Simsalasim: Hotspot erlaubt, aber kein DSL-Ersatz
Kurz gesagt: Simsalasim erlaubt laut eigener Website, das Smartphone als Hotspot zu nutzen. Der 10-Euro-Tarif ist aber als Smartphone-eSIM gedacht und soll keinen festen Internetanschluss ersetzen. Eine 4G-Kamera oder ein mobiler Router lässt sich damit nicht dauerhaft direkt versorgen.
Symbolbild: KI-generiert
Der Mobilfunkanbieter Simsalasim hat Details zu seinem geplanten 10-Euro-Tarif veröffentlicht. Für Smart-Home-Nutzer ist vor allem eine Klarstellung wichtig: Das Smartphone darf als Hotspot dienen. Wer den Tarif aber für eine Überwachungskamera mit eigener SIM oder als Router-Ersatz im Gartenhaus einplant, wird ausgebremst. Das berichtet smarthomeassistent.de.
Was laut Anbieter gilt
Der Tarif kostet 10 Euro im Monat, ist monatlich kündbar und kommt als eSIM. Er verspricht unbegrenzte Daten in 100 Ländern, Telefonie und SMS sind in 50 Ländern enthalten. Tethering, also das Weiterreichen der Verbindung etwa an Laptop oder Tablet, kostet nichts extra. Ausgeschlossen sind dagegen Router, Server-Boxen und dauerhaftes Tethering als Ersatz für einen Heim- oder Büroanschluss. Bei fortgesetzter Nutzung dieser Art darf der Anbieter den Vertrag kündigen.
Was das für Smart Home heißt
Der Hotspot-Betrieb ist für kurze Einsätze brauchbar, etwa wenn im Kleingarten eine WLAN-Kamera nur dann läuft, solange das Handy dabei ist. Für Dauerbetrieb taugt das nicht: Eine 4G-Kamera oder ein LTE-Router, die eine eigene SIM brauchen, können die eSIM nach den bisherigen Angaben nicht direkt nutzen. Wer Alarmanlage, Wallbox oder Wetterstation mobil anbinden will, braucht weiterhin einen klassischen Datentarif mit passender SIM.
Widersprüchliche Berichte, offene Fragen
Frühere Meldungen, unter anderem von netzwelt unter Bezug auf die FAZ, gingen noch davon aus, dass Tethering ausgeschlossen sei. Tariffuxx hielt diese Berichte Anfang Oktober bereits für überholt, betonte aber, dass die Leistungsliste vorläufig sei. Auch jetzt gibt es noch keinen regulären Bestellstart: Die deutsche Seite führt zu einer unverbindlichen Warteliste. Geräte-Kompatibilität, Mindestlaufzeit und konkrete Geschwindigkeiten sind nicht veröffentlicht. Eine zweite unabhängige Primärquelle mit verbindlichen Bedingungen haben wir nicht gefunden.
Unser Rat: Bis die endgültigen Vertragsbedingungen vorliegen, den Tarif nicht fest in eine Smart-Home-Planung einbauen. Für Notebook oder Tablet unterwegs wird er voraussichtlich reichen, als DSL-Ersatz oder Funkstrecke für Kameras nicht.
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