UGREEN HomeAgent: KI-Zentrale ohne Cloud ab 27. Oktober
Kurz gesagt: UGREEN bringt mit HomeAgent eine Zentrale, die Kameras, Lautsprecher und Smart-Home-Geräte lokal per KI steuert und auswertet - ganz ohne Cloud-Abo. Die Kickstarter-Kampagne startet am 27. Oktober 2026, Vorbestellungen mit 50 Prozent Rabatt laufen bereits seit dem 4. September über den eigenen UGREEN-AIoT-Store. Ausgeliefert wird ab Januar 2027, Preise beginnen bei rund 899 US-Dollar.
Symbolbild: KI-generiert
Der aus dem Kabel- und Speichergeschäft bekannte Hersteller UGREEN wagt den Sprung ins Smart Home: Mit HomeAgent stellt das Unternehmen eine Zentrale vor, die Kameras, smarte Lautsprecher, Bilderrahmen und kompatible Geräte anderer Marken unter einer Oberfläche bündelt - und das komplett lokal, ohne Cloud-Zwang. Die eigentliche Kickstarter-Kampagne startet laut UGREEN am 27. Oktober 2026, wie unter anderem HomeKit News und Forbes berichten. Vorbestellungen mit Anzahlung laufen bereits seit dem 4. September im hauseigenen UGREEN-AIoT-Store.
Kern des Systems ist eine Sprachassistentin namens "Uliya", die Lampen, Vorhänge oder ganze Szenen steuert, dazu wertet HomeAgent Video- und Fotoaufnahmen lokal per KI aus: Ereignisse werden automatisch erkannt, zusammengefasst und zu Highlight-Videos verarbeitet - eine durchsuchbare Stichwort-Funktion für Kameraaufnahmen inklusive. Für die Geräteanbindung setzt UGREEN auf die offenen Standards Matter und ONVIF, wodurch auch Fremdgeräte eingebunden werden können, statt nur die eigene SynCare-Kamerareihe.
Technisch gibt es drei Ausbaustufen: Das Einstiegsmodell HA100 bietet 16 GB RAM, drei SATA-Einschübe und 26 TOPS KI-Leistung, die HA100 Pro legt mit 32 GB RAM, 205 TOPS und 10-Gigabit-Ethernet nach. An der Spitze steht das MasterAgent MA100 mit NVIDIA-Jetson-Thor-Chip und bis zu 2.070 TFLOPS - eine Leistungsklasse, die eher Richtung Server als Richtung klassischer Smart-Home-Hub geht. Die Preise reichen von rund 899 US-Dollar (Frühbucher-HA100) bis knapp 10.000 US-Dollar für das Topmodell, ausgeliefert werden soll je nach Variante zwischen Januar und Juli 2027.
Für deutsche Nutzer ist vor allem das Datenschutz-Argument interessant: Läuft die Verarbeitung tatsächlich komplett lokal, entfällt nicht nur das Cloud-Abo vieler Konkurrenzsysteme, sondern auch die Frage, wo Kamerabilder aus dem eigenen Wohnzimmer landen. Ob UGREEN dieses Versprechen halten kann und wie gut sich Bestandsgeräte per Matter tatsächlich integrieren lassen, muss sich erst noch in der Praxis zeigen - Kickstarter-Ankündigungen sind bekanntlich kein Garant für einen reibungslosen Marktstart. Ursprünglich hatte ifun.de über die Ankündigung berichtet.