, automatisch geprüft), das sind rechnerisch 45 € pro Sensor.
Braucht der FP300 eine Steckdose?
Nein. Er läuft mit zwei CR2450-Knopfzellen. Aqara nennt bis zu 3 Jahre im Zigbee-Betrieb und bis zu 2 Jahre im Thread-Betrieb (Herstellerangabe).
Was unterscheidet den FP300 vom FP2?
Der FP300 läuft mit Batterie, misst zusätzlich Temperatur, Luftfeuchte und Licht und funkt über Thread (Matter) oder Zigbee. Der FP2 hängt per USB-C am Strom und bietet dafür Zonen, Sturz- und Schlaferkennung, die in den vorliegenden Quellen zum FP300 nicht genannt werden.
Läuft der FP300 ohne Aqara-Hub?
Im Thread-Modus kann er laut 9to5Mac ohne Hub mit Apple Home verbunden werden, dafür ist ein Thread-Border-Router wie ein Apple TV oder HomePod nötig. Im Zigbee-Modus braucht er einen Aqara-Zigbee-Hub.
Set sichern?
Der Aktionspreis für das 4er-Set gilt erfahrungsgemäß nicht dauerhaft.
💰 4er-Set: 180 € bei tink DE*