Vacuula: Neato-Saugroboter laufen ohne Cloud wieder
Kurz gesagt: Vacuula ist ein Open-Source-Server, der die abgeschaltete Neato-Cloud ersetzt und bei dir zu Hause läuft. Er unterstützt die Modelle D3 bis D10 mit Karten, Zeitplänen und Sperrzonen. Du brauchst dafür aber einen dauerhaft laufenden Rechner und etwas Technikerfahrung.
Symbolbild: KI-generiert
Seit Vorwerk die Cloud für Neato-Saugroboter abgeschaltet hat, bleiben viele Geräte im Handbetrieb stehen: keine App, keine Karte, keine Zeitpläne. Ein Community-Projekt will das ändern. Vacuula ist ein Open-Source-Server, der die Aufgaben der Cloud übernimmt und im Heimnetz läuft. Nach Angaben von smarthomeassistent.de ist Version 1.0 erschienen, am 25. Oktober folgte Version 1.1.0.
Welche Roboter funktionieren?
Laut Projektseite auf GitHub unterstützt Vacuula die dritte Generation (D3 bis D7) und die vierte Generation (D8, D9, D10, D800). Die BotVac-Connected-Reihe (zweite Generation) steht auf der Aufgabenliste, funktioniert aber noch nicht. Roboter der ersten Generation haben kein WLAN und bleiben außen vor.
Was geht, was fehlt?
Eingerichtet sind Geräte-Setup und Status, Karten, Reinigungsverlauf, Zeitpläne, Einstellungen sowie Reinigungszonen und virtuelle Sperrlinien. Mehrere Zonen in einem Durchgang klappen bisher nur bei der vierten Generation. Noch in Arbeit sind Benachrichtigungen, eine echte Home-Assistant-Entität, das Anfahren eines Kartenpunkts und eigene Töne. Die Software lässt sich zwar als Home-Assistant-App installieren, der Roboter erscheint dort aber noch nicht als Staubsauger-Entität.
So läuft die Einrichtung
Zuerst brauchst du einen Server, der rund um die Uhr läuft – per Docker Compose, als Home-Assistant-App, im LXC-Container oder als Standalone-Programm. Getestet sind ARM64 und x86_64. Danach verbindest du den Roboter per Kabel mit einem Computer und stellst ihn mit dem Vacuula-Installer (Windows, Linux, macOS) auf deinen Server um. Wer von Version 1.0 kommt, muss den Installer erneut laufen lassen; bei der dritten Generation sind die Zeitpläne neu anzulegen. Der Standard-Port der Weboberfläche wechselte von 80 auf 8050.
Unsere Einordnung
Für Bastler mit Heimserver oder NAS ist das eine echte Rettung: Der Roboter wird lokal gesteuert, deine Kartendaten bleiben im Haus. Für alle anderen ist die Hürde hoch, denn ohne Dauerbetrieb-Rechner und Grundwissen zu Docker oder Home Assistant geht nichts. Wichtig: Smarthomeassistent.de hat Vacuula nach eigener Aussage nicht selbst getestet, alle Funktions- und Kompatibilitätsangaben stammen vom Projekt. Der Quellcode steht unter der Lizenz AGPL-3.0 und ist damit einsehbar. Einen öffentlichen Community-Server gibt es bislang nicht – du betreibst alles selbst. Wer lieber ersetzt als bastelt: Vorwerk bot Berechtigten ein Austauschprogramm an, Details dazu hat smarthomeassistent.de zusammengefasst. Eine zweite unabhängige Praxisprüfung von Vacuula haben wir bisher nicht gefunden.
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