Touchscreen am Laptop đSinnvoll oder Unsinn?
Kurz gesagt: Apple hat am 28. Oktober 2026 die ersten MacBook Pro mit Touchscreen vorgestellt, obwohl Steve Jobs 2010 von âergonomisch schrecklichâ sprach. Ob Touch am Laptop nĂŒtzt, hĂ€ngt von Ihrer Arbeitsweise ab: FĂŒrs Tippen und Surfen ist es Beiwerk, fĂŒr Notizen, Zeichnen und PrĂ€sentieren echter Gewinn.
Symbolbild: KI-generiert
Sie arbeiten am Laptop und greifen aus Gewohnheit zum Bildschirm, weil das Handy es so vormacht â und nichts passiert. Genau diese Frage beschĂ€ftigt gerade die Technikwelt, denn Apple hat seine Haltung geĂ€ndert.
Was passiert ist
Apple-Chef John Ternus hat am 28. Oktober 2026 die ersten MacBook Pro mit Touchscreen vorgestellt, so berichten es unter anderem iTnews und Korea Times. Das 14-Zoll-Modell mit M5-Pro-Chip startet laut iTnews bei 4.599 US-Dollar, das 16-Zoll-Modell mit M5-Max-Chip bei 7.699 US-Dollar. Vorbestellungen laufen, der Verkauf beginnt am 6. November. Deutsche Preise haben wir nicht gefunden.
Brisant ist der Kontrast zu 2010: Steve Jobs sagte damals, Apple habe âtonnenweise Nutzertestsâ gemacht, ein Touchscreen am MacBook funktioniere nicht, die Bedienung sei âergonomisch schrecklichâ, weil einem nach lĂ€ngerer Zeit der Arm mĂŒde werde. Ternus selbst hatte vor seiner Zeit als CEO sinngemÀà argumentiert, Apple baue mit dem iPad lĂ€ngst den besten Touch-Computer.
Unsere Einordnung
Jobsâ Argument ist nicht widerlegt, es betrifft nur eine bestimmte Haltung: den Arm lange ausgestreckt vor einem senkrechten Bildschirm. Wer ĂŒberwiegend tippt, hĂ€lt die HĂ€nde ohnehin auf der Tastatur und tippt höchstens kurz auf eine SchaltflĂ€che, scrollt oder zoomt. DafĂŒr ist Touch bequem. FĂŒr lĂ€ngere Arbeit bleiben Tastatur und Trackpad die bessere Wahl.
Wirklich nĂŒtzlich ist Touch dort, wo der Bildschirm ohnehin Werkzeug ist: Notizen mit Stift, Skizzen, Bildbearbeitung, PrĂ€sentationen vor Publikum. Das gilt auf Windows-GerĂ€ten seit Jahren. Bei den neuen MacBooks ist offen, wie gut macOS auf Fingerbedienung ausgelegt ist; technische Details zur Touch-Bedienung haben wir in den Berichten nicht gefunden, und ob die Arm-ErmĂŒdung ausbleibt, zeigen erst Alltagstests.
Was KĂ€ufer jetzt tun sollten
Kaufen Sie ein GerĂ€t nicht wegen Touch allein: Ein Aufpreis lohnt sich nur, wenn Sie wirklich mit Stift oder Finger arbeiten. Wer ein klassisches Notebook ohne Touch sucht, bekommt die gleiche Leistung weiterhin gĂŒnstiger, und auch Windows-GerĂ€te mit Touch und Stift gibt es in vielen Preisklassen. Aktuelle Notebook-Angebote finden Sie in unseren Deals.
Der Streit zeigt vor allem eins: Nicht die Technik entscheidet, sondern Ihr Alltag. Probieren Sie Touch im Laden aus, bevor Sie dafĂŒr zahlen. Einen Stand fĂŒr Benchmarks gibt es bisher nicht, unabhĂ€ngige Tests der neuen GerĂ€te stehen noch aus.