Stromsparer đĄ Homematic IP regelt Ihren Stromverbrauch automatisch â bis Ende 2027 kostenlos
Kurz gesagt: Homematic IPs Smart-Home-Zentrale Home Control Unit kann per aktualisiertem EEBUS-Plugin ab sofort den Stromverbrauch von WĂ€rmepumpen und Wallboxen sowie die Einspeisung von Photovoltaikanlagen automatisch begrenzen, wenn der Netzbetreiber das anfordert - relevant fĂŒr die §14a-EnWG-Pflicht steuerbarer Verbraucher. Nutzer legen in der App fest, welche GerĂ€te bei Drosselung bevorzugt weiterlaufen. Die Funktion ist bis 31. Dezember 2027 kostenlos, danach wird sie Teil eines kostenpflichtigen Energiemanagement-Systems.
Bild: von Joerg geschickt
Wer seit diesem Jahr eine neue WÀrmepumpe, Wallbox oder Solaranlage anmeldet, muss damit rechnen, dass der Netzbetreiber sie bei NetzengpÀssen zeitweise drosseln darf - Paragraf 14a des Energiewirtschaftsgesetzes verlangt das seit 2024 von steuerbaren Verbrauchseinrichtungen. Bisher war unklar, wie Besitzer einer Homematic-IP-Anlage diese Vorgabe technisch sauber umsetzen sollen, ohne dass der Netzbetreiber einfach ganze GerÀte abschaltet.
Was die Erweiterung kann
Homematic IP hat laut einem Bericht von Mobiflip das EEBUS-Plugin seiner Smart-Home-Zentrale Home Control Unit um zwei neue Funktionen erweitert: LPC (Limitation of Power Consumption) begrenzt bei Bedarf die Leistungsaufnahme von Verbrauchern wie WĂ€rmepumpen und Wallboxen, LPP (Limitation of Power Production) reduziert die Einspeiseleistung von Photovoltaikanlagen. Beide Funktionen sprechen den offenen Kommunikationsstandard EEBUS, ĂŒber den sich kompatible GerĂ€te laut Herstellerangaben ohne zusĂ€tzliche Relais-Verkabelung anbinden lassen - eine direkte, digitale Steuerung statt Hardware-NachrĂŒstung. Wichtig fĂŒr Betroffene: Nutzer legen in der Homematic-IP-App selbst fest, welche GerĂ€te im Drosselfall bevorzugt weiterlaufen dĂŒrfen, etwa die WĂ€rmepumpe im Winter statt der Wallbox.
Kostenlos - vorerst
Eigene Recherche direkt beim Hersteller bestÀtigt den zeitlichen Rahmen: Die neuen Funktionen sind bis zum 31. Dezember 2027 kostenlos nutzbar, danach werden sie Teil eines kostenpflichtigen Home Energy Management Systems (HEMS). Eine automatische Umstellung auf den Bezahltarif ist laut Mobiflip nicht vorgesehen - wer die Funktion danach weiter nutzen will, muss aktiv umsteigen. Homematic IP positioniert die Home Control Unit ohnehin als besonders ausbaufÀhige Zentrale: Sie verwaltet laut Herstellerangaben bis zu 350 GerÀte, davon maximal 120 per Funk, und lÀsst sich wahlweise komplett offline ohne Internetanbindung betreiben.
Was das fĂŒr Betroffene bedeutet
Wer eine WĂ€rmepumpe, Wallbox oder PV-Anlage neu anmeldet und ohnehin unter die §14a-Regelung fĂ€llt, bekommt mit der Homematic-IP-Lösung eine Möglichkeit, die vorgeschriebene Steuerbarkeit softwareseitig abzubilden, statt sich auf pauschale Netzbetreiber-Eingriffe zu verlassen - vorausgesetzt, die eigenen GerĂ€te unterstĂŒtzen EEBUS. Wer bereits eine Homematic-IP-Zentrale besitzt, sollte vor der nĂ€chsten Neuanmeldung eines steuerbaren GerĂ€ts prĂŒfen, ob ein Firmware-Update die Funktion bereits freigeschaltet hat. FĂŒr alle anderen gilt: Bis Ende 2027 ist Zeit, die Zwischenlösung unverbindlich zu testen, bevor ĂŒber einen kostenpflichtigen HEMS-Wechsel entschieden werden muss.
Quelle: Mobiflip, ergÀnzt um eigene Recherche bei Homematic IP.