Wochenrückblick KW 35: Fitbit-Comeback, SwitchBot-Teaser, Apple-Thread
Kurz gesagt: Die Fitbit-Gründer James Park und Eric Friedman bringen mit Luffu Link ein displayloses Gesundheits- und Sicherheitsarmband mit eigener LTE-Verbindung für 250 US-Dollar auf den Markt, Start Anfang 2027. SwitchBot teasert ein neues Smart Lock zur IFA (3.–6. September, Berlin) an, Details fehlen noch. Und Apple stattet Mac mini und Mac Studio dank des neuen N1-Chips erstmals mit Thread-Unterstützung aus – ein Schritt, der Macs zu vollwertigen Smart-Home-Grenzknoten macht.
Symbolbild: KI-generiert
Die vergangene Woche brachte gleich drei Meldungen, die für die Smart-Home- und Wearable-Welt relevant sind: ein Comeback bekannter Köpfe, einen vagen, aber vielsagenden Teaser und eine stille, aber wichtige Nachrüstung bei Apple.
Fitbit-Gründer starten Luffu Link
James Park und Eric Friedman, die 2007 Fitbit gründeten und das Unternehmen 2021 an Google verkauften, sind zurück im Wearable-Geschäft. Ihr neues Unternehmen Luffu hat mit Luffu Link ein Gesundheits- und Sicherheitsarmband vorgestellt, das bewusst auf ein Display verzichtet. Stattdessen steckt ein eigenes LTE-M-Modem und GPS im Gehäuse – das Band funktioniert damit auch ohne gekoppeltes Smartphone in der Nähe. Erfasst werden Aktivität, Schritte, Schlaf, Herzfrequenz und Herzratenvariabilität, dazu kommen eine Sprachnotiz-Funktion und ein Notfallkontakt-System. Die Zielgruppe ist explizit nicht der Fitness-Enthusiast, sondern Familien, die ältere oder pflegebedürftige Angehörige im Blick behalten wollen, ohne sie ständig anzurufen. Das Gerät kostet 250 US-Dollar, dazu kommt ein Familien-Abo für vier Nutzer (20 Dollar im Monat oder 200 Dollar im Jahr). Vorbestellungen laufen bereits, die Auslieferung in den USA ist für Anfang 2027 geplant – ein Termin für Europa wurde bislang nicht genannt. Für den deutschen Markt bleibt abzuwarten, ob das US-LTE-Modul hierzulande überhaupt nutzbar wäre; bei bisherigen US-only-Wearables mit eigenem Mobilfunkvertrag war das oft ein Ausschlusskriterium.
SwitchBot teasert Smart Lock zur IFA
Deutlich vager, aber nicht weniger interessant: SwitchBot hat auf einer eigenen Teaser-Seite ein neues Smart Lock angekündigt, das zur IFA (3. bis 6. September 2026 in Berlin) vorgestellt werden soll. Bislang zeigt der Hersteller nur eine Produktabbildung – ob es sich um eine Weiterentwicklung der bestehenden Lock-Ultra-Serie handelt oder um ein komplett neues Modell, ist offen. Auch zu Matter-Unterstützung oder der Rolle der bestehenden SwitchBot-Hubs bei der Einbindung gibt es noch keine Angaben. SwitchBot zählt neben Aqara und Nuki zu den aktivsten Anbietern im Smart-Lock-Segment und hatte zuletzt mit der Lock Ultra-Serie ein Fingerabdruck- und App-System vorgelegt, das ganz ohne physischen Schlüsselaustausch auskommt. Wer sich für smarte Türschlösser interessiert, sollte die IFA-Ankündigung im Blick behalten – konkrete Daten dürften spätestens zur Messe folgen.
Apple bringt Thread auf Mac mini und Mac Studio
Die dritte Meldung betrifft auf den ersten Blick keine Smart-Home-Hardware, hat aber genau dafür Bedeutung: Mit dem Hardware-Update von Mac mini und Mac Studio (Vorbestellung seit 25. August 2026) verbaut Apple erstmals einen eigenen N1-Chip für die drahtlose Vernetzung. Der Chip liefert nicht nur WLAN 7 und Bluetooth 6, sondern bringt auch Thread-Unterstützung mit – und zwar in allen neuen Mac-mini-Varianten mit M6 und M5 Pro sowie im Mac Studio mit M5 Max und M5 Ultra. Bisher war Thread im Apple-Ökosystem auf HomePod mini, Apple TV 4K und aktuelle iPhones beschränkt. Das klingt nach einem Detail, ist aber für Matter-Haushalte relevant: Jedes zusätzliche Thread-fähige Gerät kann als Border-Router fungieren und das Funknetz für Thread-Geräte wie smarte Schlösser, Sensoren oder Leuchten stabiler und reichweitenstärker machen. Wer ohnehin einen Mac mini oder Mac Studio als Dauerläufer im Haushalt stehen hat, bekommt die Funktion künftig quasi nebenbei mitgeliefert.
Quelle: smarthomeassistent.de, ergänzt um Recherchen bei TechCrunch, Android Authority und heise online.
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