Schnell-Coup ⚡ Renault 5: LFP-Akku wird endlich praktisch
Kurz gesagt: Renault rüstet die Einstiegsversion des Renault 5 E-Tech von einem 40-kWh-NMC- auf einen günstigeren 37-kWh-LFP-Akku um und macht serienmäßiges Schnellladen mit bis zu 80 kW DC zur Pflichtausstattung. Die Version wurde im belgischen Online-Konfigurator entdeckt, ein offizieller Preis steht noch aus - erwartet wird ein Einstieg unter der bisherigen 28.000-Euro-Marke. Konzernweit soll die LFP-Umstellung ab 2026 rund 20 Prozent Batteriekosten sparen.
Bild: Renault, Pressematerial (media.renault.com)
Der Renault 5 E-Tech gilt als Hoffnungsträger für bezahlbare E-Mobilität aus Europa - nur war „bezahlbar“ bislang relativ: Die Einstiegsversion mit 40-kWh-Akku startete bei rund 28.000 Euro, während chinesische Konkurrenten mit ähnlicher Reichweite oft günstiger antreten. Jahrelang hieß es, ein preiswerterer LFP-Akku solle das ändern - jetzt gibt es dafür erste handfeste Belege.
Was jetzt im Konfigurator auftaucht
Wie unter anderem smartdroid.de berichtet, ist im belgischen Renault-Konfigurator eine neue Basisversion des Renault 5 aufgetaucht: ein 37-kWh-Akku in LFP-Technologie (Lithium-Eisenphosphat) mit 110-PS-Motor, kombiniert mit serienmäßigem Schnellladen (80 kW DC statt bislang gedrosselter Werte, mindestens 7 kW AC). Das ersetzt die bisherige 40-kWh-NMC-Einstiegsversion. Konkrete Reichweitenangaben oder ein offizieller Preis fehlen noch - Schätzungen in der Community gehen von rund 300 Kilometern und einem Einstiegspreis unterhalb der bisherigen 28.000-Euro-Marke aus, teils wird sogar eine 25.000-Euro-Marke genannt. Beides ist bislang unbestätigt.
Warum LFP günstiger ist - und was dahintersteckt
Renault-UK-Chef Adam Wood begründete den Schritt laut ecomento.de direkt mit den Kosten: LFP-Zellen kommen ohne Kobalt und Nickel aus, was sie günstiger und in der Herstellung stabiler macht - Nachteil ist traditionell eine etwas geringere Energiedichte. Laut Recherchen von auto-motor-und-sport.de bezieht Renault die Zellen ab Ende 2025 von LG Energy Solution aus Polen und von CATL aus Ungarn, montiert wird im französischen Werk Douai. Konzernweit soll die Umstellung auf LFP und das Cell-to-Pack-Verfahren ab 2026 rund 20 Prozent der Batteriekosten einsparen - neben dem Renault 5 sind auch der Renault 4, der Renault Twingo und dessen Dacia-Ableger betroffen. Die größere Comfort-Range-Version des Renault 5 mit 52-kWh-NMC-Akku und mehr Reichweite bleibt laut aktuellem Stand unverändert bestehen.
Lohnt sich Warten - oder lieber jetzt kaufen?
Wer heute schon einen Renault 5 mit 40-kWh-NMC-Akku fährt oder kauft, verliert dadurch nichts: Die aktuelle Generation bietet bereits ordentliche Reichweite und ist technisch ausgereift, inzwischen sogar mit bidirektionalen Wallbox-Optionen wie der Mobilize PowerBox Verso nachrüstbar, die das Auto zum Heimspeicher macht. Der Umstieg auf LFP bringt vor allem beim Einstiegspreis und beim Schnellladen spürbare Vorteile, nicht bei der Reichweite - für Vielfahrer mit langen Etappen bleibt daher ohnehin eher die größere Comfort-Range-Version interessant. Wer primär auf den niedrigsten Einstiegspreis wartet und keine unmittelbare Kaufabsicht hat, kann die offizielle Preisankündigung abwarten; wer jetzt ein passendes Angebot zum aktuellen Modell hat, muss wegen der LFP-Version nicht zögern.
Quelle: smartdroid.de, ergänzt um eigene Recherche bei ecomento.de und auto-motor-und-sport.de.
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