📰 News

Speicher im Winter: Wohin der Strom bei Zendure verschwindet

Kurz gesagt: Ihr Speicher ist meist nicht defekt: Im Winter fressen Standby (3–5 Watt), Akkuheizung unter 0 °C und ein schlechter Wirkungsgrad bei kleiner Leistung einen größeren Anteil. Zendure nennt die Steckdose im Normalmodus mit 20–25 Watt als größten vermeidbaren Posten.

Speicher im Winter: Wohin der Strom bei Zendure verschwindet

Symbolbild: KI-generiert

Dezember, grauer Himmel: Die App zeigt 1,5 Kilowattstunden geladen, am Abend kommen nur 0,8 zurück. Zendure erklärt in einem Blogbeitrag, warum das meist kein Defekt ist – und wir ordnen ein, was davon im Alltag zählt.

Animierte Grafik: Winterverluste Zendure-Speicher – Laborwirkungsgrad 93 %, Standby bis 5 W, Steckdose ohne Last 25 W

Die Verlustposten laut Hersteller

Der Hersteller nennt für den SolarFlow 2400 AC einen Laborwert von bis zu 93 Prozent Round-Trip-Wirkungsgrad, für die Mix-Serie rund 90 Prozent. In der Praxis liegt der Wert niedriger, vor allem bei kleiner Lade- oder Entladeleistung: Bei einem festen Eigenbedarf von 25 Watt gehen bei 600 Watt Ausgangsleistung 4 Prozent verloren, bei 300 Watt 8 Prozent, bei 150 Watt schon 17 Prozent. Ein Nutzer berichtet von etwa 84 Prozent im Sommer und 76 Prozent im Winter.

Dazu kommen laut Zendure der Standby-Verbrauch von etwa 3 bis 5 Watt (rund 14 Kilowattstunden in 120 Wintertagen, gut 5 Euro) und die Akkuheizung: Unter etwa 0 °C wärmt das System die Zellen vor dem Laden auf rund 8 °C, überwiegend mit Netzstrom. Der größte vermeidbare Posten ist die netzunabhängige Steckdose im Normalmodus: Sie zieht ohne Verbraucher 20 bis 25 Watt, das sind 58 bis 72 Kilowattstunden oder etwa 21 bis 27 Euro im Winter.

Was Sie einstellen können

Zendure empfiehlt, die Steckdose auf „Eco“ (Standby nach zwei Stunden ohne Last) oder „Aus“ zu stellen, die Entladegrenze im Winter auf 30 bis 50 Prozent anzuheben und den Speicher mit höherer Leistung statt tröpfchenweise aus dem Netz zu laden. Die Grundlast der Nacht von 100 bis 200 Watt ist für den Wechselrichter ohnehin der ineffizienteste Bereich – sie lieber dem Netz überlassen, besonders mit dynamischem Tarif, und den Speicher für Abendspitzen aufsparen. Wer mehrere Geräte im Verbund betreibt, zahlt mehrfach Eigenverbrauch: Bei drei Geräten mit je 100 Watt gehen laut Zendure rund 25 Prozent der abgegebenen Energie an feste Verbräuche.

Unsere Einordnung

Die Zahlen stammen vom Hersteller und gelten für dessen Geräte; unabhängige Winter-Messreihen haben wir nicht gefunden. Plausibel sind sie trotzdem: Auch photovoltaik.info weist darauf hin, dass LiFePO4-Akkus unter 0 °C nicht geladen werden dürfen und das Batteriemanagement sie davor schützt – ohne Heizung bleibt der Speicher im Frost also schlicht leer. Ein Speicher im Keller oder in der Garage braucht dagegen meist keine Maßnahme.

Praktisch heißt das: Es geht um einstellige Eurobeträge pro Winter, nur die Steckdose im Normalmodus sticht heraus. Wer nachmessen will, vergleicht Energie rein und raus zwischen zwei Vollladungen über mindestens einen Monat, am besten mit einer Messsteckdose auf der Hausseite.

Quelle & Einordnung: Anlass dieser Meldung: Zendure. Text, Bewertung und Bild sind unsere eigene, unabhängige Einordnung – wir geben keine fremden Inhalte im Wortlaut wieder.
Passend zum Thema

*Anzeige · Affiliate-Links. Kaufst du darüber, erhalten wir eine Provision – für dich ändert sich der Preis nicht. Die Auswahl im Artikel bleibt davon unberührt.

🤖 Transparenz: Recherche und Text dieser Meldung entstehen mit KI-Werkzeugen. Themenauswahl, Einordnung und Veröffentlichung verantwortet die Redaktion – verantwortlich im Sinne des § 18 Abs. 2 MStV ist Jörg Schock.

SmartHome Kompass bei Google folgen · alle Nachrichten

← Alle News