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Ohne neue Hardware: Cloud-Tool bündelt Solaranlagen zum Kraftwerk

Kurz gesagt: Synergi buendelt Solaranlagen ueber die Cloud-Schnittstellen von SMA, Fronius und Huawei zu virtuellen Kraftwerken - ganz ohne zusaetzliche Hardware vor Ort. Das finnische Start-up hat die Loesung mit dem Schweizer Energieversorger BKW entwickelt; Steuerbefehle sollen in unter einer Minute ankommen. Fuer Betreiber der drei Wechselrichter-Marken in Deutschland ist relevant: Die Technik zeigt, wie kuenftige Steuerung ueber Netzbetreiber technisch ablaufen koennte - ganz ohne extra Kasten im Keller.

Ohne neue Hardware: Cloud-Tool bündelt Solaranlagen zum Kraftwerk

Symbolbild: KI-generiert

Ein Wechselrichter, eine Cloud-Verbindung, fertig: Das finnische Energietechnik-Unternehmen Synergi Solutions hat mit dem "PV-Manager" eine Software vorgestellt, die Photovoltaikanlagen ohne zusaetzliche Hardware zu virtuellen Kraftwerken buendelt. Energieversorger, Verteilnetzbetreiber und Asset-Manager sollen darueber private wie gewerbliche Anlagen fernsteuern, aggregieren und als eine einzige Einheit am Strommarkt oder im Netzbetrieb einsetzen koennen.

Der Clou: Es braucht keinen zusaetzlichen Steuerkasten am Zaehlerschrank. Synergi greift stattdessen direkt auf die Cloud-Schnittstellen (APIs) der Wechselrichterhersteller zu. Aktuell unterstuetzt werden Geraete von SMA, Fronius und Huawei - drei Marken, die auch auf deutschen Daechern zu den meistverbauten gehoeren. Die Steuerbefehle sollen laut Unternehmensangaben mit einer Latenz von unter einer Minute per API und MQTT-Protokoll ankommen, sodass Netzbetreiber die Solarstromerzeugung sogar auf Ebene einzelner Netzabschnitte oder Ortsnetztransformatoren regeln koennten.

Entwickelt wurde die Loesung gemeinsam mit dem Schweizer Energieversorger BKW, der laut Synergi als fruehester Design-Partner die Produktentwicklung mitgepraegt hat. Nach eigenen Angaben ist das Prinzip vergleichbar mit der cloudbasierten Steuerung von Elektroauto-Ladepunkten, bei der ebenfalls keine zusaetzliche Steuerbox noetig ist, sondern die Herstellersoftware selbst als Schnittstelle dient.

Fuer Besitzer einer SMA-, Fronius- oder Huawei-Anlage in Deutschland ist das zunaechst nur eine Randnotiz aus Skandinavien - zeigt aber die Richtung, in die sich auch hiesige Steuerungskonzepte entwickeln duerften. Schon heute muessen neue PV-Anlagen ueber 25 Kilowatt Leistung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz fernsteuerbar sein, kleinere Anlagen koennen nach Paragraf 14a des Energiewirtschaftsgesetzes vom Netzbetreiber gedrosselt werden. Cloud-basierte Ansaetze wie der PV-Manager wuerden diesen Zugriff deutlich einfacher machen, weil kein Techniker mehr vor Ort ein Steuergeraet nachruesten muesste - ein Aspekt, ueber den auch deutsche Netzbetreiber und Wechselrichterhersteller seit Laengerem diskutieren, um steigende Zahlen negativer Strompreise und Netzengpaesse besser zu managen.

Quelle: pv-magazine.de, zusaetzliche Angaben aus der Pressemitteilung von Synergi Solutions Oy.

Quelle & Einordnung: Anlass dieser Meldung: pv-magazine.de. Text, Bewertung und Bild sind unsere eigene, unabhängige Einordnung – wir geben keine fremden Inhalte im Wortlaut wieder.
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