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Speicherkrise: Smartphone-Markt bricht um 22 Prozent ein

Kurz gesagt: Laut IDC sanken die weltweiten Smartphone-Auslieferungen im dritten Quartal 2026 um 22 Prozent auf 255,3 Millionen Geräte. Ursache sind stark gestiegene Speicherpreise durch den KI-Boom. Wer sein Handy behalten kann, spart derzeit Geld.

Speicherkrise: Smartphone-Markt bricht um 22 Prozent ein

Symbolbild: KI-generiert

Das Handy bleibt länger in der Tasche: Die Marktforscher von IDC melden für das dritte Quartal 2026 den stärksten Rückgang, den sie je in ihrer Statistik verzeichnet haben. Weltweit wurden laut ihrer vorläufigen Auswertung 255,3 Millionen Smartphones ausgeliefert, 22 Prozent weniger als vor einem Jahr. Aufgegriffen hat die Zahlen unter anderem Caschys Blog.

Warum es so knallt

Der Auslöser sind Arbeitsspeicher und Flash-Speicher. Die Hersteller von Speicherchips liefern ihre Kapazitäten bevorzugt an Rechenzentren für Künstliche Intelligenz, weil dort mehr zu verdienen ist. Für Smartphones bleibt weniger übrig, und es wird teurer. Laut telecoms.com nennt eine IDC-Analystin einen Kostenanstieg von rund 350 Prozent binnen eines Jahres und warnt, der Boden sei noch nicht erreicht. Dazu kommen höhere Chipkosten, weil Auftragsfertiger wie TSMC voll ausgelastet sind.

Wer leidet, wer nicht

Am härtesten trifft es Hersteller, die über den Preis verkaufen: Bei Xiaomi, Oppo und vivo sanken die Auslieferungen laut IDC zwischen 29 und 35 Prozent. Samsung (57,8 Millionen Geräte) und Apple (57,3 Millionen) führen weiter, sind mit ihrem Premium-Anteil aber robuster aufgestellt. Die Mehrkosten geben die Hersteller an die Kunden weiter, vor allem in der Einstiegs- und Mittelklasse, die lange als Preisbrecher galt.

Unsere Einordnung für Sie

Wer ein funktionierendes Gerät besitzt, muss derzeit nicht nachrüsten: Viele Käufer behalten ihr Handy länger, auch IDC sieht darin das Hauptverhalten. Ein Akkutausch oder eine neue Hülle ist oft die günstigere Alternative. Wer wirklich kaufen muss, sollte auf Vorjahresmodelle und Restposten achten, denn neue Geräte dürften eher teurer werden. Spannend wird 2027: Bleibt die Nachfrage schwach, könnten sich die Lager füllen, und auf die Knappheit würden Rabattaktionen folgen. Eine Erholung erwartet IDC frühestens 2028.

Auch für Smart-Home-Fans ist das relevant: Speicherchips stecken in Kameras, Lautsprechern und Hubs. Preisaufschläge könnten dort ebenfalls ankommen. Belegt ist das bisher nicht, die Meldungen beziehen sich auf Smartphones. Wir beobachten es.

Quelle & Einordnung: Anlass dieser Meldung: Caschys Blog. Text, Bewertung und Bild sind unsere eigene, unabhängige Einordnung – wir geben keine fremden Inhalte im Wortlaut wieder.
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