Ugreen zeigt E-Ink-Bilderrahmen mit lokaler KI-Bildoptimierung
Kurz gesagt: Der Gallery 3 nutzt ein 13,3 Zoll großes Spectra-6-E-Ink-Panel mit 1.200×1.600 Pixeln und stellt bis zu 54.600 Farbtöne per Dithering dar. Eine lokale KI aus Ugreens neuem HomeAgent-Ökosystem wählt passende Fotos aus und bereitet sie fürs Display auf – ganz ohne Cloud-Anbindung. Der Akku hält laut Hersteller bis zu sechs Monate, gestartet wird über Kickstarter ab 27. Oktober 2026 zum Frühbucherpreis von 299 US-Dollar (regulär 439 US-Dollar), Auslieferung Ende Januar 2027.
Symbolbild: KI-generiert
Ugreen ist bislang vor allem für Ladegeräte, Powerbanks und Speicherlösungen bekannt. Zur IFA 2026 in Berlin erweitert der Hersteller sein Sortiment um ein eigenes Smart-Home-Ökosystem namens HomeAgent – und stellt dabei auch einen ungewöhnlichen digitalen Bilderrahmen vor: den Gallery 3.
Das Herzstück ist ein 13,3 Zoll großes Farb-E-Ink-Display mit dem Spectra-6-Panel von E Ink und einer Auflösung von 1.200×1.600 Pixeln. Anders als klassische LCD-Rahmen stellt das Display Rot, Gelb, Blau und Grün als physische Grundfarben dar und erzeugt per Dithering bis zu 54.600 Farbtöne – bei einem Betrachtungswinkel von bis zu 178 Grad. Ein kompletter Bildwechsel dauert laut Hersteller 15 bis 30 Sekunden, was für E-Ink-Technik typisch, aber deutlich langsamer als bei einem Tablet-Display ist.
Die eigentliche Besonderheit steckt in der Software: Der Gallery 3 ist an Ugreens neue HomeAgent-Hubs angebunden, die komplett lokal arbeiten. Eine KI wählt automatisch passende Fotos aus der Bibliothek aus, bereitet sie für das E-Ink-Display auf und zeigt gezielt "besondere" Aufnahmen oder Erinnerungen an – ohne dass Bilddaten dafür an einen Cloud-Server gehen müssen. Ugreen verspricht dafür Ende-zu-Ende-Verschlüsselung bei Fernzugriffen und AES-256-Verschlüsselung für lokal gespeicherte Daten. Für deutsche Nutzer, die bei smarten Fotorahmen oft aus Datenschutzgründen zögern, ist das ein relevanter Unterschied zu Cloud-Diensten wie Google Fotos oder klassischen WLAN-Rahmen, die Bilder meist über Server des Herstellers synchronisieren.
Gespeichert werden die Fotos auf einer microSD-Karte mit bis zu 512 GB Kapazität, die Verbindung zum Heimnetz läuft über integriertes WLAN. Ein 10.000-mAh-Akku soll laut Ugreen bis zu sechs Monate ohne Kabel durchhalten – für ein Gerät mit ständig aktivem Display ein für die Kategorie hoher Wert, der aber wie bei fast allen Herstellerangaben zu Standby-Zeiten unter realen Bedingungen erst noch geprüft werden muss.
Wichtig für Kaufinteressierte: Aktuell funktioniert der Gallery 3 laut Herstellerangaben nur als reines Fotodisplay, eine Steuerung anderer Smart-Home-Geräte ist damit nicht möglich. Die größeren HomeAgent-Hubs, die Ugreen parallel zeigt, kosten je nach Ausstattung zwischen rund 900 und 20.000 US-Dollar (Frühbucherpreise) und richten sich eher an technisch versierte Nutzer mit größerem Budget – der Bilderrahmen bleibt preislich das zugänglichste Produkt der neuen Reihe.
Verkauft wird der Gallery 3 zunächst per Vorbestellung direkt bei Ugreen, ab 27. Oktober 2026 startet zusätzlich eine Kickstarter-Kampagne. Der Frühbucherpreis liegt bei 299 US-Dollar, der reguläre Preis bei 439 US-Dollar; ausgeliefert werden soll ab Ende Januar 2027. Ein Preis oder Termin für den deutschen bzw. europäischen Markt steht noch nicht fest – bei Crowdfunding-Kampagnen chinesischer Hardware-Hersteller sind Lieferverzögerungen keine Seltenheit, ein Kauf sollte also mit etwas Geduld eingeplant werden.
Quelle: ComputerBase, zusätzliche Angaben zu Preisen und dem HomeAgent-Ökosystem laut Engadget.