Adreno-Treiber soll Snapdragon X2 Elite bei KI ausbremsen
Kurz gesagt: Laut Wccftech berichten Nutzer in zwei Reddit-Beiträgen von massiven Einbrüchen nach dem Adreno-Treiber 32.0.181.0: lokale KI soll bis zu 87 Prozent langsamer laufen, ein Premiere-Export etwa sechsmal so lange dauern. Eine Qualcomm-Stellungnahme gibt es bisher nicht; die Berichte sind unbestätigt.
Symbolbild: KI-generiert
Ein neuer Grafiktreiber sollte eigentlich Tempo bringen – bei Qualcomms Snapdragon X2 Elite soll er laut Wccftech das Gegenteil bewirken. Es handelt sich um unbestätigte Nutzerberichte, nicht um geprüfte Messungen.
Was Nutzer berichten
Die Meldungen stammen aus zwei Beiträgen im Subreddit r/snapdragon, auf die sich Wccftech beruft. Ein Nutzer mit einem Zenbook A16 schreibt, ein siebenminütiges 1080p-Video habe in Adobe Premiere Pro zuvor rund 1:40 Minuten zum Rendern gebraucht, nach dem Update auf Adreno-Treiber 32.0.181.0 etwa zehn Minuten – grob das Sechsfache.
Ein zweiter Nutzer will an einem Surface Laptop (8. Edition) mit Adreno X2-85 gemessen haben: Mit llama.cpp über den OpenCL-Pfad sank die Textgenerierung je nach Modell um 69 bis 87 Prozent. Beim kleinen Qwen3-0.6B fielen die Werte laut seinen Angaben von 98,1 auf 12,8 Token pro Sekunde, bei Qwen3-4B von 29,5 auf 9,0 und beim 30B-Modell Qwen3-Coder von 26,8 auf 5,9.
Was auffällt
Auf der CPU und der NPU blieben die Ergebnisse laut Bericht nahezu gleich, ebenso eine WebGPU-Variante. Der Einbruch trat beim Wechsel zwischen dem Vorgängertreiber 32.0.172.2 und dem neuen Treiber mehrfach reproduzierbar auf. Das spricht für einen Fehler im OpenCL-Pfad des Treibers – das ist allerdings eine Vermutung, keine Bestätigung.
Einordnung zur Quelle
Wir konnten bislang keine zweite, unabhängige Quelle finden, die diese Zahlen bestätigt. Qualcomm hat sich laut Wccftech nicht geäußert; das Problem wurde im Entwickler-Discord des Unternehmens gemeldet. Zwei Einzelberichte sind kein Beleg für ein flächendeckendes Problem.
Was das für dich heißt
Wenn du einen Laptop mit Snapdragon X2 Elite nutzt und auf GPU-Rendering in Premiere oder auf lokale KI per OpenCL angewiesen bist, lohnt es sich, mit dem Treiber-Update zu warten – oder bei Problemen auf 32.0.172.2 zurückzugehen. Alle anderen müssen nicht in Panik verfallen. Wer vor einem Kauf steht: Solche Treiberpannen werden bei neuer Hardware meist per Hotfix behoben; ein Grund zum Abwarten ist das noch nicht.