Tegrona Lite: Solarmodule per Dachfoto kostenlos planen
Kurz gesagt: Tegrona Lite ist ein kostenloses Programm, das aus einem einzigen Dachfoto die mögliche Modulbelegung berechnet. Es nutzt die Dachziegel als Maßstab, läuft lokal auf dem Gerät und ersetzt keine Ertrags- oder Statikplanung.
Wie viele Solarmodule passen eigentlich auf mein Dach? Wer diese Frage klären will, braucht meist Zollstock, Leiter oder einen Planer. Das deutsche Unternehmen Tegrona hat dafür jetzt Tegrona Lite veröffentlicht, ein kostenloses Programm, das die Belegung aus einem einzigen Foto berechnet. Darüber berichteten zuerst Solarserver und am 26. September pv magazine international.
So funktioniert es
Als Grundlage dient ein Foto vom Boden, aus der Drohne oder ein vorhandenes Luftbild. Die Software erkennt die Reihen und Spalten der Dachziegel, korrigiert damit die perspektivische Verzerrung und leitet aus den bekannten Ziegelmaßen den Maßstab ab. Angegeben werden nur Modulmaße und Leistung aus dem Datenblatt, Rand- und Modulabstände sowie der Ziegeltyp. Hindernisse wie Schornstein, Dachfenster oder Lüfter markieren Nutzer selbst als Sperrflächen.
Das Ergebnis ist ein Datenblatt als PDF oder PNG mit Modulanzahl, Gesamtleistung, belegter Fläche und Bedarf an Klemmen. Laut Tegrona-Chef Michael Scherer prüft das Programm seine Ergebnisse selbst: Jeder Kandidat werde gegen eine Kopie getestet und auf gleichmäßige Ziegelabstände gemessen.
Datenschutz und Verfügbarkeit
Alle Berechnungen laufen lokal. In der Browserversion werden Fotos nicht auf einen Server hochgeladen, eine Registrierung ist nicht nötig. Es gibt Apps für Windows 10 und macOS 14 sowie eine Webversion, die unter tegrona.com/de/planner erreichbar ist.
Unsere Einordnung
Für die erste Orientierung ist das nützlich: Wer ein Angebot bekommt, kann grob nachprüfen, ob die angegebene Modulzahl plausibel ist, oder vorab abschätzen, ob sich ein Speicher-Set lohnt. Wichtig ist die Grenze: Ertragsprognose, Verschattungsanalyse, Stringplanung und Statik fehlen bewusst. Dafür verweist Tegrona selbst auf Programme wie PV*SOL. Die Genauigkeit hängt zudem vom Foto ab; stark schräge Aufnahmen und ungewöhnliche Ziegel dürften die Rechnung ungenauer machen. Eine Fachplanung vor dem Kauf bleibt daher Pflicht, das Tool ersetzt nur den ersten Zollstock-Einsatz.
Eigene Tests durch SmartHome Kompass gab es bislang nicht; die Angaben stammen aus den genannten Quellen.
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