Vikram Solar baut 9-GW-Zellfabrik: Start im Dezember
Kurz gesagt: Vikram Solar will im Dezember 2026 in Gangaikondan (Tamil Nadu) die ersten Zellen einer 9-GW-TOPCon-Fabrik herstellen, später sollen es 12 GW werden. Für deutsche Käufer ändert sich kurzfristig nichts, der Zeitplan ist bislang eine Firmenangabe.
Symbolbild: KI-generiert
Der indische Modulhersteller Vikram Solar will im Dezember 2026 die ersten Solarzellen in seiner neuen Fabrik in Gangaikondan im Bundesstaat Tamil Nadu herstellen. Das Werk ist auf 9 Gigawatt jährliche Zellleistung in TOPCon-Technik ausgelegt, später sind 12 Gigawatt geplant. Zuerst berichtete pv magazine international; indische Wirtschaftsmedien melden dieselben Eckdaten.
Was geplant ist
Die Fabrik steht auf einem rund 200 Acre großen Campus und wird über die Tochter VSL Green Power entwickelt. Dort läuft bereits seit August ein Modulwerk mit 6 Gigawatt. Die neuen Zellen sollen den Großteil der Modulproduktion versorgen. Als dritte Stufe hat der Vorstand eine Ingot- und Wafer-Fertigung mit 9 Gigawatt genehmigt, vorgesehen für das Geschäftsjahr 2028/29. Am Ende stünde eine Kette vom Silizium-Block bis zum fertigen Modul an einem Standort. Das Unternehmen nennt über 2.000 direkte und indirekte Arbeitsplätze, einen Investitionsbetrag nennt es nicht.
Warum Indien Zellen selbst bauen will
Bisher kommen viele Zellen für indische Module aus China. Mit Förderprogrammen für Dachanlagen und Landwirtschaft, etwa PM Surya Ghar und PM-KUSUM, verlangt Indien zunehmend Zellen aus eigener Fertigung. Vikram will dafür die Aufnahme in die staatliche ALMM-Liste II beantragen. Das ist ein Zulassungsverzeichnis für Zellen und eine Voraussetzung für viele geförderte Projekte.
Einordnung für Hausbesitzer in Deutschland
Kurzfristig spüren Sie davon nichts: Das Werk hat noch keine einzige Zelle produziert, der Dezember-Termin ist eine Angabe des Unternehmens, eine unabhängige Bestätigung fanden wir nicht. Langfristig ist das Projekt ein weiteres Zeichen, dass die Zellfertigung aus China heraus in andere Länder wandert. Mehr Anbieter können den Preisdruck bei Standardmodulen halten und Lieferketten breiter machen. Ob indische Module in Europa eine Rolle spielen, hängt von Zertifizierung, Preis und Lieferfähigkeit ab. Beim Angebotsvergleich zählen weiterhin Wirkungsgrad, Garantiebedingungen und der Sitz des Garantiegebers, nicht das Herkunftsland allein.