Schimmel-Alarm đ TĂŒr auf oder zu? Die Heizfrage ist kniffliger
Kurz gesagt: Selten genutzte RĂ€ume sollten nicht auskĂŒhlen: Heizkörper nie ganz abdrehen, die Raumtemperatur nach Verbraucherzentrale-Angaben nicht unter 16 bis 17 Grad fallen lassen und die TĂŒr zum kĂŒhleren Raum geschlossen halten. Ein Hygrometer zeigt, ob die Luftfeuchte im grĂŒnen Bereich bleibt.
Symbolbild: KI-generiert
Wer im Winter sparen will, dreht die Heizung im GĂ€stezimmer oder Hobbyraum gern ganz herunter und lĂ€sst die TĂŒr vielleicht noch offen, damit etwas WĂ€rme hinĂŒberzieht. Genau das kann nach hinten losgehen: Im kĂŒhlen Raum bildet sich Schimmel oft schneller, als man denkt.
Warum die TĂŒr so wichtig ist
Kalte Luft kann weniger Feuchtigkeit aufnehmen als warme. Strömt warme, feuchte Luft aus Wohnzimmer oder KĂŒche in einen kĂŒhlen Raum, kĂŒhlt sie dort an den AuĂenwĂ€nden ab, und das Wasser schlĂ€gt sich nieder. Laut einem Bericht von Heidelberg24 vom 20.10.2026 nennt die Verbraucherzentrale Bayern als Richtwert: Liegt die relative Luftfeuchte ĂŒber etwa zwei Tage bei mehr als 60 Prozent und fallen Bauteile unter rund 12,6 Grad OberflĂ€chentemperatur, kann Schimmel entstehen. Die Faustregel daraus: Ist der Nebenraum moderat beheizt, bleibt die TĂŒr zu, das spart nach Angaben des Berichts bis zu 15 Prozent Heizkosten. Ist er kaum oder gar nicht beheizt, darf die TĂŒr erst recht nicht offen stehen. Offen ist nur unkritisch, wenn der Temperaturunterschied zwischen den RĂ€umen minimal ist.
Heizkörper nie ganz aus
Der Bericht rĂ€t, den Heizkörper in selten genutzten RĂ€umen auf Stufe 1 oder Frostschutz laufen zu lassen. Die Raumtemperatur sollte nicht unter 16 bis 17 Grad sinken, damit die WĂ€nde ĂŒber dem Taupunkt bleiben. Dazu passt die Empfehlung des Umweltbundesamts, in WohnrĂ€umen tagsĂŒber 19 bis 20 Grad zu halten und nachts auf etwa 18 Grad zu senken. Ein ausgekĂŒhlter Raum kostet beim Wiederaufheizen zusĂ€tzlich Energie, und ein Schimmelschaden ist am Ende teurer als eine GrundwĂ€rme.
LĂŒften und messen
Der Bericht empfiehlt zwei- bis dreimal tĂ€glich fĂŒnf bis zehn Minuten StoĂlĂŒften und warnt vor dauerhaft gekippten Fenstern, weil sie HeizwĂ€rme verschwenden und an der Fensterlaibung kalte Stellen erzeugen. Ideal sind 40 bis 60 Prozent relative Luftfeuchte; liegt der Wert dauerhaft ĂŒber 65 Prozent, sollte gezielt gelĂŒftet werden. Was die Zahlen im Alltag bedeuten und wann beschlagene Scheiben ein Warnsignal sind, erklĂ€rt unser Ratgeber zu beschlagenen Fenstern im Herbst.
Unsere Einordnung
Die Heizfrage ist deshalb weniger eine Frage von TĂŒr auf oder zu als von gleichmĂ€Ăiger GrundwĂ€rme plus Kontrolle. Ein digitales Thermo-Hygrometer gibt es laut Bericht schon fĂŒr unter 10 Euro; es zeigt Temperatur und Feuchte im Problemraum, statt dass Sie raten mĂŒssen. Auf dem Smartphone vernetzte Sensoren warnen zusĂ€tzlich, wenn die Luftfeuchte ĂŒber Tage hoch bleibt. Hinweis zur Quellenlage: Den Originalartikel der SaarbrĂŒcker Zeitung konnten wir nicht abrufen; die Angaben stĂŒtzen sich auf den gleichlautenden Heidelberg24-Bericht und die Umweltbundesamt-Richtwerte, wie sie Medien wiedergeben. Bei schon sichtbarem Schimmel oder in schlecht gedĂ€mmten GebĂ€uden lohnt der Rat von Fachleuten vor Ort.