Zeitreise ⏰ WhatsApp plant Nachrichten für später – Android-Beta
Kurz gesagt: WhatsApp testet in der Android-Beta 2.26.40.7 geplante Nachrichten. Sendeknopf gedrückt halten, Zeitpunkt wählen: frühestens in zehn Minuten, spätestens in zwei Wochen. Die Funktion wird nach und nach freigeschaltet, ein Termin für die Stabilversion fehlt.
Symbolbild: KI-generiert
Der Glückwunsch um Mitternacht, die Erinnerung an die Müllabfuhr, die Nachricht an den Kollegen, die nicht um 22 Uhr im Postfach landen soll: Bisher bleibt dafür nur der Wecker oder ein Zusatzprogramm. WhatsApp testet nun, was viele seit Jahren vermissen – das zeitversetzte Senden direkt im Chat.
Was bekannt ist
Entdeckt wurde die Funktion in der Android-Beta 2.26.40.7, zuerst berichtete WABetaInfo; Caschys Blog hat es für den deutschen Markt aufgegriffen. Man hält den Senden-Button gedrückt und wählt Datum und Uhrzeit. Der früheste Zeitpunkt liegt zehn Minuten in der Zukunft, der späteste zwei Wochen voraus. Geplant werden können Texte, Links, Fotos und Videos, in Einzelchats wie in Gruppen. Pro geplanter Nachricht ist derzeit nur ein einzelnes Bild oder Video vorgesehen.
Die Nachricht bleibt laut Berichten Ende-zu-Ende-verschlüsselt und soll auch dann rausgehen, wenn das Handy offline ist oder die App geschlossen wurde. Der Empfänger erfährt nichts von der Planung. In Gruppen erhalten nur die Mitglieder die Nachricht, die zum Planungszeitpunkt schon dabei waren.
Wichtig: Noch ist es kein Update zum Abholen
Die Funktion wird serverseitig in Wellen freigeschaltet. Auch wer die Beta 2.26.40.7 installiert, sieht sie nicht zwingend; der Caschy-Autor hatte sie in seiner Beta selbst noch nicht. Einen Termin für die Stabilversion nennt WhatsApp nicht, eine iPhone-Fassung ist nicht angekündigt. Alle Angaben stammen aus Beta-Beobachtungen, nicht aus einer Herstellerankündigung – Details können sich bis zum Start ändern.
Unsere Einordnung
Für den Alltag ist das die sinnvollste Neuerung der letzten Monate: Wer Geburtstage, Terminerinnerungen oder Nachrichten an Kollegen außerhalb der Arbeitszeit plant, braucht keine Drittanbieter-Apps mehr, die Zugriff auf Benachrichtigungen verlangen. Geplante Nachrichten lassen sich laut Bericht in der Chat-Info einsehen und vor dem Versand löschen – ein Tippfehler lässt sich also noch korrigieren. Bis zum Start bleibt es beim Warten; wer die Beta nutzt, kann in den nächsten Wochen den langen Druck auf den Senden-Knopf ausprobieren.