Shelly-Deal, neue Hue-Strips, Midea ohne Außeneinheit
Kurz gesagt: Schneider Electric will Shelly für 1,2 Milliarden Euro übernehmen, Philips Hue verkauft ab sofort die neuen Play-Gradient-Lightstrips ab 99,99 Euro, und Midea zeigt mit dem H-Pack eine Wärmepumpe komplett ohne Außeneinheit.
Symbolbild: KI-generiert
Diese Woche dreht sich im Smart-Home-Markt fast alles um eine Übernahme: Der französische Energiekonzern Schneider Electric hat ein freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot für den bulgarischen Hersteller Shelly Group vorgelegt. Geboten werden 70 Euro je Aktie – ein Aufschlag von rund 27 Prozent auf den unbeeinflussten Referenzkurs von 55,20 Euro, was den Deal auf etwa 1,2 Milliarden Euro taxiert. Die beiden Shelly-Gründer halten zusammen rund 57 Prozent der Anteile und stehen hinter dem Verkauf: Mitgründer Dimitar Dimitrov will einen Teil des Erlöses direkt bei Schneider Electric reinvestieren, Co-Gründer Svetlin Todorov verkauft seine Anteile in zwei Tranchen. Damit das Angebot durchgeht, muss Schneider Electric am Ende auf über 95 Prozent des Kapitals kommen – Ziel ist ein Squeeze-out der übrigen Aktionäre und der Rückzug von der Börse. Die bulgarische Finanzaufsicht soll bis Ende November oder Anfang Dezember 2026 entscheiden, der Abschluss wird für das erste Quartal 2027 erwartet. Für Nutzer der offenen Shelly-Geräte bleibt die berechtigte Sorge, ob ein Großkonzern die bisherige Offenheit der Firmware und Cloud-Anbindung beibehält – vergleichbare Übernahmen in der Branche endeten schon öfter mit eingeschränkter Drittanbieter-Unterstützung.
Bei Philips Hue ist unterdessen die neue Play-Gradient-Lightstrip-Generation mit OmniGlow-Technik gestartet: Die Pro-Variante für 65- oder 100-Zoll-Fernseher kostet 159,99 Euro, die kürzbare Standardversion mit Flux-Technik startet bei 99,99 Euro. Beide sollen mehrfarbige Ambilight-Effekte hinter dem TV erzeugen und lassen sich nahtlos in bestehende Hue-Bridges einbinden.
Und Midea zeigt mit dem H-Pack eine Wärmepumpe, die komplett ohne Außeneinheit auskommt: Das 5-kW-Monoblockgerät wird im Keller, Hauswirtschaftsraum oder unter dem Dach installiert und braucht nur zwei rund 250 Millimeter dicke Luftkanäle durch die Wand. Mit COP 4,6 bei 7 °C Außentemperatur, dem Kältemittel R290 und 34 dB(A) Innengeräusch richtet sich das System vor allem an Mietwohnungen und dicht bebaute Grundstücke, wo Außengeräte oft nicht genehmigt werden. Der Marktstart in Europa ist für 2026 geplant, Preise nennt Midea noch nicht.
Quelle: smarthomeassistent.de