Mähroboter ohne Antenne: MOVA LiDAX Ultra gegen meinen Navimow im Praxis-Check
Bildquelle: MOVA (Pressematerial).
Mein Segway Navimow i208 LiDAR steht seit Monaten im Garten – ohne Begrenzungskabel, ohne RTK-Antennenmast, einfach per LiDAR-Turm auf dem Deckel. Genau dieses Versprechen macht jetzt auch MOVA: Auf der IFA 2026 in Berlin zeigt der Hersteller mit dem LiDAX Ultra Gen 2 ein Serienmodell, das denselben Ansatz verfolgt – und laut mehreren Fachtests an einer Stelle sogar besser abschneidet als mein eigenes Gerät. Grund genug, beide Konzepte nebeneinanderzulegen.
Das Grundproblem: RTK-Antenne oder LiDAR-Turm?
Die meisten kabellosen Mähroboter orten sich per RTK-GPS: ein Referenzmast im Garten sendet ein Korrektursignal an den Mäher, der sich damit zentimetergenau positioniert. Funktioniert gut – solange der Mast freie Sicht zum Himmel hat. Unter dichten Bäumen, an Hauswänden oder in engen Innenhöfen reißt das Signal ab, und der Mäher bleibt stehen oder mäht ungenau. Genau das war bei mir der Auslöser, auf ein LiDAR-Modell umzusteigen: ein rotierender Laser-Turm plus Kamera scannt die Umgebung fortlaufend selbst und braucht dafür weder Satellit noch Antenne.
Wie unterscheiden sich MOVA LiDAX Ultra und mein Navimow i208 wirklich?
Kurz beantwortet: Beide lösen das Antennen-Problem auf demselben Weg – LiDAR-Turm plus Kamera statt RTK-Mast. Der spürbare Unterschied liegt im Detail: Wie mehrere unabhängige Tests zeigen, mäht MOVA näher an der Kante, während mein Navimow i208 einen größeren Sicherheitsabstand von rund 9 cm zu Beeten und Mauern hält – dafür arbeitet er in dieser Zone erkennbar vorsichtiger.
Das deckt sich mit meiner eigenen Erfahrung: Der Navimow bleibt an Hochbeeten und der Terrassenkante lieber einen Handbreit entfernt stehen, statt zu riskieren, gegen die Kante zu fahren. Für einen ordentlich gemähten Rasen reicht das locker – wer aber jeden Zentimeter bis zur Einfassung ohne Nachtrimmen mit der Kantenschere haben will, für den ist der von MOVA versprochene engere Randschnitt das stärkere Kaufargument.
MOVA LiDAX Ultra Gen 2 vs. Segway Navimow i208 LiDAR im Überblick
Preise sind Richtwerte aus dem freien Handel, Stand IFA-Woche September 2026, und schwanken je nach Flächengröße der Modellvariante.
Und der Greifarm-Mähroboter von der Messe?
Für Schlagzeilen sorgte auf der IFA vor allem ein anderes MOVA-Gerät: ein Mähroboter-Konzept mit mehrgliedrigem Greifarm, der Laub und Kleinkram selbst aufheben soll. Wichtig für die Kaufentscheidung: Das ist eine Studie ohne Preis und ohne Serientermin – nicht zu verwechseln mit dem LiDAX Ultra Gen 2, der real im Handel steht. Wer jetzt kauft, kauft die LiDAR-Technik von heute, nicht den Greifarm von übermorgen.
Lohnt sich der Wechsel – oder Neukauf?
✅ MOVA LiDAX Ultra ist die bessere Wahl, wenn …
- Sie noch keinen Mähroboter haben und besonders sauberen Kantenschnitt wollen
- Ihr Garten viele enge Ecken und Beeteinfassungen hat
- Ihnen der etwas günstigere Einstiegspreis wichtig ist
❌ Beim bestehenden Navimow bleiben, wenn …
- Sie – wie ich – bereits einen Navimow mit LiDAR besitzen und zufrieden sind
- der Randabstand von ca. 9 cm bei Ihnen kein Problem ist
- Sie auf einen eingespielten Ökosystem-/App-Verbund setzen
Meine ehrliche Einschätzung nach über einem Jahr mit LiDAR-Navigation im eigenen Garten: Der Umstieg von einem bestehenden Navimow auf MOVA lohnt sich für die meisten nicht – die Basistechnik ist zu ähnlich, um einen funktionierenden Mäher zu ersetzen. Für eine Neuanschaffung ist der engere Kantenschnitt aber ein Argument, das ich ernst nehmen würde.
Häufige Fragen
Brauchen diese Mähroboter eine RTK-Antenne?
Nein – weder MOVA LiDAX Ultra noch mein Navimow i208 LiDAR benötigen einen RTK-Referenzmast. Beide orten sich per LiDAR-Turm und Kamera.
Was ist der Hauptunterschied zwischen beiden Systemen?
Der Randabstand: MOVA mäht laut Fachtests näher an der Kante, mein Navimow i208 hält rund 9 cm Sicherheitsabstand zu Beeten und Mauern.
Ist der MOVA-Greifarm-Mähroboter schon kaufbar?
Nein, das auf der IFA gezeigte Greifarm-Konzept ist ein Prototyp ohne Preis und ohne bestätigten Serientermin. Kaufbar ist aktuell die LiDAX-Ultra-Serie ohne Greifarm.
Fazit
Die RTK-Antenne verschwindet aus dem Garten – das zeigt die IFA 2026 mit gleich zwei Herstellern, die auf LiDAR setzen. Für mich als Navimow-Besitzer ist das vor allem eine Bestätigung: Die Entscheidung gegen den Antennenmast war richtig, und mit MOVA bekommt das Konzept jetzt ernsthafte Konkurrenz, die den Kantenschnitt noch einen Schritt weiterdenkt.