Saugroboter & Vergleich

Dreame X60 Pro Ultra oder Roborock Saros 20? Meine Wahl nach Jahren mit beiden Marken

Ich habe über die Jahre etliche Saugroboter von Roborock und Dreame durch mein Haus geschickt – von robusten Einsteigermodellen bis zu ausgewachsenen Absaugstationen, die halb in den Flurschrank passen mussten. Keine der beiden Marken ist bei mir „die Richtige", ich beobachte beide gleich genau. Umso interessanter, dass ausgerechnet jetzt, mitten im Sommer, beide Hersteller innerhalb weniger Wochen ihr neues Flaggschiff nachgelegt haben: Dreame mit dem X60 Pro Ultra Complete, der Seitenbürste und Wischarm wie Greifarme ausfährt, Roborock mit dem Saros 20, der flachsten und saugstärksten Kombination, die die Marke bislang gebaut hat. Ein aktueller deutscher YouTube-Vergleich der beiden Modelle kommt allein in der ersten Woche auf über 37.000 Aufrufe – das Interesse ist also real. Zeit für einen nüchternen Blick auf die Daten, ohne Marketing-Superlative.

Dreame X60 Pro Ultra Complete und Roborock Saros 20 nebeneinander, Symbolbild zum Saugroboter-Vergleich

Bilder: Dreame / Roborock (Pressefotos)

Transparenz: Dieser Beitrag enthält Affiliate-Links (*). Kaufen Sie darüber, erhalten wir eine Provision – der Preis ändert sich für Sie nicht. Für beide Modelle liegen aktuell eigene Launch-Checks auf Datenbasis vor (siehe Verlinkungen unten) – wir hatten beide brandneuen Flaggschiffe noch nicht im eigenen Testlabor. Dieser Artikel fasst die Datenlage ein, gestützt auf jahrelange Praxiserfahrung mit früheren Modellen beider Marken.

Was ist an den beiden neuen Flaggschiffen eigentlich neu?

Kurzantwort: Dreame setzt beim X60 Pro Ultra Complete auf ausfahrbare Arme, die Seitenbürste und Mopp bis in Ecken und an Kanten schieben, plus 42.000 Pa Saugkraft laut Hersteller. Roborock setzt beim Saros 20 auf eine ultraflache 7,98-cm-Bauform mit 36.000 Pa und ein Fahrwerk, das laut Tests hohe Doppelschwellen souverän nimmt – die Wischleistung bleibt dabei aber die klare Schwachstelle.

Beide Hersteller lösen damit unterschiedliche Probleme. Dreames Ansatz ist Reichweite: Der Wischarm fährt bis zu 18 cm aus dem Gehäuse und schwenkt seitlich, damit auch Sockelleisten und Eckbereiche erreicht werden, die ein starrer Mopp nie zu fassen bekommt. Roborocks Ansatz ist Beweglichkeit: Ein Chassis, das sich anhebt und absenkt, damit der Roboter unter niedrige Sofas passt und trotzdem hohe Türschwellen überwindet – zwei Anforderungen, die sich bei klassischen Bauformen meist ausschließen.

DREAME X60 vs. ROBOROCK SAROS 20 Herstellerangaben & Fachtests, Stand 20.07.2026 Dreame X60 Pro Ultra Roborock Saros 20 Saugkraft 42.000 Pa 36.000 Pa Bauhöhe 8,9 cm 7,98 cm (flacher) Doppelschwelle 10 cm (ProLeap-Beine) 8,8 cm (AdaptiLift 3.0) Wischtechnik Arm fährt bis 18 cm aus, 100 °C Fachtests: klare Schwäche Dreame X60 Pro Ultra Complete UVP 1.499 € · Start 1.299 € seit 11.06.2026 · Launch-Check, kein eigener Praxistest Roborock Saros 20 UVP 1.499 € · Ersteindruck 8,5/10 seit Frühjahr 2026 · Launch-Check, kein eigener Praxistest Quellen: Dreame, Roborock (Herstellerangaben), smarthomeassistent.de, bestrobovacuums.com, inside-digital · Grafik: SmartHome Kompass

Infografik zum Teilen – Quellenangaben unten in der Grafik.

Saugen und Wischen: Wo ist wer wirklich stärker?

Bei der reinen Saugkraft liegt Dreame mit 42.000 Pa (Vormax) vor den 36.000 Pa des Saros 20 – beides Herstellerlaborwerte, die im Alltag durch Bürstendesign und Navigation relativiert werden. Interessanter ist die Wischtechnik, weil sie tatsächlich unterschiedliche Philosophien zeigt. Der X60 Pro Ultra Complete fährt seinen Wischarm bis zu 18 cm aus dem Gehäuse und schwenkt ihn seitlich in Ecken – kombiniert mit Moppwäsche bei bis zu 100 °C heißem Wasser und Heißlufttrocknung in der Station. Beim Saros 20 loben deutsche Fachtests unisono die Navigation (Bestnote 1,0 bei smarthomeassistent.de) und die Saugleistung (1,3), attestieren dem Wischen mit 5,1 aber eine „deutliche Schwäche" gegenüber der restlichen Ausstattung. Wer in erster Linie einen nassen Wischmopp erwartet, der auch eingetrocknete Küchenflecken löst, bekommt das beim Dreame eher als beim Roborock.

Schwellen, Bauhöhe, Teppiche: Für welche Wohnung ist welcher gemacht?

Kurzantwort: Der Roborock Saros 20 ist mit 7,98 cm Bauhöhe flacher und kommt laut AdaptiLift-Chassis-3.0-Tests unter niedrige Möbel, meistert aber „nur" 8,8 cm hohe Doppelschwellen. Der Dreame X60 Pro Ultra Complete ist mit rund 8,9 cm etwas höher, klettert über sein ausfahrbares ProLeap-Beinsystem laut Datenblatt aber bis zu 10 cm hohe Doppelstufen – ideal für Altbauwohnungen mit hohen Zimmerschwellen.

Aus meiner Erfahrung mit früheren Generationen beider Marken bestätigt sich dieses Muster auch bei den Vorgängern: Roborocks Modelle waren mir immer dann sympathisch, wenn viele Teppiche, Türschwellen und Möbel mit wenig Bodenfreiheit im Spiel waren – die Chassis-Technik ist über mehrere Generationen gereift. Dreames Stärke lag bei mir eher auf glatten, großen Flächen, wo die Wischleistung den entscheidenden Unterschied macht. Beim neuen X60 Pro Ultra Complete kommt jetzt zusätzlich die Kletterfähigkeit über Schwellen dazu, die Dreame bislang eher Roborock überlassen hat.

KriteriumDreame X60 Pro Ultra CompleteRoborock Saros 20
Saugkraft (Herstellerangabe)42.000 Pa36.000 Pa
Bauhöheca. 8,9 cm (LiDAR eingefahren)7,98 cm
Doppelschwellebis 10 cm (ProLeap-Beine)bis 8,8 cm (AdaptiLift 3.0)
WischtechnikArm fährt bis 18 cm aus, 100 °C Moppwäschesolide, aber laut Fachtests klare Schwäche (Note 5,1)
Marktstart11.06.2026Frühjahr 2026 (CES-Vorstellung)
Preis (UVP)1.499 € · Einführungspreis war 1.299 €1.499 € · Prime-Day-Tiefpreis 999 €
Status bei SmartHome KompassLaunch-Check, kein eigener PraxistestLaunch-Check, kein eigener Praxistest

Lohnt sich der Aufpreis vom günstigeren zum teureren Modell?

Kurzantwort: Diese Frage stellt sich derzeit kaum, denn beide Modelle starten zur gleichen UVP von 1.499 €. Der Saros 20 fiel am Prime Day einmalig auf 999 €, das war laut Preisrecherche das bisherige Allzeittief; regulär pendelt der Straßenpreis meist zwischen 1.250 und 1.499 €. Der X60 Pro Ultra Complete kostete zum Marktstart bis 11. Juni vergünstigte 1.299 €, seither ebenfalls 1.499 € UVP. Die Kaufentscheidung ist also aktuell keine Preisfrage, sondern eine Frage des Wohnungstyps.

Meine Empfehlung: Wer sollte zu welchem Modell greifen?

🤖 Kaufempfehlung nach Haushaltstyp

  1. Viele Teppiche, hohe Türschwellen, Möbel mit wenig BodenfreiheitDer Roborock Saros 20 ist hier laut Fachtests und meiner Erfahrung mit früheren Roborock-Generationen die sicherere Wahl – flaches Chassis, präzise Navigation (Bestnote in unabhängigen Tests), solide Saugleistung. Die Wischschwäche stört in einem teppichlastigen Haushalt ohnehin am wenigsten.
  2. Überwiegend Hartboden, hartnäckiger Küchenschmutz, viele Ecken und SockelleistenDer Dreame X60 Pro Ultra Complete spielt seine ausfahrbaren Arme und die 100-°C-Moppwäsche hier voll aus – für Feuchtreinigung auf glatten Böden aktuell das ambitioniertere Konzept der beiden.
  3. Kein Interesse an Nischen-Features, will einfach nur den aktuellen BestpreisBeide Geräte tauchen regelmäßig in Preisaktionen auf (der Saros 20 fiel am Prime Day auf 999 €). Preisalarm setzen statt zur UVP kaufen – die 500-Euro-Differenz zwischen Aktions- und Normalpreis ist bei beiden Modellen real.

Wichtig bleibt die Einordnung: Beide Bewertungen stützen sich auf Herstellerangaben und mehrere unabhängige deutsche Fachtests, nicht auf einen eigenen Langzeittest bei uns im Haus. Sobald ein Gerät bei uns im Testlabor steht, verlinken wir von hier aus direkt zum ausführlichen Praxistest.

Häufige Fragen

Welcher Saugroboter ist 2026 besser: Dreame X60 Pro Ultra oder Roborock Saros 20?

Es gibt keinen klaren Gesamtsieger. Der Dreame X60 Pro Ultra Complete hat die stärkere Herstellerangabe bei Saugkraft (42.000 zu 36.000 Pa) und eine deutlich aufwendigere Wischtechnik mit ausfahrbarem Arm. Der Roborock Saros 20 ist mit 7,98 cm Bauhöhe flacher, kommt laut Fachtests besser über hohe Doppelschwellen und navigiert nach Testberichten sehr präzise – hat dafür aber die schwächere Wischleistung.

Lohnt sich der Aufpreis vom Roborock Saros 20 zum Dreame X60 Pro Ultra Complete?

Aktuell kaum, denn beide liegen bei einer UVP von 1.499 Euro. Die Kaufentscheidung ist also keine Preisfrage, sondern eine Frage des Wohnungstyps: viele Teppiche und hohe Schwellen sprechen für den Saros 20, viel Hartboden mit hartnäckigem Küchenschmutz für den X60 Pro Ultra Complete.

Wurden beide Saugroboter im eigenen Testlabor von SmartHome Kompass geprüft?

Nein, für beide brandneuen Flaggschiffe liegen bislang nur Launch-Checks auf Datenbasis vor – gestützt auf Herstellerangaben und mehrere unabhängige deutsche Fachtests. Eigene Praxistests folgen, sobald die Geräte im Testlabor stehen.

Fazit: Zwei sehr unterschiedliche Antworten auf dieselbe Preisklasse

Nach Jahren mit Geräten beider Marken überrascht mich am meisten, wie klar sich die beiden neuen Flaggschiffe trotz identischer UVP positionieren, statt sich gegenseitig zu kopieren. Roborock optimiert weiter auf Beweglichkeit und Navigation, Dreame auf Reichweite und Feuchtreinigung. Wer sich vor der Kaufentscheidung eher fragt „Kommt das Ding überall hin?", landet tendenziell beim Saros 20. Wer sich fragt „Wird der Boden danach wirklich sauber?", tendenziell beim X60 Pro Ultra Complete. Ich beobachte beide Modelle weiter und ergänze diesen Vergleich, sobald eines der beiden Geräte bei uns im eigenen Testlabor steht.

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