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Stromfresser ⚡ Heizlüfter vs. Infrarot: Der Stundenpreis trügt

Kurz gesagt: Beide Geräte wandeln Strom praktisch eins zu eins in Wärme um. Ein 2.000-Watt-Heizlüfter kostet bei 37 Cent je kWh 74 Cent pro Volllaststunde, ein 600-Watt-Infrarotpaneel 22 Cent. Was am Monatsende zählt, ist die Kilowattstunden-Summe, nicht der Stundenpreis.

Stromfresser ⚡ Heizlüfter vs. Infrarot: Der Stundenpreis trügt

Symbolbild: KI-generiert

Im Homeoffice wird es im Herbst schnell kühl, und die Wahl fällt oft nach einem Blick aufs Preisschild pro Betriebsstunde. Genau da lauert die Falle: Ein niedriger Stundenpreis sagt noch nichts darüber, welche Heizung am Ende weniger Strom verbraucht. CHIP stellt die Frage „Heizlüfter oder Infrarotheizung: Was kostet mehr Strom pro Stunde?“ (zum CHIP-Beitrag). Den vollständigen CHIP-Text konnten wir für diese Einordnung nicht abrufen, die Rechnung unten stammt deshalb aus eigener Recherche.

Die Physik: eine Kilowattstunde bleibt eine Kilowattstunde

Jede elektrische Direktheizung, ob Heizlüfter, Infrarotpaneel oder Konvektor, macht aus einer Kilowattstunde Strom eine Kilowattstunde Wärme. Das betont etwa Bosch Home Comfort. Bei einem Strompreis von 37 Cent je kWh (Durchschnitt laut BDEW, Stand August 2026) kostet ein 2.000-Watt-Heizlüfter unter Volllast 74 Cent pro Stunde, ein 600-Watt-Infrarotpaneel rund 22 Cent. Ratgeber wie Test & Tipps kommen mit 38 Cent auf ähnliche Spannen. Das Infrarotgerät wirkt also dreimal so günstig. Aber: Es hat auch nur ein Drittel der Leistung.

Warum der Stundenpreis trügt

Der Heizlüfter bringt mit großer Leistung schnell warme Luft, schaltet aber per Thermostat ab, sobald die Zieltemperatur erreicht ist. Ein kleineres Gerät läuft dagegen länger oder dauerhaft durch. Ein Rechenbeispiel, keine Messung: Braucht Ihr Arbeitszimmer im Schnitt 600 Watt, um die Wunschtemperatur zu halten (Bosch nennt grob 40 Watt pro Quadratmeter bei gut gedämmten Räumen), läuft der Heizlüfter nach dem Aufheizen nur etwa ein Drittel der Zeit. Beide Geräte landen dann bei rund 0,6 kWh je Stunde, also etwa 22 Cent. Reicht ein 600-Watt-Paneel für einen größeren oder schlecht gedämmten Raum nicht aus, läuft es durch und wird trotzdem nicht warm genug.

Entscheidend sind also drei Dinge: der echte Wärmebedarf des Raums, ein funktionierender Thermostat und die Laufzeit. Ein ungeregeltes Gerät läuft, bis Sie es abschalten, und treibt die Rechnung.

Wo Infrarot punkten kann

Infrarotstrahlung erwärmt vor allem Personen und Oberflächen direkt, nicht die Raumluft. Viele Nutzer empfinden deshalb schon bei niedrigerer Lufttemperatur Behaglichkeit. Ein belegter Effizienzvorteil bei gleicher gefühlter Wärme ist das aber nicht: Unabhängige Messungen dazu haben wir nicht gefunden, die Aussagen stammen überwiegend von Herstellern. Der Heizlüfter dagegen ist in Sekunden warm, der Infrarotstrahler braucht ein bis zwei Minuten.

Unser Praxis-Fazit

Für kurze Einsätze am Schreibtisch passt ein Heizlüfter mit Thermostat und Eco-Stufe. Für mehrere Stunden am Stück ist ein geregeltes, kleines Infrarotpaneel oft die ruhigere Lösung. Bei Dauerbetrieb bleibt Strom jedoch teuer: Eine Wärmepumpe liefert laut Bosch das Drei- bis Fünffache an Wärme je Kilowattstunde. Wer viel im Homeoffice sitzt, sollte daher zuerst Fenster und Türen abdichten und die vorhandene Heizung nutzen. Ein smarter Zwischenstecker mit Verbrauchsmessung zeigt Ihnen übrigens genau, was Ihr Gerät wirklich zieht.

Quelle & Einordnung: Anlass dieser Meldung: CHIP. Text, Bewertung und Bild sind unsere eigene, unabhängige Einordnung – wir geben keine fremden Inhalte im Wortlaut wieder.
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