Vormittags-Einbruch: Unbekannter bricht in Hamm in Wohnung ein
Kurz gesagt: 2025 registrierte die Polizei bundesweit 82.920 Wohnungseinbrüche einschließlich Versuche. 44,9 Prozent blieben im Versuch stecken, meist weil Tür oder Fenster standhielten. Schutz beginnt kostenlos beim Verhalten, geht über günstige Nachrüstung und endet bei vernetzten Sensoren.
Symbolbild: KI-generiert
Die Wohnungstür wird aufgehebelt, Schränke werden durchwühlt, Schmuck verschwindet – und das alles am Vormittag, während die Bewohner bei der Arbeit sind. So beschreibt die Polizei einen aktuellen Fall in einem Mehrfamilienhaus laut Meldung auf Presseportal. Die Meldung enthält keine Präventionstipps. Genau die liefern wir hier, ohne Panik und mit Zahlen.

Wie häufig ist das? Laut Polizeilicher Kriminalstatistik gab es 2025 bundesweit 82.920 Wohnungseinbrüche einschließlich Versuche, nach 78.436 Fällen im Jahr 2024. Das ist ein Anstieg, aber weiterhin weniger als 2019 mit 87.145 Fällen. Die Aufklärungsquote liegt bei 14,1 Prozent, die Täter sind also selten zu fassen. Gleichzeitig ist die Statistik ein Hinweis darauf, dass Schutz funktioniert: 44,9 Prozent aller Einbrüche blieben 2025 im Versuch stecken.
Wer ist gefährdet – und wer kann entspannter sein?
Das Risiko ist nicht gleich verteilt. Erdgeschosswohnungen, freistehende Häuser und schlecht einsehbare Eingänge sind eher im Visier als Wohnungen in belebten Treppenhäusern mit aufmerksamen Nachbarn. Eine bundesweite Zahl, wie viele Einbrüche gezielt am Vormittag geschehen, haben wir nicht belegt gefunden – wir nennen deshalb keine. Wer im Hochparterre oder höher wohnt, ein stabiles Türblatt hat und Nachbarn, die tagsüber mal vorbeischauen, hat statistisch keinen Grund zur Sorge.
Schutz in drei Stufen
Stufe 1 – kostet nichts: Die Tür immer abschließen, nicht nur zuziehen. Ein zugezogenes Schloss lässt sich in Sekunden überwinden, ein verriegelter Schließzylinder ist deutlich mühsamer. Kurz mit den Nachbarn absprechen, wer bei Abwesenheit ein Auge auf Tür und Briefkasten hat, und keine Schlüssel im Außenbereich verstecken.
Stufe 2 – kostet wenig: Mechanische Nachrüstung wie ein Querriegelschloss oder ein Zusatzschloss mit Sperrbügel erschwert das Aufhebeln deutlich, ein Türspion oder Türschutzbeschlag erhöht den Widerstand zusätzlich. Die Kosten liegen meist im zweistelligen bis niedrigen dreistelligen Euro-Bereich. Wer zur Miete wohnt, fragt vorher den Vermieter.
Stufe 3 – Technik: Smarte Tür- und Fensterkontakte melden das Öffnen aufs Handy, eine Alarmanlage mit Sirene schreckt ab. Das erschwert einen Einbruch erheblich, eine Garantie gibt es nicht. Wie sich das sinnvoll kombinieren lässt, steht in unserem Ratgeber zum Einbruchschutz mit Smart Home. Konkrete Sensoren haben wir im Test des Tink-Basics-Türsensor-Sets geprüft, ein komplettes Funk-System zeigt unser Kurzcheck zum ABUS-Starter-Set.
Unser Rat: Stufe 1 sofort, Stufe 2 bei Erdgeschoss oder Hauseingang ohne Sichtschutz, Stufe 3 nur, wenn du die Meldungen auch tatsächlich aufs Handy bekommen und darauf reagieren kannst.
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