Roboter von TrinaTracker: bis zu 90 Solarmodule pro Stunde
Kurz gesagt: TrinaTracker, eine Tochter von Trinasolar, hat den Montageroboter Buildex und den Reinigungsroboter Aurora für Solarparks vorgestellt. Buildex soll bis zu 90 Module pro Stunde setzen, drei- bis viermal so viele wie von Hand. Alle Werte stammen vom Hersteller, Preis, Starttermin und Praxiseinsätze nennt er nicht.
Symbolbild: KI-generiert
Die Trinasolar-Tochter TrinaTracker hat zwei Roboter für Solarparks vorgestellt: „Buildex“ montiert Solarmodule, „Aurora“ reinigt sie. Die Pressemitteilung stammt vom 24. September aus Changzhou, pv magazine Deutschland berichtete am 30. September. Bisher lieferte die Firma vor allem Nachführsysteme, die Module mit der Sonne mitdrehen; jetzt will sie den ganzen Lebenszyklus eines Solarparks abdecken.
Buildex: bis zu 90 Module pro Stunde
Laut Pressemitteilung nimmt Buildex Module selbstständig auf, transportiert sie, richtet sie aus und setzt sie ein. 3D-Kameras und KI-Bildverarbeitung sollen sie millimetergenau positionieren, ein Sensorsystem aus Laserscanner (LiDAR) und KI soll die Baustelle absichern. Das Fahrgestell ist höhenverstellbar, gleicht bis zu 17 Grad Neigung aus und passt zu festen Gestellen wie zu nachgeführten Trackern. Bis zu 90 Module pro Stunde sollen möglich sein, drei- bis viermal so viele wie von Hand.
Aurora: Reinigen ohne Aufsicht
Aurora soll Staub und Schmutz ohne Personal entfernen. Eigene Algorithmen gleichen laut Hersteller Höhenversätze von bis zu 50 Millimetern aus, damit der Roboter auf unebenem Gelände durchkommt. Reinigungspläne erstellt er aus Echtzeitdaten von Anlage, Trackern und Umweltsensoren, den Strom liefern Solarmodule mit Selbstreinigungsfunktion. Zu Abmessungen, Gewicht und Reinigungsleistung fehlen Angaben.
Herstellerangaben ohne Praxisbeleg
Alle Leistungswerte stammen von TrinaTracker selbst. Weder die Pressemitteilung noch pv magazine nennen Preis, Markteinführung, Stückzahlen, Pilotprojekte oder unabhängige Messungen. „Drei- bis viermal schneller“ heißt rechnerisch 22 bis 30 Module pro Stunde bei Handarbeit; ob ein einzelner Monteur oder eine Kolonne gemeint ist, bleibt offen. Zum Vergleich: Der Roboter Maximo des US-Energieunternehmens AES hat laut WinFuture am Standort Bellefield in Südkalifornien 100 Megawatt Module montiert, mit menschlichen Teams bis zu 24 Module pro Stunde und Arbeiter. Ob TrinaTrackers Zahlen im Baustellenalltag halten, zeigt erst ein Praxiseinsatz mit prüfbaren Daten.
Was das für Leser heißt
Für Dachanlagen und Balkonkraftwerke ändert sich durch die Roboter nichts, sie zielen auf Solargroßanlagen. Arbeiten sie zuverlässig, könnte das den Bau von Solarparks beschleunigen und verbilligen – eine Möglichkeit, keine Zusage. In den Quellen steht kein Termin für Europa oder Deutschland. Gonzalo Baselga, Europa-Chef von TrinaTracker, spricht von einem Schritt „weg von reiner Tracking-Hardware hin zu einem intelligenteren, integrierten Ansatz für Solargroßanlagen“.
Quelle: pv magazine Deutschland. Zusätzliche Einordnung auf Basis der Pressemitteilung von TrinaTracker, von Photon und WinFuture. Wir haben die Roboter nicht selbst getestet.
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